Freitag, 9. Januar 2015

Die neue schwedische Kupferkompanie

Bereits ab 1580 hatte der schwedische König in Bergslagen den Handel mit Eisen und Kupfer reglementiert und die Aufkäufer der Ware bestimmt. Allerdings musste diese ersten Bestimmungen auf Grund der Kriege und der schlechten finanziellen Lage Schwedens sehr bald wieder aufgehoben werden und erst Gustav II. Adolf legte dann am 21. Dezember 1619 erneut klare Regeln über den schwedischen Handel mit Kupfer fest. Um den gewinnträchtigen Handel mit der Ware in festen Händen zu behalten, gründete der König daher die sogenannte äldre kopparkompaniet, die ältere Kupferkompanie.

Diese Handelsgesellschaft, die auch Waren, insbesondere Waffen, nach Stockholm importierte, stand jedoch ebenfalls auf schlechten Beinen, da das Kapital der Kompanie unzureichend war und als Kupfer dann auch noch an Wert verlor, musste diese erste Kupferkompanie 1628 wieder aufgelöst werden. Der König musste die gesamten Schulden übernehmen, konnte jedoch die Gläubiger nicht bezahlen und vergab daher Güter an sie mit Hilfe deren sie dann wieder an ihre Einlagen kamen, und teilweise auch einen hohen Gewinn machen konnten.

Natürlich war damit die Idee einer Kupferkompanie nicht begraben, denn als die schwedische Krone 1635 ein holländisches Unternehmen fand, das am Import von schwedischem Kupfer interessiert war, entstand am 9. Januar 1636 die neue Kupferkompanie. Im Vertrag wurde sowohl die Menge des jährlich zu importierenden Kupfers und dessen Preis festgelegt. Aber obwohl der König dieses Mal sogar die Einlagen, die die Oberstatthalter und Kollegienmitglieder leisten mussten, festlegte, kam dieses Handelsunternehmen nur sehr schleppend in Gang, denn Kupfer hatte nicht mehr  die Bedeutung von früher und die Wahl von Arvika als Handelsplatz zeigte sich geradezu als schädlich. Drei Jahre lang konnte die Handelskompanie dennoch aufrecht gehalten werden bis die Teilhaber im Jahre 1638 die Auflösung der Gesellschaft forderten. Ab 1. Januar 1693 wurde dann der Kupferhandel in Schweden frei gegeben, da das Königshaus und die reiche Schicht Schwedens keine finanzielle Zukunft in diesem Handel sahen.


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Copyright: Herbert Kårlin

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