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Samstag, 22. Oktober 2016

Die schwedische Künstlerin Anna Maria Ehrenstrahl

Anna Maria Ehrenstrahl starb am 22. Oktober 1729 in Stockholm und gilt als eine der bedeutendsten Malerinnen ihrer Zeit, auch wenn es sich bei einem sehr großen Teil ihrer Werke um Gemäldekopien handelt, was damals allerdings als Kunst anerkannt war. Neben den Kopien hinterließ Ehrenstrahl jedoch auch einige bedeutende eigene Werke, insbesondere eine Porträtsammlung von sechs ehemaligen Präsidenten des Oberlandesgerichts, die sie auch dem Gericht schenkte. Auch die Tierporträts der Künstlerin zeigen dass Ehrenstrahl eine sehr persönliche Einstellung zur Kunst hatte.

Anna Maria Ehrenstrahl war am 4. September 1666 als Tochter eines aus Deutschland eingewanderten Hofmalers in Stockholm zur Welt gekommen und erhielt von ihrem Vater die Ausbildung zur Malerin, was auch dazu führte, dass sie sehr früh in seinem Atelier als Assistentin arbeitete und bereits als Jugendliche kleinere Aufträge selbständig ausführen durfte. Ihre Hauptaufgabe während der ersten Jahre war jedoch vor allem die Details in den Gemälden ihres Vaters zu vollenden. Diese Aufgabe zwang die Künstlerin auch dazu den Malstil des Vaters so gut wie nur möglich zu imitieren.

Im Gegensatz zu sehr vielen anderen Frauen ihrer Zeit, die sich der Kunst nur bis Ehe widmeten, arbeitete Anna Maria Ehrenstrahl auch nach 1688, als sie Johan Wattrang heiratete, weiterhin als Künstlerin und begann ab dieser Zeit auch deutlich einen eigenen Stil zu entwickeln, auch wenn ihre Kunst von vielen Kritikern bis heute als amateurhaft bezeichnet wird. Aber unabhängig von der tatsächlichen künstlerischen Leistung Ehrenstrahls, so war die Künstlerin eine Pionierin der künstlerischen Frauenbewegung und öffnete, gemeinsammit ihrer Freundin Sophia Elisabet Brenner vielen Frauen den Weg zu einer selbständigen Tätigkeit.


22. Oktober 1592: Der schwedische Feldherr Gustaf Carlsson Horn
22. Oktober 1652: Johannes Bureus, Runensteine und Grammatik
22. Oktober 1652: Johannes Bureus, der Vater der schwedischen Grammatik
22. Oktober 1848: Der schwedische Historiker Emil Hildebrand
22. Oktober 1894: Gillis Bildt als Ministerpräsident Schwedens
22. Oktober 1896: Die Geschichte der Kekse aus Örebro
22. Oktober 1897: Carl Anders Kullberg, der unsichere Dichter
22. Oktober 1921: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur
22. Oktober 2011: Der Filborna skogspark in Helsingborg 

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Mittwoch, 17. August 2016

Die schwedische Künstlerin Kerstin Cardon

Kerstin Cardon wurde am 17. August 1834 als Tochter eines Lithografen in Stockholm geboren. Die Basis für ihre spätere künstlerische Arbeit legte daher der Vater, der ihr sämtliche Kenntnisse beibrachte, die für eine Aufnahme an der Akademie der Künste nötig war und die Cardon zwischen 1864 und 1871 ein Studium an der Kunsthochschule in Stockholm ermöglichte. Wie die meisten anderen Künstler dieser Epoche unternahm Cardon nach Abschluss des Studiums eine längere Studienreise, die sie nach Paris, London und Wien führte, aber auch nach Holland und nach Italien.

Vor allem in Frankreich beschäftigte sich Kerstin Cardon mit der Porträtmalerei in Öl und Pastell, dem Kunstbereich mit dem sie später auch bekannt wurde, denn ihre Porträts von Oscar II., Prinz Gustaf und vor allem von Sven Hedin, öffneten ihr einen Platz im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum in Malmö, auch wenn man dort ihre Gravuren mehr schätzte als ihre Gemälde, die man nicht immer sehr positiv aufnahm, da die Künstlerin ihre Persönlichkeit und Individualität auch in der Malerei deutlich zeigte, in einem Schweden in dem um jene Zeit die akademische Malerei geschätzt wurde.

Kerstin Cardon war jedoch nicht nur an der eigenen Kreation interessiert, sondern wollte auch anderen ihre Kenntnisse vermitteln. Mit 15 begann sie an einer Haushaltsschule zu unterrichten, anschließend war sie neun Jahre lang Lehrerin am Seminar für Lehrerinnen und zwischen 1875 und 1911 hatte sie eine eigene Schule für zukünftige Künstler, wobei einige unter den rund 1000 Schülern, die sie auf eine künstlerische Karriere vorbereitete, später auch von ihrer Kunst lebten. Cardon war eine sehr vielseitige Künstlerin, die neben Porträts vor allem Stillleben malte, sich jedoch auch als Graveurin einen Namen machte.


17. August 1473: Nya Lödöse, ein Vorläufer der Stadt Göteborg
17. August 1605: Die Schlacht bei Kirkholm und ein Verlust ohne Folgen
17. August 1801: Fredrika Bremer, ein Pionier der schwedischen Frauenbewegung
17. August 1850: Siri von Essen, die stärkste Frau Strindbergs
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Kinderbücher aus Nordschweden
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Literatur gegen Schundliteratur
17. August 1947: Prinz Eugen von Schweden und die Kunst
17. August 1995: Der Mord an John Hron bewegt Schweden

Copyright: Herbert Kårlin