Montag, 25. März 2019

Der Pianist und Komponist Erik Gunnar Malmström

Erik Gunnar Malmberg kam am 25. März 1892 in Uppsala zur Welt. Über seine Jugend und seine Ausbildung ist kaum etwas bekannt, denn 1913 schrieb er sich an der Universität Uppsala an der medizinischen Fakultät ein, verschwand jedoch ein Jahr später wieder aus der Liste der Studenten. Da Malmström auch nicht am königlichen Observatorium in Stockholm als Student zu finden ist, kann er seine musikalischen Kenntnisse nur auf privatem Weg, oder aber im Ausland, erworben haben. Nach einem einzigen Hinweis soll Malmström in den folgenden Jahren als Restaurant-Musiker gearbeitet haben, aber auch dies kann nicht mit Sicherheit bestätigt werden.

Im Jahr 1918 zog Erik Gunnar Malmström nach Stockholm und vier Jahre später begann dann die offizielle musikalische Karriere Malmströms. Ab dieser Zeit arbeitete der Musiker in mehreren großen Kinos Stockholms als Kapellmeister, wobei seine Aufgabe hierbei nicht nur war ein Orchester während der Projektion von Stummfilmen zu führen, sondern Malmström war auch für die Kompositionen verantwortlich, musste also für jeden Film auch eine passende Musik komponieren, die seine Musiker dann einstudieren mussten. Auch wenn die Stummfilmzeit relativ kurz war, so war es Malmström, der hierbei die maßgeblichen Richtlinien in Schweden schuf, insbesondere bei amerikanischen Filmen.

Aus den 20er Jahren sind auch mehrere künstlerische Kompositionen des Musikers Erik Gunnar Malmström bekannt, unter anderem auch Kammermusik und Melodramen. In der gleichen Zeit entstanden Schallplattenaufnahmen mit Volksweisen bei denen Malmström auch als Dirigent des Nationalorchesters wirkte. In den 30er Jahren blieb Malmström überwiegend bei der Filmmusik, die sich jedoch radikal geändert hatte, da der Tonfilm völlig andere Ansprüche stellte als der vorhergehende Stummfilm. So wenig man über die ersten 30 Jahre des Musikers weiß, so wenig ist auch von den letzten Jahren des Musikers Erik Gunnar Malmström bekannt, der am 4. Februar 1961 in Stockholm starb, denn ab Ende der 30er Jahre verlieren sich die Spuren des Künstlers weitgehend.


25. März: Der Waffeltag in Schweden
25. März 1751: Fredrik I., König Schwedens dank seiner Ehefrau
25. März 1784: Der schwedische Jurist Johan Gabriel Richert
25. März 1826: Die schwedische Künstlerin Wilhelmina Lagerholm
25. März 1902: Sten Broman, ein schwedisches Original
25. März 1954: Massiver Widerstand gegen das Fernsehen in Schweden
25. März 1975: Die schwedische Sängerin Sofia Karlsson
25. März 2008: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg
25. März 2012: Der schwedische Spion Bertil Ströberg 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 24. März 2019

Die Tänzerin und Choreographin Birgit Åkesson

Birgit Åkesson kam am 24. März 1908 als Tochter eines Baumeisters in Malmö zur Welt und besuchte von 1929 bis 1931 die Schule der Tanzlehrerin Mary Wigman in Dresden, die damals den Ruf hatte mit dem klassischen Tanz zu brechen und ihre Schüler zu einem expressionistischen Tanz zu führen. Auch wenn sich Åkesson als begabte Schülerin zeigte, so fühlte sich die Tänzerin mit der Art des Tanzes, der Wigman einen weltweiten Ruf brachte, nicht zufrieden und sie suchte eine andere Möglichkeit des tänzerischen Ausdrucks.

Birgit  Åkesson entschloss sich nach Paris zu gehen und ihren Tanzstil zu finden indem sie vor allem auf ihren Körper hörte und die Kunst diesem Bedürfnis anpasste. Im Jahr 1934 präsentierte Åkesson dann ihre erste Choreographie im Théâtre du Vieux-Colombier i Paris. Die Vorstellung wurde von den Kritikern kaum beachtet, und es sollte noch bis 1951 dauern bis Åkesson bei einem Tanzfestival ihren Durchbruch als Tänzerin und Choreographin hatte. 1951 führte die Tänzerin zwei Solos auf, eines davon bei absoluter Stille. Åkesson hatte damit einen der ersten europäischen Avant Garde Tanz aufgeführt, was nahezu die gesamte Presse bejubelte. Der Tänzerin war es damit gelungen die führende Figur dieser neuen künstlerischen Tanzrichtung zu werden.

In den folgenden Jahren arbeitete Birgit Åkesson, die am 24. März 2001 in Stockholm starb, mehrere Choreographien, die an der Oper Stockholms aufgeführt wurden, teils eigene Werke, teils Werke, die in Opern integriert wurden. Åkesson gelang es in diesen Jahren die Formsprache und den freien Tanz auf der schwedischen Bühne einzuführen. Im Jahr 1967 verließt die Tänzerin plötzlich die Oper um nach den Wurzeln des Tanzes zu suchen, eine Reise, die Åkesson nach Afrika führte und die Künstlerin zur Überzeugung brachte, dass man in Europa den Kontakt zum ursprünglichen und natürlichen Tanz verloren hatte. Die Tänzerin Birgit Åkesson wurde auf diese Weise zur wissenschaftlichen Forscherin, die 1999 mit der Ehrendoktorwürde der Universität Stockholm ausgezeichnet wurde.


24. März 1381: Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins
24. März 1801: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
24. März 1817: Fritz von Dardels schwedische Kulturgeschichte
24. März 1836: Die Opernsängerin Eufrosyne Abrahamson
24. März 1892: Die dänisch-schwedische Künstlerin Esther Gehlin
24. März 1938: Die schwedische Künstlerin Ulrica Vallien
24. März 1948: Sigrid Hjertén, Malen bis zur Psychose
24. März 1975: Streik der Waldarbeiter in Schweden
24. März 1979: Die regionale schwedische Skånepartiet (Schonenpartei)
24. März 2005: Mare Kandre und der moderne Frauenroman Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 23. März 2019

Der schwedische Architekt Sven Ivar Lind

Sven Ivar Lind wurde am 23. März 1902 als Sohn eines Betriebsleiter in Tidaholm zur Welt und begann nach seiner Hochschulreife im Jahr 1920 beim Architekturbüro Ernst Torulf zu arbeiten. Nur ein Jahr später begann Lind an der Technischen Hochschule in Stockholm Architektur zu studieren, ein Studium, das er 1926 abschloss. Noch im gleichen Jahr wurde Lind bei Gunnar Asplund angestellt, mit dem er auch später immer wieder zusammenarbeitete und dessen begonnene Werke er nach dem Tod Asplunds im Jahr 1940 beendete. Ab 1931 unterhielt Lind allerdings sein eigenes Architekturbüro in Stockholm.

Da Sven Ivar Lind zu den wenigen Architekten Schwedens gehörte, die auch Französisch sprachen und sehr gut mit der französischen Kultur vertraut waren, erhielt er bereits 1928 zwei größere Aufträge in Paris und in Amsterdam, auch wenn seine Pläne beim Bau des Bankhauses am Place Vendôme nicht in vollem Umfang berücksichtigt wurden, sondern die Fassade von einem französischen Architekten neu gezeichnet wurde. Dies hielt Lind jedoch nicht davon ab noch 1930 ein Architekturbüro in Paris zu gründen, was ihm letztendlich auch den Auftrag brachte den schwedischen Pavillon für die Weltausstellung in Paris im Jahr 1937 zu zeichnen, der ihn international als Architekten bekannt machte.

Vom Ruf des Architekten Sven Ivar Lind, der am 3. April 1980 in Danderyd starb, zeugt auch seine Ernennung zum Schlossarchitekten, so dass er ab 1959 für das Schloss in Stockholm und an 1962 auch für das  Schloss Drottningholm verantwortlich wurde. Der Besucher Stockholms kann im Stockholmer Schloss die Veränderungen Linds im Burggarten sehen, und natürlich auch in den Kellergewölben, also der Schatzkammer und der Livrustkammaren, die deutlich seine klaren Linien zeigen und gerade dadurch Details und Ornamente besonders hervorheben. Dem Schloss Drottningholm gab Lind seinen wohnlichen Charakter, was man leider nur im Inneren des Schlosses feststellen kann.


23. März 1703: Cajsa Warg, die bekannteste Köchin Schwedens
23. März 1759: Anders Ljungstedt, ein Leben in der Fremde
23. März 1792: Carl Georg Brunius, ein Priester als Architekt und Kunstkenner
23. März 1810: Der schwedische Künstler Carl Gustaf Qvarnström
23. März 1845: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter
23: März 1854: Örebro wird bei einem Brand nahezu vollständig zerstört
23. März 1862: Tor Hedberg und der psychologische Roman
23. März 1904: Der pazifistische Baptist Helge Åkeson
23. März 1929: Die finnlandschwedische Künstlerin Eva Acke
23. März 1962: Der Tag des Nordens und der Vertrag von Helsinki von 1962
23. März 1980: Abwicklung der Kernenergie in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 22. März 2019

Der schwedische Schriftsteller Gustaf Regnér

Gustaf Regnér kam am 11. Oktober 1748 als Sohn eines Priesters in Fivelstad im Östergötland zur Welt und begann 1767 ein Studium an der Universität Uppsala, wo er sich auch dem Studentenverein Apollini Sacra anschloss. Bereits 1772 wurde er auch Mitglied im Stockholmer Utile Dulci, wo er für eines seiner Skaldestücke einen Preis erhalten hatte. Nach Ende seines Studiums wurde Regnér als Kanzleiangestellter im Kanzleikollegium beschäftigt und zog in diesem Zusammenhang nach Stockholm, wobei er seiner schriftstellerischen Neigung nur in seiner Freizeit nachging.

Auch wenn sich Gustaf Regnér als Skalde und Schriftsteller sah, und ab 1784 auch Redakteur der Stockholms post tidning und der Inrikes tidningar war, so waren seine Leistungen in diesem Bereich, von heutiger Warte aus gesehen, wenig überzeugend, denn seine  Werke zwischen 1776 und 1788 zeigen keine Persönlichkeit des Autors, sondern sind lediglich den Zeitströmungen angepasst, auf eine Weise, dass er damit zwar literarische Preise der Vitterhetsakademien und der Svenska Akademien erhielt, jedoch von den Literaten der Zeit kaum wahrgenommen wurden.

Die tatsächliche Leistung des Schriftstellers Gustaf Regnér ist indes auf einem anderen Gebiet zu finden, nämliche seinen Kritiken und den Beiträgen zur literarischen Entwicklung des damaligen Schweden. Regnér widersetzte sich dabei dem damaligen Einfluss der französischen Literatur und des Theaters und kämpfte für eine modernere Literatur, die, seiner Meinung nach, vor allem aus Deutschland kam, aber auch im nordischen Raum keimte. Einerseits unterstützte Regnér Thomas Thorild, der sich vom gereimten Vers abwandte, andererseits wollte Gustaf Regnér, der am 22. März 1819 in Stockholm starb, die ältere schwedische Poesie wieder zum Leben erwecken, ein gewisser Widerspruch, was vermutlich mit dem Romantizismus verbunden ist, der um diese Zeit in der deutschen Literatur zu finden war, die Regnér als Leitbild zukünftiger schwedischer Literatur sah.


22. März 1544: Johannes Magnus und die Geschichte der schwedischen Könige
22. März 1544: Johannes Magnus zwischen Katholizismus und Protestantismus
22. März 1777: Der Hofkanzler und Staatsrat Gustaf Lagerbielke
22. März 1792: Johan Bielke und der Mord an Gustav III.
22. März 1819: Der Schriftsteller und Literaturkritiker Gustaf Regnér
22. März 1846: Der schwedische Künstler Axel Kulle
22. März 1851: Göran Wahlenberg und die Ökologie der Pflanzen
22. März 1918: Der Designer Olle Eksell
22. März 1978: Christer Gustav Svensson, genannt Stoffe, und das Heroin
22. März 1996: Jenny Lind erscheint auf einem schwedischen Geldschein

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. März 2019

Die Künstlerin Gerda Sprinchorn

Gerda Sprinchorn wurde am 19. April 1871 als Tochter eines Verwaltungsangestellten in Listelberga im Västmanland zur Welt, besuchte zwischen 1885 und 1890 die technische Abendschule um anschließend drei Jahre lang an der Technischen Schule in Stockholm Kunsthandwerk zu studieren. Im Anschluss daran besuchte Sprinchorn noch die Kunsthochschule um bei John Börjeson Skulptur und bei Axel Tallberg die Gravur zu studieren. Nach Beendigung des Kunststudiums ging Sprinchorn 1902 für ein Jahr nach Paris, bevorzugte jedoch anschließend eine ausgedehnte Studienreise durch Dalarna, Italien und Finnland.

Gerda Sprinchorn gehört zu jener Gruppe an Künstlern, die sich wenig für monumentale Kunstwerke interessierten, sondern insbesondere Statuetten schuf bei denen ihre künstlerische Stärke besonders hervortrat, nämlich die Arbeit an Details, die hervorragende Anatomie und der Realismus im Ausdruck der Figuren, unabhängig davon, ob es sich dabei um Arbeiten in Bronze oder Keramik handelte. Sehr viele dieser kleineren Kunstwerke arbeitete Sprinchorn auch in künstlerischen Alltagsprodukten, zum Beispiel in Lampen, ein. Für Sprinchorn war der Übergang von Kunst, zu Kunsthandwerk und zum Gebrauchsartikel nahezu schwimmend. Zumindest bei den Werken, die Sprinchorn zu Beginn des 20. Jahrhunderts schuf, zeigen sich auch sehr deutlich die Einflüsse der Nationalromantik dieser Epoche.

Unter den größeren Arbeiten Gerda Sprinchorns, die am 21. März 1951 in Stockholm starb, findet man einige Büsten von Künstlerkollegen, zum Beispiel jene von Hildegard Thorell. Das einzige öffentliche Werk der Künstlerin hat eine eine besondere Geschichte, denn bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Sprinchorn mit einer Büste des Botanikers Carl von Linné begonnen, aber es sollte 40 Jahre dauern bis die Büste dann tatsächlich fertiggestellt war. Das Werk der Künstlerin wurde dann, unter sehr vielen anderen, ausgewählt um 1948 an der Geburtsstädte des Künstlers aufgestellt zu werden. Werke der Künstlerin kann man heute auch im Nationalmuseum finden, auch wenn die Mehrheit der Kunstwerke in Privatbesitz sind.


21. März 1809: Die Konvention auf Åland
21. März 1833: Der schwedische Entomologe Carl Stål
21. März 1881: Anders Fryxell und der erste Geschichtsroman Schwedens
21. März 1894: Die Textilkünstlerin Hannah Ryggen
21. März 1917: Der schwedische Maler Arne Isacsson
21. März 1937: Der Järvsöbacken und das Skigebiet im Härjedalen
21. März 1940: Die Schriftstellerin und Designerin Helena Henschen
21. März 1966: Der schwedische Racerfahrer Kenny Bräck
21. März 1996: Göran Persson an der Spitze der Macht

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 20. März 2019

Prinzessin Louise von Schweden

Louise von Schweden kam am 31. Oktober 1851 als Tochter des Königs Karl XV. und Königin Lovisa in Stockholm zur Welt und war daher Prinzessin von Schweden und Norwegen, da zu jener Zeit beide Länder vom schwedischen König regiert wurden. Im Alter von elf Jahren erhielt Louise von Schweden dann, gemeinsam mit der Mutter, von Nancy Edberg Schwimmunterricht, was der Beginn dafür war, dass in Schweden auch Frauen Schwimmen lernten, was vorher nahezu ausschließlich Männern vorbehalten war.

Das Schicksal von Prinzessin Louise von Schweden wurde stark vom wachsenden Skandinavismus Norwegens, Dänemarks und Schwedens geprägt, trotz der politischen Differenzen dieser Länder. Ab 1864 diskutierten daher der dänische und der schwedische König über eine Möglichkeit einer Ehe zwischen dem dänischen Kronprinzen und Prinzessin Louise von Schweden, da die Alternative eine deutsche Prinzessin gewesen wäre, die weder der dänische König, noch das dänische Volk, als wünschenswert sahen. Ab 1868 lernte Louise dann, bereits verlobt mit dem Kronprinzen, Dänisch, sowie die dänische Literatur, Geschichte und Kultur. Am 28. Juli 1869 fand schließlich im Stockholmer Schloss die Ehe zwischen dem dänischen Kronprinz Fredrik und Prinzessin Louise von Schweden statt.

Auch wenn das dänische Volk von Louise von Schweden begeistert war, so hatte es die nun dänische Kronprinzessin schwer innerhalb des Königshauses, da dort alle, außer ihrem Ehemann, gegen sie arbeiteten und die regierende Königin versuchte die gesamte Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken. Louise von Schweden akzeptierte die Situation und engagierte sich vor allem in Wohltätigkeitsprojekten und der Kunst. Erst 1906 wurde die Kronprinzessin dann Königin von Dänemark, ohne sich nun jedoch noch in die Politik des Landes zu mischen, auch wenn sie damit sehr vertraut war. Allerdings sollte sie nur sechs Jahre lang im Amt bleiben, da ihr Mann, Fredrik VIII. Bereits 1869 starb. Als letzte Witwenkönig Dänemarks starb Louise von Schweden am 20. März 1926 in Kopenhagen.


20. März 1408: Der Erzbischof Henrik Karlsson
20. März 1413: Landskrona, die Hauptstadt Skånes
20. März 1413: Landskrona wird Stadt und zum Handelszentrum
20. März 1600: Das Blutbad von Linköping
20. März 1600: Hofmarschall Gustav Axelsson Banér wird hingerichtet
20. März 1786: Die Svenska Akademien, die Schwedische Akademie
20. März 1790: Der Justizienstaatsminister Lars Herman Gyllenhaal
20. März 1799: Karl August Nicander, Aufstieg und Fall eines Poeten
20. März 1804: Der schwedische Astronom Nils Haqvin Selander
20. März 1902: Brita af Geijerstam, von Nalle Puh zu Liebesgedichten
20. März 1957: Der schwedische Gitarrist und Sänger Joakim Thåström
20. März 1989: Der Mord an Helén Nilsson in Hörby

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 19. März 2019

Der schwedische Künstler Louis Masreliez

Louis Masreliez kam Anfang 1748 als Sohn des Bildhauers Jean Baptiste Masreliez in Paris zur Welt und kam im Alter von fünf Jahren mit seinem Vater nach Schweden, der damit beauftragt war das Stockholmer Schloss zu dekorieren. Im Alter von zehn Jahren schrieb sich der Junge bereits an der Zeichenschule des Schlosses ein. Da er sich jedoch mehr von der Malerei angezogen fühlte und dies Abteilung in der künftigen Kunstakademie noch nicht existierte, lernte er im Atelier von Lorens Gottman gleichzeitig die Malerei, und bei seinem Vater die Skulptur.

1769 erhielt Louis Masreliez dann ein staatliches Stipendium, das er für einen langen Studienaufenthalt in Frankreich und in Italien nutzte. Erst 1782 kehrte Masreliez dann zurück nach Schweden um dort unmittelbar Professor für Historienmalerei an der Kunstakademie zu werden, was erneut zu einem Umbruch in der schwedischen Kunstrichtung führte, da Masreliez zwar nach zu den späten Vertretern des gustavianischen Stils gehörte, jedoch aus Italien neue Ideen mitbrachte und damit die Groteske nach Schweden brachte, verbunden mit den ersten neoklassischen Elementen.

Auch wenn Louis Masreliez sich gerne als Historienmaler bezeichnete, so verwirklichte er sehr wenige Gemälde, sondern wurde gewissermaßen der Nachfolger von Johan Eric Rehn und zeigte seine Größe als Innenarchitekt. Für den türkischen Pavillon des Schlosses Haga komponierte Masreliez jedes Detail, angefangen von den Gardinen und der Wandbekleidung bis zu den Möbeln. Der Künstler arbeitete anschließend überwiegend an der Dekoration des Stockholmer Schlosses, was zwar vom Königshaus geschätzt wurde, jedoch Masreliez anschließend nahezu vergessen ließ, da er bei seinen Arbeiten freie Hand hatte und dadurch die unterschiedlichsten Stilrichtungen vermischte. Erst als der Neoklassizismus ab 1920 in Schweden Einzug nahm, wurde die tatsächliche Leistung von Louis Masreliez, der am 19. März 1810 in Stockholm starb, wieder erkannt, also über 100 Jahre nach seinem Tod.


19. März 1488: Johannes Magnus zwischen Katholizismus und Protestantismus
19. März 1692: Der Bergwerksarzt Johan Moraeus
19. März 1793: Johan Eric Rehn, Architekt und Künstler des Hofes
19. März 1810: Louis Masreliez, schwedischer Künstler und Innenarchitekt
19. März 1863: Alfred Hellerström, der Baumeister Helsingborgs
19. März 1883: Der Katarinahissen in Stockholm
19. März 1896: Der streitbare Philosoph Fredrik Georg Afzelius
19. März 1910: Der schwedische Sozialmediziner und Sexologe Gunnar Inghe
19. März 1911: Allan Hernelius macht die SvD zum politischen Organ
19. März 1914: Der Verein der freidenkenden Frauen Schwedens
19. März 1922: Der erste Vasalauf zwischen Sälen und Mora wird organisiert
19. März 1936: Die Schriftstellerin und Künstlerin Ottilia Adelborg 

Copyright: Herbert Kårlin