Sonntag, 17. Februar 2019

Der Erzbischof Nils Ragvaldsson

Als Nils Ragvaldsson am 17. Februar 1448 im Alter von vermutlich 64 oder 65 Jahren auf seiner Burg Almarestäket am Mälaren starb, hatte er nicht nur den Rang des Erzbischofs erreicht, sondern auch die Königsmacht in Schweden gestärkt und alle geltenden Statuten der Bistums Uppsala in einem Kompendium gesammelt. Ragnarsson gehörte auch mit zu den bedeutendsten Vertretern des sogenannten Götizismus, einer Gruppe an Personen, die in Schweden und den mythologischen Helden den Ursprung der Menschheit suchten und die schwedische Rasse über jene anderer Völker stellten.

Nils Ragvaldsson war zwischen 1382 und 1385 als Sohn eines Waffenträgers im Södermanland zur Welt gekommen und hatte daher vermutlich nur eine minimale Bildung. Dennoch wurde er 1409 als Kanoniker des Stiftes Strängnäs genannt, wurde dort 1420 zum Dekan ernannt, war 1426 Bischof des Stiftes Växjö und wurde 1438 von Erich von Pommern durch Postulation zum Erzbischof des Stiftes Uppsala. Die Postulation deutet darauf hin, dass Ragvaldsson nicht die nötigen Voraussetzungen für das Amt hatte, jedoch aus heute unbekannten Gründen dennoch für das Amt vorgesehen wurde.

Nils Ragvaldsson nahm während der folgenden Jahre eine besondere politische Situation ein, denn er wurde der Vermittler zwischen dem Reichsvorstand Karl Knutsson und dessen Gegenspieler, also dem Hochadel und er schlug, nach dem Tode des Königs Erich von Pommern Christoph III. (Christoph von Bayern) zum König vor. Ragvaldsson gilt als einer der treuesten Diener dieses Königs und verteidigte auch jede seiner Entscheidungen von kirchlicher Seite her. Den Fanatismus und die geringe Bildung bewies Ragvaldsson vor allem bei einer Rede während des Konzils in Basel, als er, in relativ konfuser Weise, beklagte dass der schwedische König zu wenig Beachtung fänden, obwohl nur Erich von Pommern bis zur den Goten zurückverfolgt werden könne und daher einer besonderen Achtung würdig sei, was jemand mit Universitätsbildung nie gesagt hätte.


17. Februar 1347: Die Geschichte der Kupfergruben in Falun
17. Februar 1410: Der Ritter, Jurist und Reichsrat Karl Ulfsson till Tofta
17. Februar 1753: Schweden greift zum Gregorianischen Kalender
17. Februar 1859: Johan Lindström Saxon, der Heimatautor Närkes
17. Februar 1893: Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens
17. Februar 1931: Hitler und Goebbels erhalten in Stockholm Redeverbot
17. Februar 1938: Der Troubadour Bengt Sändh
17. Februar 1973: Die schwedische Sängerin Shirley Clamp
17. Februar 1992: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 16. Februar 2019

Die Schriftstellerin Eva von Zweigbergk

Eva von Zweigbergk kam am 16. Februar 1906 als Tochter eines Chefredakteurs und einer Journalistin als Eva Alkman in Göteborg zur Welt und begann nach einer kürzeren Ausbildung an der Kunsthochschule Valand und einem Studium in Kunstgeschichte und Englisch an der Universität Uppsala 1929 bei den Dagens Nyheter zu arbeiten, der Zeitung, der sie bis 1969 treu bleiben sollte. Von Zweigbergk arbeitete die ersten Jahre insbesondere als Kritikerin von Kinder- und Jugendbüchern, schrieb über Kunstgeschichte und arbeitete zudem als Übersetzerin, bevor sie in den 40er Jahren selbst die ersten Kinderbücher veröffentlichte.

Die ersten Jahre ihres Berufslebens waren für Eva von Zweigbergk auch von privaten Problemen begleitet, da sie sich in der Ehe mit Einar Malm nicht zufrieden fühlte und ihr Liebhaber Vilhelm Moberg lediglich eine stabile Affäre suchte, sich jedoch nicht von seiner Frau scheiden lassen wollte. Von Zweigbergk ließ sich nach der einjährigen Affäre jedoch scheiden und fand mit der nächsten Ehe mit einem Rechtsanwalt die Stabilität um sich auch für die Rechte der Frau im Journalismus einzusetzen, wobei die Journalistin 1937 auch Chefredakteur für die neu eingeführter Frauenseiten der Dagens Nyheter wurde.

Ab den 40er Jahren begann Eva von Zweigbergk auch mehr und mehr als Kulturjournalistin zu arbeiten und begann eigene Kinderbücher zu schreiben, angefangen von Bilderbüchern, die bekannte Illustratoren bebilderten, bis zu Anthologien und Jugendromanen. Die bedeutendste Leistung der Schriftstellerin wurde 1965 dann die erste Geschichte des Kinderbuches in Schweden, das die Zeitspanne von 1750 bis 1950 umfasste. Die Kinder- und Jugendbücher der Autorin zeigen auch deutlich den Übergang von den traditionellen Werken, die immer eine Art gesellschaftliche Lehre beinhalteten zur moderneren Literatur, da die Werke  von Zweigbergks in der Stadt, im Arbeitsleben und anderen Umgebungen spielen, die in der älteren Kinderliteratur Schwedens nicht beachtet wurden.  Eva von Zweigbergk starb am 15. Februar 1984 in Stockholm.


16. Februar 1758: Der Kriegsheld Georg Carl von Döbeln
16. Februar 1862: Die politisch satirische Zeitung Söndags-Nisse
16. Februar 1869: Oscar Patric Sturzen-Becker, ein literarischer Revolutionär 
16. Februar 1880: Hjalmar Lundgren, Literatur und Lakalpatriotismus aus Norrköping 
16. Februar 1895: Fredrik August Dahlgren, der Forscher der schwedischen Sprache
16. Februar 1944: Der Philosoph und Schriftsteller Hans Larsson
16. Februar 1945: Rudolf Värnlund, der unverstandene Arbeiterliterat 
16. Februar 1957: Ingmar Bergmans Film „Das siebente Siegel“
16. Februar 1962: Das Kriegsschiff Vasa wird in Stockholm geborgen
16. Februar 1967: Die schwedische Schriftstellerin Katarina von Bredow
16. Februar 1969: Harry Hjörne rettet die GP (Göteborgs-Posten)
16. Februar 1981: Die schwedische Leichtathletin Sanna Kallur
16. Februar 1987: Carl von Linné ersetzt König Gustav II. Adolf 
16. Februar 1999: Björn Afzelius und politische Kritik

Copyright: Herbert Kårlin

Wörterbuch Deutsch-Schwedisch

Freitag, 15. Februar 2019

Der Reichsrat Claes Fleming af Liebelitz

Claes Fleming, bisweilen Klas Fleming geschrieben, kam am 15. Februar 1649 als Sohn eines Admirals und Oberstadthalters in Stockholm zur Welt und erhielt eine nahezu militärische Bildung bei der er jedoch auch ein breites Allgemeinwissen erwarb. 1662 begann Claes Fleming ein Studium an der Universität Uppsala, das er jedoch 1669 in Åbo, dem finnischen Turku, beendete, da der Vater dorthin als Gouverneur versetzt worden war. Wie zu jener Zeit üblich begab sich Fleming anschließend auf eine längere Auslandsreise, die er mit einem kürzeren Studium in Groningen und einem militärischen Einsatz in Frankreich unterbrach. Nach seiner Rückkehr nach Schweden im Jahr 1674 wurde der 25-jährige Fleming in der königlichen Kanzlei beschäftigt.

Claes Fleming wurde insbesondere in der Finanzverwaltung tätig und gewann dabei die Gunst des Königs Karl XI., der ihn 1680 zum Landmarschall ernannte und ihm rinrn bedeutenden Einfluss bei der Regierungsreformen gab. Bei den angestrebten Reformen zeigte sich Fleming sehr diplomatisch und konnte die Entscheidungen so beeinflussen, dass der König für keinerlei Fehler verantwortlich gemacht werden konnte. Diese diplomatische Fähigkeit zeigte sich für Fleming sehr vorteilhaft, denn dadurch gab ihm der König eine steigende Machtstellung und ernannte ihn sogar zum Kanzler der Universität Lund.

Claes Fleming erhielt unter Karl XI. die Oberaufsicht über das gesamte Finanzwesen Schwedens, wobei er ab 1684 auch der Präsident des Bergkollegiums und des Staatsbüros war. Als deutlicher Unterstützer des Königs wurde Fleming jedoch auch zu einem der gehasstesten Männer Schwedens, was heute schwer zu verstehen ist, da Fleming für seine Leistungen kaum entlohnt wurde und er bis zu seinem frühen Tod am 31. Juli 1685, als er auf dem Weg nach Aachen war, sehr arm war. Dank seiner Dienste versorgte der König anschließend seine Ehefrau und seine Kinder, die ohne diese Unterstützung, auf der Straße gelandet wären.


15. Februar 1362: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten
15. Februar 1700: Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens
15. Februar 1714: Der Admiralgeneral Hans Wachtmeister af Johannishus
15. Februar 1794: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker
15. Februar 1819: Jacob Axelsson Lindblom, ein besonderer Bischof Schwedens
15. Februar 1820: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
15. Februar 1893: Hans von Euler-Chelpin erhält den Nobelpreis in Chemie
15. Februar 1897: Der schwedische Künstler Alfred Nyström
15. Februar 2004: Hasse Ekman, Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 14. Februar 2019

Sigurd Curman, Architekt und Restaurator

Als Sigurd Curman am 14. Februar 1966 in Solna starb, ging er als der bedeutendste Restaurator schwedischer Kirchen in die Geschichte der Architektur ein, auch wenn er selbst nie als Architekt und Baumeister tätig war, und auch nie sein begonnenes Architekturstudium zu Ende geführt hatte. Curman war jedoch Professor für Architekturgeschichte und er war für das schwedische Reichsantiquariat tätig. Auf Grund seiner Kenntnisse gelang es Curman im Laufe der Jahre zahlreiche historische Bauten im ursprünglichen Stil zu erhalten und sämtliche Arbeiten in diesem Bereich sinnvoll zu steuern.

Sugurd Curman kam am 29. April 1879 in der gehobenen Bürgerschicht in Stockholm zur Welt und wurde schon in seiner Kindheit insbesondere zur Kunst und Architektur geführt, die ihn nach einer Familienreise nach Italien nie mehr los ließ. Nach seiner Hochschulreife im Jahr 1897 begann Curman, da er sich nicht auf eine Studienrichtung festlegen konnte, eine Mischung aus Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft, stellte nach Abschluss des Studiums jedoch fest, dass er, um als Kunsthistoriker zu arbeiten, praktische Erfahrung benötigte. In der Folge arbeitete Curman daher zeitweise bei einem Architekten, studierte jedoch auch am Konstfack und der Kunstakademie Architektur, ohne das Studium jedoch zu beenden, da er sich vor allem für die Geschichte der Architektur interessierte, die in den höheren Semestern kaum eine Rolle spielte.

Der Durchbruch kam für Sigurd Curman nach seiner Rückkehr von einer mehrjährigen Studienreise bei der er sich intensiv dafür interessierte wie man in anderen Ländern historische Gebäude restaurierte. Curman wurde nämlich gefragt ob er sich Gedanken über eine Restauration des Klosters Vreta machen könne. Curman sah sich Vreta an um kam mit der Nachricht zurück, dass sämtliche Vorschläge stümperhaft waren, da man nie eine historische und technische Untersuchung des Klosters gemacht hatte, sondern nur auf ein moderneres Aussehen bedacht war. Curman erhielt daraufhin nicht nur den Auftrag sich um die kunsthistorische Restauration Vretas zu kümmern, sondern er wurde auch im Amt für Restaurationsfragen eingestellt. Zwischen 1909 und 1925 war Curmann dann für die Restauration von 17 mittelalterlichen Kirchen verantwortlich, die dadurch weitgehend ihr ursprüngliches Aussehen behalten konnten.


14. Februar 1805: Carl Eneas Sjöstrand und das finnische Kalevala
14. Februar 1844: Der schwedische Ministerpräsident Robert Themptander
14. Februar 1871: Der schwedische Künstler Carl Brandt 
14. Februar 1900: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg
14. Februar 1925: Die Opernsängerin Signe Hebbe
14. Februar 1944: Schwedens bester Formel 1 Fahrer stirbt nach Unfall
14. Februar 1947: Die schwedische Schriftstellerin Majgull Axelsson
14. Februar 1960: Sven Lidman, ein Nihilist wird zum Autor von Psalmen
14. Februar 1995: Metro, die kostenlose Tageszeitung Schwedens

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Mittwoch, 13. Februar 2019

Die Schauspielerin und Regisseurin Pernilla August

Pernilla August kam am 13. Februar 1958 in Stockholm zur Welt und begann ihre Karriere im Grunde bereits im Alter von acht Jahren als Kinderschauspielerin im Vår Teater. Mit 17 bekam die Schauspielerin dann erstmals eine kleine Rolle im Film Giliap, aber als sie das Gymnasium abgeschlossen hatte, schien die Karriere zu Ende zu sein und August begann mit entwicklungsgestörten Kindern zu arbeiten. Als sie jedoch 1979 an der Theaterhochschule in Stockholm als Studentin akzeptiert wurde, kehrte sie unmittelbar zurück zum Schauspiel. Noch während ihrer Ausbildung kam ein Angebot von Ingmar Bergman für die Rolle des Kindermädchens Maj in Fanny und Alexander.

Diese Rolle machte Pernilla August nahezu über Nacht bekannt und führte nicht nur zu einer längeren Zusammenarbeit mit Bergman, sondern auch zu mehreren Rollen im Dramaten, wo sie, unter anderem, in Nora, Ein Puppenheim und Eine Wintersage spielte und die Hauptrolle in Maria Stuart erhielt. Einer der Höhepunkte in der Karriere von Pernilla August war die Auszeichnung als Beste Schauspielerin im Jahr 1992 in Cannes, für ihre Rolle in Den goda viljan, einer Fernsehserie, bei der ihr damaligen Mann, Bille August, die Regie führte. Seit 1985 gehört August auch zum festen Ensemble des Dramaten in Stockholm.

Im Jahr 2005 stellte Pernilla August auch ihren ersten Kurzfilm Blindgångare  vor, dem fünf Jahre später der Spielfilm Svinalängorna folgte, ein Film in dem Noomi Rapace die Hauptrolle hatte. Dieser dramatische Film, der in den 70er Jahren spielt, brachte der Regisseurin August einen Preis während der Filmfestspiele in Venedig und 2011 den schwedischen Filmpreis Guldbagge als beste Regisseurin des Jahres. Seit dieser Zeit arbeitet Pernilla August sowohl als Schauspielerin, als auch als Regisseurin und schreibt zudem einen Teil ihrer Drehbücher selbst. Ihre Tochter Alba August nimmt den Weg der Mutter und spielte 2018 die junge Astrid Lindgren im Film Astrid.


13. Februar 1660: Karl X. Gustav stirbt an einer Blutvergiftung
13. Februar 1822: Die schwedische Uhrmacherin Betty Linderoth
13. Februar 1834: Der schwedische Künstler Alfred Wahlberg
13. Februar 1843: Der schwedische Künstler Georg von Rosen
13. Februar 1947: Der schwedische Künstler Pelle Swedlund 
13. Februar 1950: Die schwedische Schauspielerin Eva Britt Remaeus
13. Februar 1995: Metro, die kostenlose Tageszeitung Schwedens
13. Februar 2003: Tore Fredrik Wretman und die schwedische Kochkunst

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Dienstag, 12. Februar 2019

Kjerstin Göransson-Ljungman, Architektin und Schriftstellerin

Kjerstin Göransson-Ljungman kam am 12. Februar 1901 als Tochter eines Leutnants in Stockholm zur Welt und studierte ab 1922 an der Althins Malerschule, parallel zu einem Studium an der Universität Uppsala. Nur zwei Jahre später wechselte  Göransson-Ljungman zur Universität Stockholm um dort Architektur zu studieren. Als sie 1928 ihr Studium beendete, gründete sie unmittelbar ein eigenes Architekturbüro in Stockholm, gemeinsam mit Ingeborg Wærn Bugge, der ersten Frau Schwedens, die ein Architekturexamen abgelegt hatte. Noch während ihres Studiums hatte  Göransson-Ljungman auch die Vereinigung weiblicher Technologen gegründet, dessen Vorsitzende sie bis 1929 war.

Kjerstin Göransson-Ljungman und  Ingeborg Wærn Bugge behielten ihr Architekturbüro bis 1936, wobei Göransson-Ljungman in diesen Jahren auch mehrere technische Bücher zur Architektur schrieb und sich insbesondere als Kämpferin für das Frauenrecht auszeichnete, was den Auftragseingang im Architekturbüro allerdings etwas bremste. Auch ihre zwei relativ kurzen Ehen waren in jener Zeit nicht unbedingt als Werbung zu sehen, was Göransson-Ljungman wenig an ihrer Entwicklung hinderte, denn sie machte sich immer mehr ans Malen und öffnete ihr Gut in Sigtuna für kulturelle Diskussionen und war zeitweise die Sekretärin im Verein schwedischer Künstlerinnen.

Wirklich bekannt geworden ist Kjerstin Göransson-Ljungman indes weder mit ihren Bauten, noch als Künstlerin oder Frauenrechtlerin, sondern als Erneuerin des schwedischen Kriminalromans. Als 1939 ihr erster Krimi 27 sekundmeter, snö erschien, hatte sie den ersten schwedischen Puzzle-Krimi geschaffen, der zwei Jahrzehnte mit immer neuen Auflagen verkauft wurde, 1993 als einer der besten Kriminalromane der letzten 100 Jahre ausgezeichnet wurde und 2006 die Vorlage für einen Fernsehfilm wurde. Auch wenn die Folgeromane der Schriftstellerin sich ebenso stark von den allgemeinen Kriminalromanen abheben wie ihr erstes Werk, wurde kein anderes Buch so berühmt wie ihr erster Kriminalroman. Kjerstin Göransson-Ljungman starb am 20. April 1971 in Sigtuna.


12. Februar 1579: Der Psalmenverfasser Laurentius Petri Gothus
12. Februar 1771: Adolf Fredrik stirbt an einer Lebensmittelvergiftung
12. Februar 1849: Der schwedische Schriftsteller Carl von Zeipel
12. Februar 1885: Der Designer und Künstler Ivar Johnsson
12. Februar 1940: Der schwedische Dokumentarfilmer Ebbe Gilbe 
12. Februar 1959: Die schwedische Sängerin Susanne Alfvengren
12. Februar 1972: Die schwedische Sängerin Sophie Zelmani

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Montag, 11. Februar 2019

Die Skultuna Messingfabrik

Die Skultuna Messingfabrik (Skultuna Messingbruk AB) wurde bereits am 11. Februar 1607 von Karl IX. gegründet und ist eine der wenigen schwedischen Unternehmen, die bis heute überlebten. Der Hoflieferant, der gegenwärtig rund 400 Schmuck- und Haushaltsartikel anbietet, gehört damit mit zu den ältesten Messingfabriken weltweit. Zur Gründungszeit hatte das Werk allerdings ein anderes Ziel, denn um diese Zeit hatte Schweden gegenüber der Hanse enorme Schulden, die durch eine eigene Messingherstellung abgebaut werden sollten, eine der teuersten Importwaren jener Zeit.

Der Grund, warum man das Messingwerk in Skultuna anlegte, ist an seiner geografischen Lage zu suchen, denn der Ort lag am Fluss Svartå, der die nötige Wasserkraft bot, die Grube in Falun, die das Rohmaterial Kupfer lieferte, war in nächster Nähe und die Wälder in der Umgebung boten genügend Holz für die notwendige Holzkohle. Die Skultuna Messingfabrik war von Beginn an über eine größere Fläche verteilt, da man jede Werkstatt mit einer bestimmten Aufgabe betraute und Skultuna von Anfang an eine große Palette an Produkten bieten wollte. Aus dem Jahr 1619 ist heute jedoch nur noch ein Leuchter erhalten, den man in der Vårfrukyrkan in Enköping finden kann, da es sich bei den meisten Gegenständen um Gebrauchsgegenstände handelte.

Trotz eines Brandes, mehrmaliger finanzieller Probleme und anderem mehr, gelang es der  Messingfabrik Skultuna alle Probleme zu überwinden, neue Techniken anzuwenden und sich immer wieder dem wechselnden Bedarf der Kunden anzupassen. Die bedeutendste Neuerung war indes nicht technischer Natur, sondern die Tatsache, dass das Werk ab 1896 Designer beschäftigte um auf diese Weise an den Weltausstellungen 1897 in Stockholm und 1900 in Paris teilzunehmen und einige der bedeutendsten Preise für ihr Kunsthandwerk zu gewinnen. Das in Paris ausgestellte Taufbecken kann man heute im Museum in Skultuna bewundern. Die gegenwärtig angebotenen Gegenstände des Unternehmens entstammen nahezu ausschließlich Künstlerhänden, die für das Design verantwortlich sind.


11. Februar 1700: Der Beginn des Großen Nordischen Krieges
11. Februar 1744: Hedvig Taube, die erste offizielle Maitresse Schwedens 
11. Februar 1774: Hans Järta, revolutionäre Schriften und die Wandlung
11. Februar 1795: Carl Michael Bellman, der Nationalskalde Schwedens 
11. Februar 1795: Carl Michael Bellman, der Außenseiter unter den Skalden
11. Februar 1842: Der schwedische Ministerpräsident Erik Gustaf Boström
11. Februar 1874: Elsa Beskow, jedes Jahr ein neues Kinderbuch 
11. Februar 1876: Anders Bjurholm und die schwedischen Bierflaschen 
11. Februar 1958: Bertil Malmberg und die göttliche Lyrik
11. Februar 1978: Harry Martinson, ein Nobelpreisträger begeht Selbstmord
11. Februar 1987: Ebba Busch Thor und die Christdemokraten Schwedens
11. Februar 2007: Marianne Fredriksson und die christliche Frauenliteratur Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin