Sonntag, 11. Dezember 2016

Der Blaue Zug (Blå Tåget) Schwedens

Am 11. Dezember 2011 verkehrte der Blaue Zug (Blå Tåget) das erste Mal zwischen Göteborg und Uppsala, mit einem Aufenthalt in Stockholm, und war auf Anhieb eine Attraktion die weniger dem normalen Transport von Personen diente, sondern für einen Tagesausflug genutzt wurde, denn der ganz in blauer Farbe gehaltene Zug hatte nur neu renovierte und sehr bequeme Waggons aus den 60er Jahren, wobei der Betreiber bis 2013 auch nur Fahrscheine für die erste Klasse anbot um das Angebot exklusiver zu gestalten. Mittlerweile kann man sogar ein Gesamtpaket buchen bei dem eine Übernachtung in Stockholm und ein abendliches Programm eingeschlossen ist.

Auch wenn die Waggons alle aus den 60er Jahren stammen, so findet man in den Wagen der ersten Klasse auch einen Internetanschluss und im Speisewagen wird im Zug zubereitetes Essen serviert, ein Luxus, den kaum eine andere Eisenbahnlinie bieten kann. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten konnte der Blaue Zug ab Ende 2012 die ersten Gewinne einfahren und auch normale Reisende gewinnen, da die Preise, trotz des gebotenen Luxus, teilweise unter jenen der staatlichen Eisenbahn SJ lagen. Im Juni 2016 kam dann jedoch das Ende, denn der Zug wurde als verkehrsunsicher eingestuft und stand damit bald darauf still.

Skandinaviska Jernbanor, das Unternehmen, das den Blauen Zug betreibt, gab jedoch nicht auf und fand ein Unternehmen, das seit dem 11. Dezember 2016 nicht nur für die Sicherheit garantiert, sondern auch die Lok und die Lokfahrer stellt. Ab Dezember gehen nun mehr Züge ab als bisher, aber sie verkehren in den meisten Fällen nur noch zwischen Göteborg und Stockholm, den Hauptzielen der meisten Reisenden. Zum Blå Tåget, der mittlerweile wieder nur eine Erste Klasse hat, kam mittlerweile auch die Billigvariante Gröna Tåget (Grüner Zug), der nur die Zweite Klasse und einfacheres Bistroessen anbietet.


11. Dezember 1317: Birger Magnusson kommt in Schweden an die Macht
11. Dezember 1741: Der Militärpriester und Dichter Jacob Fabricius
11. Dezember 1849: Ellen Key und die kulturelle Frauenbewegung Schwedens
11. Dezember 1849: Ellen Key und die befreite Arbeiterfrau
11. Dezember 1865: Frida Stéenhoff und die Revolution der Frau
11. Dezember 1898: Nils Ferlin, der Bohemien unter den schwedischen Dichtern
11. Dezember 1921: Die Gründung des Vereins junger schwedischer Ärzte
11. Dezember 1934: Die Korskyrkan in Uppsala, früher Betaniaförsamlingen 
11. Dezember 1966: Der schwedische Abenteurer Göran Kropp stürzt in den Tod
11. Dezember 2010: Terroristisches Attentat im weihnachtlichen Stockholm
11. Dezember 2010: Der Citytunnel in Malmö und die unterirdische Eisenbahn 

Copyright: Herbert Kårlin

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Samstag, 10. Dezember 2016

Der Regisseur und Theaterdirektor Gösta Folke

Gösta Folke kam am 10. Dezember 1913 in Stockholm zur Welt und begann ein Theologiestudium an der Universität Uppsala um Priester zu werden. Sehr schnell wurde Folke jedoch vom Studententheater der Universität angezogen und entwickelte sich in seiner Freizeit zum Schauspieler. Als dann Rune Lindström, eine Studienfreund aus Uppsala, ihn 1941 bat sein Bauerntheater Himlaspelet in Leksand, änderte sich für Folke alles. Das Stück hatte so großen Erfolg, dass Alf Sjöberg aus dem Theaterstück einen Film machen wollte und Folke bat sein Regieassistent zu werden. Ab diesem Zeitpunkt dachte Gösta Folke nicht mehr an Theologie, sondern widmete sich ganz dem Theater und dem Film.

Auch wenn Gösta Folke sich in erster Linie vom Theater angezogen fühlte, arbeitete er in den 40er Jahren vor allem als Filmregisseur, da während der Kriegszeit ein Mangel an ausländischen Filmen herrschte und man nahezu verzweifelt nach Filmregisseuren suchte. Bei Ödemarksprästen wurde Folke dann erstmals als leitender Regisseur beschäftigt, einem Drama, das in der Bergwelt Schwedens spielt und religiöse und wirtschaftliche Macht im Zentrum hat. Die Regie Folkes zeichnete sich bereits bei diesem Film dadurch aus dass er auch im Film der Logik des Theaters folgte und die Szenen entsprechend aufbaute, ohne jedoch dem Film eine neue Linie zu bieten, was in jener Zeit jedoch einen sicheren Erfolg bei den Zuschauern garantierte.

Im Jahre 1947 wurde Gösta Folke Regisseur am Stadttheater in Malmö, was ihm ermöglichte parallel an der Bühne und im Film zu arbeiten. Nachdem Folke mehrere Filme verwirklicht hatte und an den wichtigsten Bühnen Schwedens gearbeitet hatte, wurde er 1951 zum Direktor des neu gegründeten Upsala Stadsteater ernannt, einer Aufgabe, die er bis 1957 nachkam. Nach seiner Erfolgsinszenierung von My Fair Lady im Oscarsteatern in Stockholm, kehrte Gösta Folke 1960 als Direktor an das Stadttheater Malmö zurück, das er von Grund auf neu aufbauen musste, da sein Vorgänger, Ingmar Bergman, die bedeutendsten Schauspieler mit nach Stockholm genommen hatte und Folke nicht die gleiche Einstellung zum Theater hatte wie Bergman. Unter Folke erlebte das Malmöer Stadttheater einen bedeutenden Aufschwung, denn Folke bot ein extrem breites Repertoire, das von der Operette bis zum zeitnahen Drama reichte und damit ein sehr breites Publikum anzog.


10. Dezember 1748: Johan Adam Tingstadius, ein Bischof als Orientalist 
10. Dezember 1787: Der Naturwissenschaftler Conrad Quensel
10. Dezember 1896: Alfred Nobel, der Erfinder des Dynamits
10. Dezember 1898: Emil Kléen, der dekadente Poet des 19. Jahrhunderts
10. Dezember 1900: Die letzte Hinrichtung in Västerås
10. Dezember 1901: Der Nobeltag (Nobeldagen) in Schweden
10. Dezember 1909: Selma Lagerlöf erhält den Nobelpreis der Literatur
10. Dezember 1981: Nelly Sachs und die Gedichte zur Flucht des jüdischen Volkes
10. Dezember 2006: Christer Fuglesang, der erste Schwede im All

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 9. Dezember 2016

Das Mehrzweckkampfflugzeug Saab 39 Gripen

Als in den 70er Jahren die Entwicklung des schwedischen Kampfflugzeugs Saab 37 Viggen abgeschlossen war, jedoch andere Länder keinerlei Interesse an diesem Flugzeug hatten, geriet der schwedische militärische Flugzeugbau in eine Krise, denn ein neues Fiasko konnte sich das Land kaum leisten. Um jedoch die Entlassung von 6000 Spezialisten zu verhindern, tauchte die Idee auf ein dennoch ein moderneres Kampfflugzeug zu entwickeln, das weitaus besser eingesetzt werden könne als die Viggen, jedoch auch viel billiger sein sollte, eine Maschine der Spitzenklasse mit der modernsten Technik. Das Ergebnis dieser Überlegung war, dass die schwedische Regierung sich 1983 dazu entschied erneut ein Kampfflugzeug zu finanzieren und schon ein Jahr später begann man am Prototyp Saab 91-1 Gripen zu bauen.

Ursprünglich war geplant dass der Prototyp JAS 39-1 bereits 1986 erstmals starten sollte, was sich jedoch auf Grund mehrerer technischen Probleme verzögerte, denn JAS sollte bedeuten dass die Maschine sowohl für die Jagd, den Angriff und die Aufklärung (Jakt, Attack, Spaning) eingesetzt werden sollte und über ein modernes Computersystem für die Steuerung verfügen sollte. Auf Grund der Verzögerung konnte der Testpilot Stig Holmström daher erst am 9. Dezember 1988 erstmals zu einem Probeflug starten. Obwohl Holmström den Flug 1000 Stunden lang am Simulator trainiert hatte, war seine Kritik nach dem Testflug deutlich: Der Computer reagiere viel zu sensibel um die Maschine sicher fliegen zu können.

Am 2. Februar 1989 zeigte sich dieses Problem erneut als der Prototyp der Saab 39 Gripen beim sechsten Probeflug in Schrott verwandelt wurde, der Pilot jedoch, wie durch ein Wunder, mit einem Armbruch davon kam. Beim Landeanflug kam es zu einem Kampf zwischen Piloten und Computersystem, den der Pilot verlieren musste, da der Computer jeden Befehl des Piloten innerhalb von Bruchteilen von Sekunden korrigieren wollte, wodurch der Pilot die Kontrolle über die Maschine verlor, was letztendlich mit einem Crash endete. Nach mehreren Anpassungen und der Entwicklung einer zweisitzigen Version für Nato-Einsätze entwickelte sich die Saab 39 Gripen dennoch zu einem Erfolgsmodell, das nun durch eine noch modernere Version ersetzt werden soll.


9. Dezember: Die Bedeutung des Annadagen (Annatag) in Schweden
9. Dezember 1594: Gustav II. Adolf wird König von Schweden
9. Dezember 1842: Carl David af Wirsén und die moderne Literatur
9. Dezember 1898: Astri Taube bleibt mit ihrer Kunst im Schatten
9. Dezember 1910: Der Zehnte als Kirchensteuer wird abgeschafft
9. Dezember 1936: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Lindman
9. Dezember 1937: Der Erfinder und Nobelpreisträger Gustaf Dalén
9. Dezember 1975: Schweden führt Wahlrecht für ausländische Bürger ein

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Der Hallandsåstunnel in Schonen (Skåne)

Am 8. Dezember 2015 wurde der Hallandsåstunnel offiziell eingeweiht und eine Woche später verkehrten dann auch die ersten Züge in den beiden 8,7 Kilometer langen Tunnelröhren, die gegenwärtig den längsten Eisenbahntunnel Schwedens ausmachen. Den Namen erhielt der Tunnel nach dem Höhenzug Hallandsåsen, der gewissermaßen die Trennungslinie zwischen den beiden Regionen Halland und Skåne ausmacht. Da diese Hügelkette bis zu 226 Meter hoch ist, war vor dem Bau des Tunnels der Eisenbahnverkehr entlang der Südwestküste Schwedens relativ problematisch und nur über einen Umweg möglich.

Von einem Tunnel durch den Hallandsåsen sprach man bereits 1975, auch wenn es dann zehn Jahre dauern sollte bis das Projekt erstmals auf den Schreibtischen der Regionalpolitikern lag. Bereits 1990 wusste man dass dieses Projekt mit einigen Problemen für die Umwelt verbunden war, aber man war überzeugt davon die Probleme zu meistern und als die Regierung dann ein Jahr später den Bau als notwendig betrachtete, gab es kein zurück. Ab 1992 waren die Bauarbeiter an ihrem Arbeitsplatz, im Gedanken, dass die Arbeit am Tunnel fünf Jahre dauern sollte und nicht einmal eine Milliarde Kronen kosten sollte, eine Annahme, die sich bald als Illusion herausstellen sollte.

Sehr bald reihte sich dann ein Problem an das andere, denn der eingesetzte Bohrer war für den Tunnel ungeeignet und man musste eine Spezialbohrer beschaffen und einsetzten, Zement konnte die Wasserlecks nicht dichten und die Spezialmasse aus Frankreich, die man anschließend als Dichtungsmasse verwendete, zeigte sich extrem giftig und führte zu einem gigantischen Fischsterben. Das Grundwasser der Höfe auf der Anhöhe senkte sich und brachte Probleme, die bis heute nicht vollständig beseitigt werden konnten. Auch an fünf Jahren Bauzeit war nicht zu denken, sondern sie wurde um 18 Jahre überschritten, bei Kosten die über zehnmal so hoch lagen als ursprünglich geplant.


8. Dezember 1625: Kristina von Holstein-Gottorp wird in Schweden Königin
8. Dezember 1626: Kristina von Schweden, die widerspenstige Königin
8. Dezember 1808: Elias Sehlstedt, der der Poet der Schären vor Stockholm
8. Dezember 1818: Johan Gottlieb Gahn, der uneigennützige Chemiker
8. Dezember 1860: Otto Zeidlitz, ein Pionier des Esperanto
8. Dezember 1907: Oscar II. und die Industrialisierung Schwedens
8. Dezember 1912: Die Kirche in Kiruna, die schönste Kirche Schwedens
8. Dezember 1972: Tony Olssons Weg zum Verbrecher

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Der schwedische Möbeldesigner Carl Malmsten

Carl Malmsten kam am 7. Dezember 1888 als Sohn eines bekannten Arztes unter dem Namen Charley Malmsten in Stockholm zur Welt und sollte im Grunde in die Fußstapfen des Vaters treten, obwohl ihm die Schule wenig zusagte. Als Malmsten nach seinem Militärdienst jedoch krank wurde, begab er sich zur Genesung nach Ägypten und hatte dort die Chance als Künstler zu arbeiten. Als er dann 1909 nach Stockholm zurückkehrte, wollte Malmsten von einem Studium nichts mehr wissen und er machte eine Lehre als Schreiner. Nach Ende seiner Ausbildung setzte der spätere Möbeldesigner im Selbststudium fort und begann auch in verschiedenen Architekturbüros zu arbeiten.

Bereits 1916 hatte Carl Malmsten dann seinen Durchbruch als Möbeldesigner, denn mit seinen ersten selbst geschaffenen Möbeln gewann er den ersten und den zweiten Preis der Ausschreibung für die Innenausstattung des Stockholmer Stadshuset (Rathaus), einer Einrichtung, die man dort noch heute vorfindet. Nach diesem großen Erfolg war Malmsten nahezu über Nacht einer der begehrtesten Möbeldesigner Schwedens geworden, der auch mit dazu beitrug ein sogenanntes schwedisches Design zu schaffen. In zahlreichen Häusern Schwedens findet man noch heute einzelne Möbel des Designers, der am 13. August 1972 auf Öland starb.

Carl Malmsten verband mit seinen Möbeln eine Philosophie, die er weitergeben wollte, unter anderem dadurch dass er eigene Schulen für Möbelschreiner schuf und einige seiner Schöpfungen auch serienmäßig herstellen ließ um sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Einige wenige seiner klassischeren Modelle werden noch heute hergestellt. Die Stärke Malmgrens lag im Klassizismus, den er auch fortsetzte als in den 30er Jahren der Funktionalismus in Schweden seinen großen Durchbruch hatte. Seine bedeutendsten Werke dieser Zeit gehören zur Gruppe Swedish Grace, die eine gesamt Stilrichtung der Epoche ausmacht und, vor allem als Porzellan Rörstrands, auch heute noch die schwedische Bevölkerung anspricht.


7. Dezember 1626: Kristina von Schweden, die widerspenstige Königin
7. Dezember 1812: Der streitbare Philosoph Fredrik Georg Afzelius
7. Dezember 1967: Der Vindelälven wird zum Naturschutzgebiet
7. Dezember 1979: Lebenslängliche Haft für den Spion Stig Bergling
7. Dezember 2004: Gudrun Schyman verlässt die Linken Schwedens
7. Dezember 2007: Die schwedische Sängerin Marie Picasso

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 6. Dezember 2016

Die schwedische Textilkünstlerin Maria Adelborg

Maria Adelborg kam am 6. Dezember 1849 als Tochter eines Kommandeurs in Karlskrona zur Welt. Obwohl die Textilkünstlerin für die schwedische Kunst eine ebenso wichtige Rolle spielt wie ihre Schwester Ottilia Adelborg, ist über sie heute weitaus weniger bekannt als die sechs Jahre jüngere Schwester. Die ersten Spuren als Textilkünstlerin hinterlässt Adelborg 1886, als sie bei der legendären Textilkünstlerin Selma Giöbel als Musterzeichnerin beschäftigt war. Giöbel war dafür bekannt nur exklusive und ausgewählte Textilkunst zu bieten, was darauf schließen lässt, dass Adelborg vor dieser Beschäftigung eine künstlerische Ausbildung erhalten hatte.

Im Jahre 1889 unternahm Maria Adelborg mit Hilfe eines Stipendiums eine Studienreise nach Holland und nach Frankreich und 1895 eine weitere Studienreise nach England, was der Künstlerin ein sehr breites Wissen über die Textilkunst Europas bot. Im Jahre 1900 begann Adelbord dann für den Verein Handarbetets Vänner zu arbeiten, den Sophie Adlersparre bereits 1874 gegründet hatte und in dem auch Selma Giöbel aktiv war, wobei die Textilkünstlerin allerdings bereits 1894 wegen ihrer hohen Leistungen mit dem Sofie Adlersparre Preis ausgezeichnet worden war.

Maria Adelborg zählt heute mit zu den Textilkünstlern, die den Weg zu einer modernen Textilkunst öffneten, da sie den Farben einen wichtigen Stellenwert gab und Ornamente schuf, die sowohl in der profanen als auch der kirchlichen Kunst ihren Durchbruch hatte. Die Motive holte Adlersparre insbesondere aus der altnordischen Kunst und dem Mittelalter, wobei sie sich dabei der nationalromantischen Strömung Schwedens anpasste. Zu den bekanntesten und künstlerisch wertvollsten Werken gehören die Alben, beziehungsweise Stolen, die die Künstlerin für die Sofiakyrkan in Stockholm schuf. Ihr Trollteppich bei dem Adelborg mit alten Zauberzeichen der Trolle arbeitete, ist leider in Privatbesitz, ebenfalls ein einzigartiges Werk der Künstlerin, die am 23. April 1940 in Gagnef starb.


6. Dezember 1723: Freiherr Carl Sparre und Gustav III.
6. Dezember 1829: Baltzar von Platen, der Gründer des Göta Kanals
6. Dezember 1830: Die Entstehung des schwedischen Aftonbladet
6. Dezember 1885: Birger Sjöberg, vom Volkslied zum Modernismus
6. Dezember 1906: Das Oscarsteater in Stockholm wird eingeweiht
6. Dezember 1956: Das Valhallabadet (Walhallabad) in Göteborg
6. Dezember 1984: Prinzessin Sofia Hellqvist und Prinz Carl Philip 

Copyright: Herbert Kårlin

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Montag, 5. Dezember 2016

Der Dichter und Journalist Johan Nybom

Johan Nybom kam am 5. Dezember 1815 als Sohn eines Schuhmachers und Zollbeamten in Uppsala unter sehr bescheidenen Verhältnissen zur Welt. Da Nyblom sich als sehr intelligent zeigte, unterstützten ihn mehrere Bekannte des Vaters und ermöglichten ihm die Kathedralschule Uppsalas zu besuchen und, nach seiner Hochschulreife, die Universität Uppsala zu besuchen. Während Nybom seinen Traum Priester zu werden mangels seiner Leistungen aufgeben musste, zeigte er eine außerordentliche Fähigkeit als Dichter. Bereits als Student trat Nybom daher immer wieder als Repräsentant der Studentenschaft an die Öffentlichkeit, zeigte jedoch seine Fähigkeiten auch bei einigen Reisen durch Schweden.

Das neue Ziel Johan Nybloms war daher Dichter zu werden. Die ersten romantischen Gedichte veröffentlichte Nybom in verschiedenen Zeitschriften und Kalendern, wobei ihn jedoch auch in dieser Zeit nur die Unterstützung von Gönnern vom Leben in der Armut retteten. Um als Dichter Anerkennung zu finden, nahm Nyblom auch mehrmals an den Wettbewerben der Svenska Akademien teil, wo er jedoch 1838 für Sista Natten i Alhambra nur den Zweiten Preis erhielt, der ihm einige Jahre später erneut für ein späteres Werk verliehen wurde. Der Erfolg Nyboms als Dichter lag vor allem daran, dass er immer in der Zeitströmung blieb und die Sprache bis zur Perfektion meisterte.

Zwischen 1844 und 1848 veröffentlichte Johan Nyblom seine gesammelten Gedichte in vier Bänden und lebte vor allem von öffentlichen Vorträgen seiner Gedichte, aber auch davon, dass er jährlich eine gewisse Summe von der Svenska Akademien erhielt die an die bedeutendsten Dichter der Zeit vergeben wurde. Als Nyblom, der am 23. Mai 1889 in Västerås starb, im Jahre 1860 von Uppsala nach Västerås zog, folgte ihm zwar sein Ruhm, aber die Zeit als Dichter war vorbei. Nyblom begann daher als Journalist bei der Westmanlands läns tidning zu arbeiten, wo einer seiner Freunde aus Uppsala Chefredakteur war. Auch wenn Nyblom dort immer mehr dem Alkohol verfiel, konnte er bis zu seinem Tod als Journalist arbeiten.


5. Dezember 1716: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker
5. Dezember 1934: Alva und Gunnar Myrdal mit Kris i befolkningen
5. Dezember 1940: Peter Pohl und das düstere Jugendbuch der Probleme
5. Dezember 1940: Peter Pohl, der düstere Jugendbuchautor Schwedens
5. Dezember 1954: Die schwedische Schauspielerin Dagmar Ebbesen
5. Dezember 1969: Schweden bekommt einen zweiten Fernsehkanal
5. Dezember 1975: Daniel Nyhlén, das Königshaus, Skandale und die Unterwelt
5. Dezember 2013: Vom Kallax zum Luleå Airport 

Copyright: Herbert Kårlin