Freitag, 16. August 2013

Hans Asplund, der Architekt des Brutalismus

Hans Asplund wurde am 16. August 1921 auf Utö geboren und beschritt nach seinem Architekturstudium an der Königlichen Technischen Hochschule in Stockholm die Spuren seines Vaters Gunnar Asplund, der sich einen bedeutenden Namen unter den modernen Architekten Schwedens gemacht hatte. Die Karriere von Hans Asplund begann noch im selben Jahr als er sein Studium abschloss, da er den ersten Preis der Ausschreibung für ein Mitbürgerhaus (medborgarhus) in Eslöv gewann.

Das Medborgarhuset in Eslöv wurde von Hans Asplund als rein funktionelles Gebäude mit drei Teilen geplant, einem ebenerdigen Foyer, einem hochstehenden Teil für Büroräume und einem bogenförmigen Teil für die verschiedenen Bühnen und Säle. Asplund hatte für diesen Bau, der in den 50er Jahren durch seinen Stil geradezu als revolutionär betrachtet wurde, nicht nur die Pläne gezeichnet, sondern auch die gesamte Einrichtung von den Türgriffen bis zu den Möbeln und Lampen. Das Medborgarhuset in Eslöv ist daher noch heute ein Fundstück für jeden Architekten und Architekturinteressierten.

Weltweit bekannt wurde Hans Asplund allerdings weder durch seine Bauten, noch durch seine Tätigkeit als Professor für Architektur an der Technischen Hochschule, sondern auf Grund eines Scherzes, denn er gab der Architektur der Villa Göth in Uppsala der Architekten Bengt Edman und Lennart Holm die Bezeichnung nybrutalism und schuf damit den Begriff Neu-Brutalismus. Englische Kollegen, die diesen Begriff hörten, waren so fasziniert, dass sie ihn tatsächlich als architektonischen Stil aufnahmen und damit eine ganze Schicht an jüngeren Architekten beeinflussten. Hans Asplund selbst ging mit der Zeit jedoch immer mehr vom Modernismus ab und sah ihn als zu eingeschränkt für die Baukunst an


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Copyright: Herbert Kårlin

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