Samstag, 29. März 2014

GAN, Gösta Adrian-Nilsson, und die moderne Kunst Schwedens

Gösta Adrian-Nilsson, bekannt unter den drei Buchstaben GAN, starb am 29. März 1965 in Stockholm und gilt als einer der wichtigsten Vetreter Schwedens des Modernismus, einer Kunstrichtung, die vermutlich von GAN sogar nach Schweden gebracht wurde. Sicher ist auf jeden Fall, dass der Künstler die sogenannte Halmstadgruppe  massgeblich mit seiner Kunst beeinflusste, einer Kunst, die sich vor allem durch tiefe Farben und oft halbabstrakte männlichen Figuren lebt und zeitweise in rein abstrakte geometrische Symbole übergeht.

Gösta Adrian-Nilsson, der am 2. April 1884 in Lund geboren worden war, veröffentlichte nur wenige Monate bevor er 1907 erstmals seine Gemälde im Kunstmuseum der Universität Lund vorstellte eine erste Gedichtsammlung und sollte auch in Zukunft Literatur und Malerei als Ergänzung betreiben. Sein Kunststudium begann GAN an der Zahrtmanns Skole in Kopenhagen, bevor er 1914 nach Berlin kam und dort mit der Kunst von Franz Marc und Kandinsky vertraut wurde, ohne jedoch deren Stil zu imitieren, sondern unmittelbar nach einem eigenen Ausdrucksmittel zu suchen. Die Werke des Künstlers dieser Zeit werden oft als expressiver Kubismus bezeichnet, eine Richtung, die der Künstler 1916 auch nach Stockholm brachte, dem damaligen Zentrum des schwedischen Kunstgeschehens.

Wenn man heute die Werke von Gösta Adrian-Nilsson im Nationalmuseum in Stockholm, dem Kunstmuseum in Göteborg oder dem Kunstmuseum in Malmö betrachtet, so stellt man fest, dass der Künstler seinem Stil und seinen Farben nicht immer treu war, was sich daraus erklärt, dass GAN auf der einen Seite Kunst schuf, zum anderen aber auch Einkünfte benötigte und dafür auch volkstümlich malte ohne dabei jedoch aus seiner Seele zu schöpfen. Zum anderen fällt dem Betrachter der dehr persönlichen Gemälde auf, dass Adrian-Nilsson sehr eindeutig homosexuell war und dies auch nicht versteckte, obwohl Homosexualität in diesen Jahren in jeder Farm verboten war und als Tabu galt.


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Copyright: Herbert Kårlin

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