Donnerstag, 31. März 2011

Kista Einkaufszentrum in Stockholm

Das Einkaufszentrum Kista in Stockholm wurde am 31. März 1977 vom jung verheirateten Königspaar König Carl XVI Gustav und Königin Silvia eingeweiht. Das Einkaufszentrum mit einem 250 Meter langen Gang verfügt über alle bedeutenden Läden Schwedens und wurde am 5. Juni des gleichen Jahres an das U-Bahn-Netz der Stadt angeschlossen, wobei die U-Bahn im ersten Stock des Gebäudes seine Haltestelle hat.

Das Einkaufszentrum Kista hat an 359 Tagen im Jahr täglich von 10 Uhr bis 21 Uhr geöffnet, beherbergt rund 20 verschiedene Restaurants und hat das zweitgrößte Kino Stockholms, in dem 1500 Zuschauer in elf Sälen Platz finden. Nur am Mittsommertag, dem Weihnachtstag und Neujahr ist das Zentrum ganz geschlossen, während es an Mittsommer, am Heiligen Abend und zu Silvester jeweils um 16 Uhr schließt.

Kista ist aber auch ein Stadtteil Stockholms, der seinen modernen Charakter ab den 70er Jahren erhielt und in den 80er Jahren Schwedens größtes IT-Zentrum wurde. Hier findet man die schwedischen Zentralen für Ericsson, Nokia und IBM. Kista hat keinerlei „schmutzige“ Industrie und bietet heute nahezu 20.000 Personen einen Arbeitsplatz.

31. März 1914: Maria Lang, die vergessene Krimiautorin
31. März 1936: Die schwediche Sängerin Birgit Carlsson, bekannt als Towa Carson 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 30. März 2011

Dampferfahrt auf dem schwedischen See Mjörn

Am 30. März 1976 wurde der Verein Mjörns Ångbåtsföreningen (Mjörns Dampferverein) gegründet, der die Tradition der Dampferfahrten auf dem See Mjörn bei Alingsås im Västra Götaland aufrecht hält. Der See Mjörn ist etwa 16 Kilometer lang und sieben Kilometer breit mit 60 Inseln, die eigene Namen tragen.

Der Verein begann, nach Renovierungsarbeiten, im Jahre 1978 mit den ersten Dampferfahrten auf der S/S Jernlunden, die bei jeder Fahrt 25 Passagieren die Schönheit der Landschaft am Mjörn zeigen konnten. Der Verein verkaufte diesen Dampfer im Jahre 1985, der anschließend noch mehrmals den Besitzer wechselte und heute nur noch als Schrott betrachtet werden kann.

Im gleichen Jahr als der Verein Mjörns Ångbåtsföreningen die S/S Jernlunden verkaufte, erwarb er den ebenfalls mit Dampf betriebenen Schlepper Herbert in Grebbestad. Nach 12.000 Stunden Arbeit konnte das Boot dann 1991 zu Wasser gelassen werden und 1992 seinen Betrieb auf dem See Mjörn aufnehmen. Der unter Denkmalschutz stehende Dampfer Herbert verkehrt jeden Sommer zwischen Alingsås und Ringö.

30. März 1926: Ingvar Kamprad und das schwedische Imperium Ikea
30. März 1933: Filip Månsson und die öffentliche Kunst Schwedens 


Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 29. März 2011

Der Tingstadstunnel, ein Tunnel unter dem Göta Älv

Am 29. März 1968 wurde in Göteborg der Tingstadstunnel eingeweiht, ein 455 Meter langer Tunnel, der 16 Meter unter dem Göta Älv das Festland mit der Insel Hisingen verbindet. In zwei dreispurigen Röhren führt hier die E6 vom Süden des Landes ins Bohuslän, zum westlichen Vänern und nach Norwegen.

Sieben Jahre dauerten die Arbeiten an den Röhren, da man eine Technik finden musste, die es erlaubte einen Tunnel auf Morast, Schlamm und Lehm zu bauen, der den immensen Belastungen stand hält. Als der Tunnel gebaut wurde, dachte jedoch niemand an die Menge der Autos, die bereits Ende des 20. Jahrhunderts durch die Röhren fahren sollten und sowohl den Stadtverkehr als auch den Verkehr durch den Tunnel belasten sollten und damit heute die längsten Staus Göteborgs verursacht.

Um einen reibungslosen Verkehr zu garantieren, können durch den Tunnel täglich 90.000 Fahrzeuge fahren. 2010 waren es jedoch bereits 120.000 Autos, was dazu führt, dass die Stadt den Bau einer zusätzlichen Brücke über den Göta Älv plant, die zwar den Tingstadstunnel entlasten kann, nicht jedoch den Verkehr durch Göteborg. Auch die Einführung einer Citymaut in Göteborg konnte bisher die Staus im Tingstadstunnel nicht verhindern.

Der Tingstadstunnel, von dem der Großhändler Johan August Hertz bereits 1903 erstmals sprach, bleibt damit wohl der einzige Tunnel dieser Größenordnung in der westschwedischen Großstadt, der je unter dem Göta Älv gebaut wird.

29. März 1772: Emanuel Swedenborg, der größte Mystiker Schwedens
29. März 2006: Niklas Lindgren, genannt Hagamannen 

Copyright: Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg

Montag, 28. März 2011

Marianne Fredriksson, eine schwedische Schriftstellerin

Am 28. März 1927 wurde Marianne Fredriksson in Göteborg geboren, die bis zu ihrem Tod am 11. Februar 2007 fünfzehn Romane veröffentlichte, die insgesamt in 47 Sprachen übersetzt wurden. Marianne Fredriksson veröffentlichte ihren ersten Roman mit 53 Jahren und begann daher ihre schriftstellerische Karriere sehr spät.

Auch wenn Marianne Fredriksson ihr erstes Buch „Evas bok“ (im Deutschen unter dem Titel "Eva" erschienen), sehr spät schrieb, so verfasste sie bereits in jungen Jahren zahlreiche Texte und begann ihre schreibende Laufbahn in der Göteborg-Tidningen (GT), einer rechts orientierten Abendzeitung.

Später arbeitete die Autorin für das Svenska Dagbladet (SvD), wo sie eine eigene Spalte (Idag-sidan) schuf. Marianne Fredriksson griff in dieser Sparte Themen auf, die bis dahin wenig Platz in der Tagespresse hatten. Sie schrieb über Gefühle, existentielle Fragen und Psychologie, die sich insbesondere um Frauenprobleme drehten.

Zwischen 1962 und 1974 war Marianne Fredriksson Chefredakteurin der schwedischen Zeitschrift Allt i hemmet (Alles im Heim), um anschließend die Zeitschriften Vi Föräldrar (Wir Eltern) und Allt om Mat (Alles über Essen) zu gründen. Marianne Fredrikssons letztes Buch „Ondskans leende“ erschien im Jahre 2006 und wurde in Deutschland mit dem Titel „Stinas Entscheidung“ herausgegeben.

28. März 1953: Der erste Roman Tjärdalen von Sara Lidman wird ein Erfolg
28. März 1962: Joakim Lindengren, Kapten Stofil und Faktum

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 27. März 2011

Der schwedische Freiwilligen-Verband

Am 27. März 1940 gründete sich auf den Höhen von Paikanselkä bei Märkäjärvi (heute Salla) der schwedische Freiwilligen-Verband (Förbundet Svenska Frivilligkåren), in dem sich alle Soldaten fanden, die während des Winterkriegs zwischen Finnland und der Sowjetunion (1939 - 1940) auf finnischer Seite kämpften. Der Verband wurde nur 14 Tage nach dem Friedensschluss gegründet.

Die ersten von 8260 schwedischen freiwilligen Soldaten waren bereits Ende Dezember 1939 in Finnland angekommen, wo sie in der Nähe von Haparanda ihre militärische Ausbildung erhielten. Bedeutend war während dieses Krieges weniger die schwedische Einsatzstärke als vielmehr die moralische Stütze, die Finnland durch die schwedischen Einheiten empfand.

Am 28. März, einen Tag nach der Gründung des Förbundet Svenska Frivilligkåren verabschiedete Gustaf Mannerheim, der am 4. August 1944 der Präsident Finnlands wurde, die schwedischen Soldaten und dankte ihnen für ihren Einsatz, der 37 Schweden das Leben gekostet hatte.

Im Jahre 1949 umbenannte sich der schwedische Freiwilligen-Verband in Förbundet Svenska Finlandsfrivilliga (Verband schwedischer Finnlandsfreiwilliger) und am 25. März 2000 in Svenska Finlandsfrivilligas Minnesförening, der bis heute weiterbesteht. Der Verein gab jedes Jahr mehrere Zeitschriften heraus, die über den Winterkrieg in Finnland berichteten.

27. März 1904: Der erste Golfclub in Stockholm
27. März 1966: Ragnar Josephson wird in Lund verewigt 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 26. März 2011

Jugendrevolte in Schweden

Am 26. März 1948 begannen in Stockholm die sogenannten påskkravallerna, die Osterkravalle. Rund um die Götgatan, im Süden der Stadt, sammelten sich an diesem Tag Tausende von Jugendlichen zu einer ungenehmigten Demonstration und bewarfen die anrückende Polizei mit Pflastersteinen, die dann mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Säbel auf die Jugendlichen losgingen.

Die von den Medien stark bewachten Kravalle setzten bis zum ersten April fort, als es der Polizei schließlich gelang, die ganze Gegend einzukesseln. Ursache für die Krawalle war der Mangel an Aktivitäten, die Jugendlichen im Süden Stockholms geboten wurde und die hohe Jugendarbeitslosigkeit.

Die Krawalle erstreckten sich jedoch bald über mehrere Städte Schwedens, bis die Polizei jeden Unruhe-Keim direkt erstickte. Ähnlich wie heute in Stadteil Rosengård in Malmö, war die Zeit von einer extrem hohen Jugendkriminalität und Gewalt geprägt, die ein typisches Zeichen einer Zwei-Klassen-Gesellschaft ist.

Einzelne Unruhen setzten sich dann auch in den folgenden Jahren fort, vor allem in Stockholm, so 1951 und 1954 im Berzelii Park, 1956 und 1957 in der Kungsgatan und 1965 am Hötorget, bis die Bewegung dann 1968 in die Studentenrevolte überging und eine neue Richtung nahm.

26. März 1822: Die missglückte Ehrung von Karl XIII.
26. März 1920: Die schwedische Studentenzeitung Lundagård 

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Freitag, 25. März 2011

Der Waffeltag in Schweden

Kaum jemand denkt beim 25. März daran, dass vor genau 57 Jahren das erste Mal das Farbfernsehen in Schweden vorgestellt wurde, aber nahezu jeder Schwede denkt am 25. März an den Waffeltag (våffeldagen), nicht zuletzt deshalb, weil seit einer Woche privat, im Radio und im Fernsehen in irgendeiner Weise über Waffeln geredet wird.


Bis zu welcher Zeit der Waffeltag in Schweden zurückgeht, weiß niemand so genau. Sicher scheint jedoch, dass er mit Maria Verkündigung zusammenhängt und daher neun Monate vor dem Weihnachtstag gefeiert wird.

Früher wurde Maria in Schweden allgemein als Vår fru (unsere Frau) bezeichnet, was im Volksmund zu Vårfrudagen wurde und in manchen Gegenden des Landes im Dialekt Vafferdagen ausgesprochen wurde, was fast wie Våffeldagen klingt. Ob dies auf einer Tatsachen beruht oder eine Legende ist, bleibt indes ungewiss. Soweit sich jedoch auch ältere Leute in Schweden zurück erinnern, ist es auf jeden Fall Tradition am 25. März Waffeln zu essen, üblicherweise mit Marmelade und Schlagsahne, auch wenn man in den letzten Jahren immer mehr Abwandlungen zu dieser traditionellen Weise des Waffelessens findet.

Eine andere Legende berichtet auch dass der Waffeltag der erste Frühlingstag in Schweden ist und die hellere Jahreszeit einleitet. Die hellen Waffeln sind daher das Zeichen der Änderung, der Stärke der Natur und die Rückkehr der Zugvögel.

25. März 1902: Sten Broman, ein schwedisches Original
25. März 1954: Massiver Widerstand gegen das Fernsehen in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Pferdesport in Göteborg