Sonntag, 7. April 2013

Die drei Berufe des Schweden Albert Theodor Gellerstedt

Als Albert Theodor Gellerstedt am 7. April 1914 im Alter von 77 Jahren in Stockholm starb, hatte er in drei verschiedenen künstlerischen Berufen Karriere gemacht und blieb der Nachwelt in allen drei Bereichen in Form seiner Werke erhalten, obwohl heute kaum noch jemand Gellerstedt kennt und seine Gedichte mittlerweile nur noch vereinzelt in Sammelwerken aufgenommen werden, obwohl er als Mitglied der Svenska Akademien zu den „unsterblichen“ Personen Schwedens gehört.

Albert Theodor Gellerstedt hatte an der Kunstakademie in Stockholm ursprünglich Architektur studiert und sich dann vor allem auf Eisenstrukturen spezialisiert, eine Technik, die er insbesondere während seiner Studienreisen nach Dänemark, Deutschland und Frankreich genauer unter die Lupe nahm. Auch wenn der Architekt in Schweden einige Wohnhäuser und zwei Kirchen baute, so wurde er vor allem mit seinen zahlreichen Leuchttürmen bekannt, die er zeichnete und die man noch heute auf Gotland, Öland, in Karlskrona und anderen Orten bewundern kann.

Aber Albert Theodor Gellerstedt wurde auch als Graveur und vor allem als Aquarellist bekannt, wobei er sich als Maler vor allem auf Landschaftsmalerei im Stil der französischen Freiluftmalerei spezialisiert hatte und zu den wenigen Künstlern gehört, die das alte Stockholm in seinen Bildern festgehalten haben. Als Maler beeinflusste Gellerstedt insbesondere Anders Zorn und Axel Hägg. Obwohl sich die meisten seiner Bilder heute in Privatbesitz befinden, so kann man einige seiner Werke im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum in Malmö entdecken.


7. April 1953: Dag Hammerskjöld, eine schwedische Legende 
7. April 1990: Brand auf der M/S Scandinavian Star bei Lysekil im Bohuslän

Copyright: Herbert Kårlin

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