Donnerstag, 23. Januar 2014

Carl Adolph Agardh proklamiert die ökolische Forstwirtschaft

Carl Adolph Agardh wurde am 23. Januar 1785 in Båstad geboren und ging vor allem als Botaniker in die Geschichte ein, obwohl dies eigentlich mehr sein persönliches Interesse war, auch wenn er mehr über die Botanik veröffentlichte als über Wirtschaft, Mathematik oder Theologie, denn immerhin war Agardh 1816 zum Priester geweiht worden und war ab 1829 auch Bischof in Kalmar. Nebenbei war Agardh in zahlreichen anderen Vereinigungen und Komitees aktiv.

Als Anhänger der Lehre von Carl von Linné wollte Carl Adolph Agardh allerdings nicht einer der zahlreichen Botaniker werden, die nur die Theorien Linnés bekräftigten, sondern er suchte ein Thema, das bis dahin noch nicht erforscht war. Da sich um diese Zeit Wissenschaftler jedoch bereits mit Moosen, Flechten, Pilzen und Farnen beschäftigt hatten, machte sich Agardh an die einzige Gruppe über die bis dahin kaum etwas bekannt war, nämlich die Algen. Leider veröffentlichte der Wissenschaftler hier nur zwei Bände seiner Abhandlungen und beschäftigte sich dann mit zahlreichen anderen Themen. Sein Hauptwerk blieb unvollendet.

Auch wenn man Carl Adolph Agardh noch heute als Genie bezeichnen kann, so hatte er den Fehler sich mit zu vielen unterschiedlichen Themen gleichzeitig zu beschäftigen, denn er wollte die Schulen reformieren, arbeitete an einer neuen Ökonomie für Schweden und arbeitete an philosophischen Abhandlungen. Sehr aktuell ist jedoch eine seiner Abhandlungen, die bis heute kaum beachtet wurde, denn Agardh forderte bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dass die Forstwirtschaft als Gesamtheit geregelt werden muss, und er wies auf den engen Zusammenhang zwischen der Ausbeutung des Waldes, den Neupflanzungen und der Veredlung von Gewächsen hin.


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Copyright: Herbert Kårlin

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