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Montag, 7. November 2016

Die Textilkünstlerin Brita-Kajsa Karlsdotter

Brita-Kajsa Karlsdotter wurde am 7. November 1816 unter einfachen Verhältnissen in Anundsjö im Ångermanland geboren und nichts wies in ihrer Kindheit oder Jugend auf eine künstlerische Aktivität hin, denn mit 24 Jahren heiratete sie einen Bauernsohn, bekam im Laufe der Jahre elf Kinder und hatte über Jahre hinweg mit der Armut zu kämpfen. Gerade in dieser Zeit sollte Brita-Kajsa jedoch die ersten Schritte zur Textilkunst unternehmen. Karlsdotter begann nämlich Tücher jeder Art zu sticken, die sie als Dankesgaben und Geschenke weiterreichte. Ihre Stickereien waren geschätzt und so kam es auch dass sie hin und wieder durch kleine Aufträge etwas Geld hinzuverdienen konnte.

Da jedoch die Zeit für ihr Hobby fehlte, sollte die künstlerische Aktivität von Brita-Kajsa Karlsdotter erst im Alter von 65 Jahren, als sie Witwe war und zum ältesten Sohn nach Sorsele zog, wirklich beginnen. In diesen Jahren benutzte Karlsdotter, die nach der Ehe eigentlich Nilsson hieß, rotes Baumwollgarn und stickte auf weißem Gewebe. Ihre Motive holte die Künstlerin aus der Natur. Neben Blumen, Zweigen und Blättern fand man allerdings auch immer die Signatur ARTHG, was bedeutet dass die Ehre Gott gebührt. Häufig kam hierzu die Jahreszahl und ihre eigene Signatur BKK. Brita-Kajsa Karlsdotter arbeitete nie nach Vorlagen, sondern schuf jedes Motiv bei Beginn der Arbeit und zeichnete dieses mit der Nadel auf das entsprechende Tuch.

Als Brita-Kajsa Karlsdotter 94 Jahre alt war, organisierte der Heimatverband des Ångermanlands eine Handarbeitsausstellung in Sollefteå, wo auch Arbeiten der Textilkünstlerin Karlsdotter ausgestellt wurden. Nahezu über Nacht wurde daher Brita-Kajsa in der gesamten Region bekannt und die Presse schrieb über die außerordentlichen Arbeiten der Künstlerin, die bis zu ihrem Tod am 24. November 1915 weiter arbeitete, auch wenn sie die letzten Jahre kaum noch sehen konnte und Hilfe beim Einfädeln der Nadeln benötigte. In diesen Jahren wurde man auch auf den selbst entwickelten Stickstil Karlsdotters aufmerksam, der heute als Anundsjösömnen bekannt ist und als die Nationalstickkunst des Ångermanland betrachtet wird.


7. November 1852: Johan Ramstedt, eine Notlösung als Ministerpräsident
7. November 1893: Das Karlstads Theater, genannt Wermland Opera
7. November 1905: Christian Lundeberg wird Ministerpräsident Schwedens
7. November 1929: Erik-Gunnar Eriksson und Hoppets Stjärna
7. November 1935: Johan Lindström Saxon, der Heimatautor Närkes
7. November 1938: Der Tag des Kladdkaka in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 16. Juni 2013

Die Sandöbron schafft eine Landverbindung nach Haparanda

Als am 16. Juni 1943 der schwedische König Gustav V. die Sandöbron (Sandöbrücke) zwischen Lunde und Sandö im Ångermanland einweihte, konnte die letzte Fähre, die man bis dahin noch auf dem Weg von Stockholm nach Haparanda nehmen musste, zur Ruhe gehen, da mit dieser Brücke die Landverbindung zwischen den beiden Städten endgültig abgeschlossen wurde. Der Ångermanälven war der letzte Fluss, der bis dahin noch keine Brücke erhalten hatte, obwohl der Verkehr auf dieser Strecke bedeutend angestiegen war und der Fährverkehr unzureichend geworden war.

Der Bau der Brücke hat indes auch eine traurige Geschichte, denn als das Unternehmen Skånska Cementgjuteriet die hölzerne Gussform baute, die wegen ihrer Länge besondere Techniken erforderte, kam es am 31. August 1939 zu einem Unfall. Plötzlich begann sich das Holzgerüst zu neigen und wenig später stürzte es in die Tiefe und nahm dabei 18 Arbeiter mit, die den Sturz nicht überlebten. Die Nachricht verschwand jedoch unter dem Problem, dass am nächsten Tag der Zweite Weltkrieg ausbrach und alle Schlagzeilen beanspruchte.

Als die Sandöbron fertiggestellt war, war sie mit einer Spannweite von 264 Metern die weltweit längste Betonbrücke, die in einem Teil gegossen war, was ihr die Bezeichnung „Betonwunder“ einbrachte. Der Bau der Brücke hatte jedoch nicht nur eine Bedeutung für den Verkehr zwischen Stockholm und Haparanda, sondern beeinflusste die gesamte Umgebung, da Touristenströme das Bauwunder sehen wollten. Insbesondere Kramfors, das 1947 die Stadtrechte erhielt, konnte von diesem Reisestrom stark profitieren und hat die Sandöbron selbst in ihr Stadtwappen aufgenommen. Seit 1997 die Högakustenbron eingeweiht wurde, geht die Bedeutung der Sandöbron mehr und mehr zurück.


16. Juni 1288: Der Stora Kopparberget in Falun 
16. Juni 1858: Gustav V., König von Schweden

Copyright: Herbert Kårlin