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Samstag, 27. Juli 2013

Valdemar Atterdag erobert die Stadt Visby

Kaum ein Tag der schwedischen Geschichte wird von so vielen Mythen, Erzählungen und nachträglichen Aufzeichnungen begleitet wie der 27. Juli 1361, als der dänische König Valdemar Atterdag Visby einnahm ohne die befestigte Stadt überhaupt angreifen zu müssen, da er das Bauernheer Gotlands vorher besiegt hatte, die einzige Verteidigung der Insel, die schlecht bewaffnet war und zudem nichts von Kriegsführung verstand. Die Bewohner Visbys hatten die blutige Schlacht von der Stadtmauer aus gesehen und konnte ihre Stadt nur retten indem sie sich vor einem Angriff als besiegt erklärten und Friedensgespräche einleiteten.

Die Ursache dieses Angriffes war rein wirtschaftlicher Natur, denn als Skåne im Jahre 1360 wieder an Dänemark gefallen war, wollte Valdemar Atterdag natürlich davon auch finanziell profitieren und forderte von den Hansestädten in Schweden für die neuen Privilegien eine beachtliche Summe, was natürlich bedeutete, dass vor allem Visby unter der veränderten Situation leiden sollte, was zum Widerstand auf der Insel führte, ein Widerstand,  der jedoch nur von den Bauern getragen wurde, denn als die dänischen Schiffe am Horizont auftauchten, verschanzten sich die Bürger und Kaufleute hinter den massiven Stadtmauern Visbys.

Leider gibt es über die Kämpfe und die anschließenden Verhandlungen kaum Zeitdokumente, was der Phantasie später alle Wege öffnete. Sicher scheint jedoch, dass die Bewohner Visbys nach Verhandlungen mit Valdemar Atterdag bedeutende Summen bezahlen mussten um ihre Handelsaktivität fortsetzen zu können. Dass es Atterdag nur auf Schätze ankam, kann man den Chroniken jener Zeit entnehmen, denn während seinem Eroberungszug hatte er Klöster, Kirchen und Burgen eingenommen und sämtliche Wertgegenstände mit sich genommen. Eines seiner Schiffe soll mit allen Schätzen bei Rückfahrt bei den Karlsöarna gesunken sein.


27. Juli 1225: Die Visby Sankta Maria Domkyrka, die Kathedrale Visbys 
27. Juli 1939: Pelle Svanslös, die gutgläubigste Katze Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 9. September 2011

Die schwedische Liga der Maskierten

Am 9. September 1986 gelang es der schwedischen Polizei die als Maskeradligan (Liga der Maskierten) bekannte Gangstergruppe festzunehmen, die während ihrer zweijährigen Aktivität im Stockholmer Raum über fünf Millionen Kronen geraubt hatte. Die Gruppe machte sich vor allem deshalb so bemerkbar, da sich die Mitglieder bei allen sieben Überfällen jeweils als Arbeiter, vor allem aber als Polizisten, verkleideten. Mats Rimdahl, der Anführer der Liga, wurde zu 16 Jahren Haft verurteilt.

Mats Rimdahl, ein früherer Militärpolizist, wurde dann 1988 von einem Helfer befreit, der die Wachen mit einer Maschinenpistole bedrohte bis Rimdahl vom Gefängnishof aus in die Freiheit klettern konnte. Während der Flucht hielten die Täter ein Polizeiauto an, überwältigten die drei Polizisten und nahmen ihnen Uniformen und Waffen ab. In einem abgelegenen Waldstück sperrten sie dann die Polizisten im Fluchtwagen ein und setzten die Flucht mit dem Polizeifahrzeug fest. Drei Wochen später wurde Mats Rimdahl dann dennoch in Gävle festgenommen und am 4. Januar 1996 vorzeitig entlassen.

Nachdem es dann einige Jahre unterschiedlichen kriminellen Aktivitäten nachgegangen war, die von Gefängnisaufenthalten unterbrochen waren, begann Mats Rimdahl im Jahre 2008 mit einer neuen Karriere, indem er eine Gruppe anführte, die sich auf den Diebstahl von Luxusfahrzeugen spezialisierte, die, nach Aussage der Hersteller, nicht gestohlen werden konnten. Mit einem der 50 gestohlenen Fahrzeuge, einem Porsche Cayenne, machte sich Mats Rimdahl, erneut als falscher Polizist und mit gefälschter Polizeilegitimation, dann auf den Weg nach Deutschland, wo er die Polizei in Lübeck zu einer Verfolgungsjagd herausforderte und dabei ein Mädchen anfuhr. Als seine wahre Identität festgestellt wurde, wurde Rimdahl in Deutschland zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

9. September 1566: Der schwedische Admiral Klas Horn
9. September 1962: Liza Marklund und die Revolte gegen die herkömmliche Buchlandschaft

Copyright: Herbert Kårlin

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