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Dienstag, 9. September 2014

Die Seeschlacht bei Svolder, der bekannteste Kampf der Wikinger

Die Seeschlacht bei Svolder ist die am besten dokumentierte Schlacht der Wikinger, auch wenn sich die Aufzeichnungen zum Teil widersprechen, der Tag und der Ort der Schlacht nicht eindeutig bekannt sind und selbst der Anlass in gewissen Punkten sehr unterschiedlich geschildert wird. Geschichtswissenschaftler, die noch heute an den verschiedenen Theorien arbeiten, legen die Schlacht jrdoch mehrheitlich auf den 9. September 1000, können jedoch nach wie vor nicht sagen ob sich die Ereignisse eher bei Rügen, im Öresund oder aber bei Sjæland abspielten.

Einig ist man sich jedoch darüber dass die Schlacht tatsächlich stattfand und sich zwischen Norwegen, Dänemark und Schweden abspielte.Die tatsächliche Ursache der Schlacht bei Svolder findet man vermutlich bei der rücksichtslosen Christianisierung des Nordens durch den norwegischen König Olav Tryggvason, der in diesem Zusammenhang auch Ländereien der Dänen und der Schweden eroberte. Als Tryggvason dann die Erbschaft seiner Frau Tyra in Pommern eintreiben wollte, sahen der dänische König Sven Tveskägg, der schwedische König Olof Skötkonung und der norwegische Jarl Erik Håkansson, der sich gegen die Machausdehnung Tryggvasons auflehnte, ihre Chance und bereitetem dem norwegischen Machthaber einen Hinterhalt.

Auf Grund der immensen Übermacht der Feinde hatte Olav Tryggvason keine Chance und konnte sich nur kurze Zeit verteidigen. Nach allen Überlieferungen wurde das Schiff des Königs als letztes der vermutlich elf Fahrzeuge geentert. Das Schicksal des Königs ist allerdings unbekannt, denn nach Notitzen von Adam von Bremen beging er Selbstmord, nach einigen Sagen verschwand er durch einen Blitz und die isländischen Sagen berichten davon, dass er sich schwimmend retten konnte. Die Folgen dieser Schlacht waren indes, dass Norwegen unter den drei siegenden Königen aufgeteilt wurde und die Geschichte Norwegens damit eine bedeutende Wende nahm. Da die Schlacht bei Svolder erst rund 200 Jahre nach dem Ereignis erstmals aufgezeichnet wurde, wird sie allerdings auch weiterhin ihre Rätsel aufgeben.


9. September 1566: Der schwedische Admiral Klas Horn
9. September 1861: Der Innere Hafen ändert die Zukunft Karlstads
9. September 1912: Marianne Zetterström, die Autorin der wenigen Worte
9. September 1922: Arvid Nordquist, eine Erfolgsgeschichte Schwedens
9. September 1960: Jussi Björling, ein schwedischer Hofsänger
9. September 1962: Liza Marklund zwischen Politik und Kriminalroman
9. September 1962: Liza Marklund und die Revolte gegen die Buchlandschaft
9. September 1986: Die schwedische Liga der Maskierten

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 19. Oktober 2012

Der deutsche Bischof Egino stirbt in Lund

Über den Werdegang von Bischof Egino, der am 19. Oktober 1072, nach seiner Rückkehr aus Rom, in Lund starb kennt man nur die Aussagen des Geschichtsschreibers Adam von Bremen. Egino war, wie Adam von Bremen, dem Bistum Hamburg-Bremen unterstellt, wobei anzunehmen ist, dass sich beide auch persönlich kannten und die meisten Aussagen über Egino auch den Tatsachen entsprechen.

Bischof Egino, Holzskulptur in der Dalby Kyrka bei Lund

Bischof Egino kam gegen das Jahr 1060 auf Einladung des dänischen Königs Sven Estridsson, der die deutsche und die dänische Kirche enger aneinander binden wollte, nach Skåne. Als Egino in Dalby, einem Sitz Estridssons, ankam, hatte er kein Bistum, sondern sollte vor allem Südschweden zwischen Blekinge und Bornholm bis zum Västergötland missionieren und die Ungläubigen vom wahren Glauben überzeugen, eine Aufgabe, die zu jener Zeit mehrere Missionare hatten.

Die Ankunft Eginos brachte gewisse Probleme mit sich, da in Lund bereits der aus England stammende Missionar Henrik Bischof war und dieser damit eigentlich auch der Vorgesetzte Eginos war, was weder der dänische König, noch das Bistum in Hamburg-Bremen wollte. Dies war auch der Grund, warum Egino sich im Kungsgård in Dalby aufhielt, bis Bischof Henrik dann im Jahre 1066 starb. Nun wurde Egino unmittelbar als Bischof nach Lund geschickt um das Bistum zu übernehmen.


19. Oktober 1979: Homosexualität keine Krankheit mehr in Schweden
19 Oktober 2011: Alf Åberg, ein Leben für die Geschichte Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 23. Januar 2012

Frej und Freja, die nordischen Götter der Fruchtbarkeit

Am 23. Januar haben in Schweden Frej und Freja Namenstag, zwei Vornamen, die bis zur nordischen Mythologie zurückgehen, wobei Frej und Freja Geschwister sind, beide zu der oberen Kaste, also den Vanagöttern, gehören, jedoch in Asgård unter den Menschen leben. Die Geschwister gelten als die Götter der Fruchtbarkeit, wobei sich der Begriff Fruchtbarkeit auf alles Leben ausdehnt und den beiden Göttern daher eine Sonderstellung in der Mythologie bietet, da ohne die beiden jedes Leben auf der Erde aufhört.

Adam von Bremen, ein deutscher Geschichtsforscher des 11. Jahrhunderts, der sich als Skandinavienkenner bezeichnete ohne Schweden zu kennen und die übelsten Vorurteile verbreitete, schrieb, dass Frej und Freja im Tempel von Uppsala in obszöner Weise abgebildet waren und dort zur Epoche der Wikinger groß gefeiert wurden und bei jedem christlichen Reisenden Abscheu erweckten. In den nordischen Schriften weiß man jedoch weder etwas von einem Tempel in Uppsala, noch etwas über die anstößigen Bilder, was indes Geschichtswissenschaftler bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht davon abhielt die Version von Adam von Bremen als Tatsache zu bezeichnen.

Frej wird in der nordischen Mythologie als der Stammvater des königlichen Geschlechts der Ynglinge (Ynglingaätten) bezeichnet, die nach alten Chroniken als die ersten Könige Schwedens gelten, aber deren Existenz in keiner Weise belegt werden kann und von den Geschichtsschreibern der schwedischen Monarchie nicht anerkannt sind. Freja wurde von den christlichen Schreibern der isländischen Sagen oft als unmoralisch bezeichnet, die keinem Liebesabenteuer abgeneigt gewesen war, was auch dazu führte, dass über sie, auch während der späteren Jahrhunderte, die merkwürdigsten Legenden entstanden.

23. Januar 1985: Das Ende der Werft Uddevallavarvet und der Umbruch

Copyright: Herbert Kårlin