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Mittwoch, 10. September 2014

Der schwedische Chemiker Carl Gustaf Mosander

Carl Gustaf Mosander kam am 10. September 1797 i Kalmar zur Welt und entschied sich bereits mit 15 Jahren dazu Apotheker zu werden und begann daher in Stockholm eine entsprechende Ausbildung. Aber bereits 1819 hatte Mosander das nächste Ziel im Auge und er studierte am Karolinska Institut unter Jakob Berzelius Medizin, ein Studium, das er 1825 mit grossem Erfolg beendete. Nur elf Jahre später hatte Mosander dann sein höchste wissenschaftliche Ziel erreicht, denn er wurde am Karolinska Institut zum Professor in Pharmazie und Chemie ernannt.

Aber auch wenn Carl Gustaf Mosander bald als Wissenschaftler bekannt war, der seine Forschungen mit aussergewöhnlicher Sorgfalt führte, so gehörte er zu jenen Wissenchaftlern Schwedens, die sich in zu vielen Bereichen gleichzeitig bewegten. Dies ist auch der Grund, warum Mosander, von seinen Arbeiten über seltene Erden abgesehen, an denen er allerdings im Auftrag von Berzelius arbeitete, weder in der Pharmazie, noch in der Medizin oder der Chemie als Neuerer gilt oder besondere Erkenntnisse gewann. Ein Problem war sicher auch, dass Mosander sich zu sehr an bereits bekannte Erkenntnisse klammerte, was jede wissenschaftliche Leistung bremst.

Dass Carl Gustaf Mosander dennoch eine wichtige Rolle in der Geschichte der Pharmazie Schwedens spielt, liegt daran, dass er 1846, neben seiner Tätigkeit als Professor, auch zum Inspektor des Pharmazeutischen Instituts des Karolinska Instituts ernannt wurde und daher sämtliche Apotheken des Landes überwachen und besuchen musste. In diesem Rahmen schuf er einheitliche Regeln für sämtliche Apotheken des Landes, sorgte für eine bessere Organisation und erneuerte das gesamte Ausbildungssystem der Apotheker Schwedens. Mosander legte damit die Grundlagen für das heutige Apothekensystem des Landes.


10. September 1380: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten
10. September 1821: August Jahnke, der Gründer der Allmänna Sångföreningen
10. September 1866: Tor Aulin, der Lehrer von August Strindberg
10. September 1892: Anders Anderson, ein Arzt als schwedischer Skalde
10. September 1924: Die Lottabewegung (Lottakåren) in Schweden
10. September 1970: Die schwedische Sängerin Anna Book
10. September 1978: Schwedens bester Formel 1 Fahrer stirbt nach Unfall

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 2. August 2012

Kaffee wird in Schweden verboten

Auch wenn man heute Kaffee als das schwedische Nationalgetränk betrachtet, so kam es in Schweden zwischen 1756 und 1822 viermal zu einem absoluten Kaffeeverbot, unter anderem am 2. August 1794. Dieses Verbot dauerte acht Jahre lang, bevor es von der Regierung wieder aufgehoben wurde. Anschließend konnte man wieder fünfzehn Jahre lang Kaffee trinken, bevor ein neues Verbot an der Tagesordnung war. Anlass dazu war grundsätzlich, dass die Schnapsbrennereien sich vom Kaffee bedroht sahen, der immer häufiger in Schweden getrunken wurde und dadurch die Gewinne der Alkoholindustrie schmälerte.

Kaffee war im Jahre 1685 erstmals nach Schweden gelangt, allerdings in einer sehr bescheidenen Menge, denn nach den Zollpapieren in Göteborg handelte es sich dabei um gerade einmal um ein halbes Kilo. Zwei Jahre später wurde Kaffee dann als Medizin gehandelt und konnte ausschließlich in Apotheken gehandelt werden. Erst der König Karl XII. hatte dann bei einem Aufenthalt in der Türkei entdeckt, dass Kaffee auch ein normales Getränk sein konnte, den er, zurück in Schweden, weiterhin auf türkische Art trinken wollte. Zu diesem Zweck hatte er selbst eine Kaffeemaschine mit nach Schweden gebracht. Täglich erhielt er auch eine Lieferung Kaffee aus der Türkei, wobei man dem König nachsagt, dass er täglich drei Liter Kaffee trank.

Heute wird Schweden weltweit nur noch von Finnland beim Kaffeekonsum geschlagen und die aktuellen Zahlen sprechen für sich, denn jedes Jahr werden rund 90 Millionen Kilo Rohkaffee in Schweden importiert und 2011 kaufte jeder Einwohner des Landes (Babys mitgezählt) 9,64 Kilogramm Kaffee pro Jahr und trank 161 Liter des Getränkt, also 3,5 große Tassen am Tag, wobei Männer im Durchschnitt 20 Prozent mehr Kaffee als Frauen trinken und die überwiegende Menge des Kaffees zu Hause getrunken wird. Das wichtigste Importland für schwedischen Kaffee ist seit Jahrzehnten Brasilien.


2. August: Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins
2. August 1951: Freddie Wadling, vom Punk zur Ballade 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 1. Juli 2011

Das Monopol für Apotheken wird in Schweden abgeschafft

Zum 1. Juli 2009 wurde das staatliche Monopol für Apotheken in Schweden abgeschafft und die 950 Apotheken des Landes mussten sich auf eine Konkurrenz einstellen, da ab diesem Datum auch private Unternehmen einen Anteil am jährlichen Umsatz von über 30 Milliarden Kronen haben wollten. Ab 1. November 2009 war es auch gewöhnlichen Läden erlaubt eine Auswahl an rezeptfreien Medikamenten anzubieten.

Die erste Apotheke Schwedens wurde 1575 in Stockholm gegründet und basierte auf einem sogenannten Privilegienbrief. Dies bedeutet, dass die ersten Apothekensystem nur vom König direkt genehmigt werden konnten. Der Privilegienbrief konnte bis 1920 entweder persönlich sein, oder aber weiterverkauft werden. Erst nach 1920 war es verboten Privilegienbriefe für Apotheken weiterzuverkaufen.

Die sozialistische Regierung Schwedens entschied sich dann am 17. September 1969 das gesamte Apothekensystem Schwedens zu verstaatlichen. Diese Verstaatlichung baute vor allem auf die Meinung, dass das gesamte Gesundheitssystem frei von privaten Gewinninteressen sein sollte. Während die Sozialisten auch planten die Arzneimittelindustrie Schwedens zu verstaatlichen, ging die rechte Regierung Reinfeldt dann jedoch andere Wege und bereitete ab ihrem Regierungsantritt die Privatisierung von Apotheken vor.

1. Juli 1855: Die erste Briefmarke Schwedens
1. Juli 1987: HMS Halland, der letzte Zerstörer der schwedischen Marine 

Copyright: Herbert Kårlin