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Mittwoch, 21. März 2012

Die Konvention auf Åland

Die Konvention auf Åland am 21. März 1809 beendete die militärischen Streitigkeiten zwischen Russland und Schweden, was zum Ergebnis hatte, dass Russland sich verpflichtete Schweden nicht anzugreifen und Åland wieder zu verlassen. Allerdings musste sich Schweden, bevor die russischen Truppen sich am 25. März, wenn auch nur vorübergehend, tatsächlich aus Åland zurückzogen, dazu verpflichten Åland nicht mehr neu zu besetzen und zu akzeptieren, dass die Inseln zu Finnland gehörten, das wiederum in seiner Gesamtheit von Russland besetzt war.

Nur wenige Monate bevor es zu dieser Konvention auf Åland kam, hatte der russische Zar Alexander I. sein Heer beauftragt Schweden anzugreifen, wenn auch nur aus taktischen Gründen, denn er wollte Schweden zu einem Friedensvertrag zwingen aus dem eindeutig hervorgeht, dass Finnland in russische Hände fällt. Der Plan war nicht nur Åland anzugreifen, sondern der Kampf sollte gleichzeitig auf mehreren Fronten stattfinden. 17.000 Soldaten sollten gleichzeitig Åland und Umeå angreifen, die sie zu Fuß über die zugefrorene Ostsee erreichten und der nördliche Teil von Västerbotten sollte durch das Überschreiten des Flusses Kemi erreicht werden.

Durch die Konvention auf Åland wurden dann sämtliche Kriegshandlungen zwischen Russland und Schweden gestoppt, sie bedeutete aber auch, dass die Herrschaft Schwedens auf Åland endgültig zu Ende war, denn von 1809 bis zur finnischen Unabhängigkeit im Jahre 1917 blieb die Inselgruppe in russischem Besitz um dann direkt in das finnische Reich überzugehen. Russlands große Zeit, in der auch die Bomarsund Festung gebaut wurde, dauerte jedoch ebenfalls nur bis zum Frieden von Paris im Jahre 1856 durch den Åland entmilitarisiert wurde.

21. März 1917: Der schwedische Maler Arne Isacsson
21. März 1996: Göran Persson an der Spitze der Macht

Copyright: Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg

Freitag, 2. September 2011

Die Bomarsunds Festung auf Åland

Nachdem das finnische Åland nach dem Frieden von Fredrikshamn im Jahre 1809, an Russland fiel, begann das Zarenreich dort im Jahre 1832 mit dem Bau einer Festung, dem westlichsten Schutz des Zarenreiches. Noch bevor die Festung jedoch fertig war, wurde sie am 2. September 1854 während des Krimkrieges von französischen und englischen Truppen weitgehend zerstört, ein Ereignis, das auch dazu führte, das Åland anschließend als demilitarisierte Zone galt.

Die Bomarsunds Festung, die man heute nur noch in Form einer Ruine findet, war als 290 Meter lange, zweistöckige Festung geplant. Der Bau in halbzirkliger Form sollte 2500 russische Soldaten beherbergen und mit sechs Kanonentürmen verteidigt werden, die zur Zeit des französisch-englischen Angriffes mit 40 Kanonen bestückt waren. Bei der Eroberung am 2. September 1854 wurden die Türme und die Verteidigungsanlagen gesprengt, so dass man heute nur noch Mauerreste der Anlage sehen kann.

Bereits am 8. August 1854 hatte die englische Flotte, die eine französische Division an Bord hatte, in Åland angelegt und die Festung von drei Seiten gleichzeitig angegriffen. Insgesamt kämpften 12.000 französische Soldaten zu Land und 80 Kriegsschiffe zu See um die Bomarsunds Festung zu stürmen, die zu dieser Zeit gerade einmal von 2000 Mann verteidigt wurde. Nach der Eroberung wurden rund 1500 russische Gefangene auf die Insel Aix vor La Rochelle in Frankreich und 500 nach Lewes in England deportiert. Der Sieg auf Åland wurde von Frankreich als so bedeutendes Ereignis gesehen, dass er selbst am Triumpfbogen in Paris eingraviert wurde.

2.September 1925: Gunnar Nilsson, in Jazzkreisen bekannt als Siljabloo
2. September 1932: Johan August Gustafsson, der Bauern-Skultör aus Öland 

Copyright: Herbert Kårlin