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Mittwoch, 10. Februar 2016

Der Lomma Kanal am Öresund

Wenn man in Schweden von Kanälen spricht, so meint man entweder jene, die einst für den Wassertransport gebaut wurden und heute touristisch genutzt werden, oder aber jene Kanäle, die innerhalb einer Stadt als Hafenanlagen oder auch den Transport von Waren gebaut wurden. Der Lomma Kanal am Öresund, etwas nördlich von Malmö, gehört in keine der beiden Gruppen, obwohl auch dieser Kanal zu einem kleinen Freizeithafen führt, denn der Lomma Kanal ist vor allem ein architektonisches Projekt der Stadtplanung.

Die erste Etappe des Lomma Kanals wurde am 10. Februar 2013 eingeweiht und ist gerade einmal 80 Meter lang, denn die restlichen 202 Meter entstehen erst dann wenn die Baugesellschaft, die dort auch für den Bau von Häusern nach Bostadsrätt zuständig ist, sicher ist, dass sich das ganze Projekt auch lohnt. Der bis zu dreizehn Meter breite Gesamtkanal wird daher kaum vor 2019 vorhanden sein, soll dann jedoch eine Attraktion des Ortes Lomma sein und die industrielle Geschichte des Ortes endgültig hinter sich lassen, denn ein früheres Industriegebiet wird in ein eine luxuriösen Wohngegend verwandelt.

Auch wenn der Lomma Kanal vor allem den Anwohnern dienen wird, so sind entlang des Lomma Kanals mehrere kleinere Plätze geplant und das Ufer ist dabei sich in eine Parkanlage zu verwandeln. Neben einem Wasserfall und einem kleinen Teich, der das Ende des Lomma Kanals bildet, wird auch eine Sonnentreppe entstehen, die im Sommer als Versammlungsplatz und zum Sonnenbaden dienen soll. An den Bootsstegen wird man allerdings vor allem die Motorboote der Wohnungskäufer finden. Der Vorteil des Kanals wird jedoch sein, dass man auf einem ruhigen und grünen Weg vom Zentrum zum Strand am Öresund kommt.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 18. September 2011

HSB und der schwedische Wohnungsmarkt

Am 18. September 1924 wurde nach dem Modell eines lokalen Vereins in Stockholm die nationale Baukooperative HSB (Hyresgästernas Sparkasse- och Byggnadsförening) gegründet, die mittlerweile nahezu 550.000 Mitglieder hat und das Ziel vertritt einem möglichst breiten Kreis an Personen über verschiedene Methoden zu einer kooperativen Wohnung zu verhelfen, dem in Schweden vorherrschenden Bostadsrätt.

Die Idee von HSB gilt in Schweden als bahnbrechend, da die HSB sowohl als Bausparkasse dient, durch kooperatives Bauen die Preise der Wohnungen niedrig halten kann und die Verwaltung von den jeweiligen Vereinen (gegenwärtig nahezu 4000 lokale Vereine) übernommen wird, die dann auch über die monatlichen Kosten entscheiden. In den letzten Jahren errichtete die HSB auch Mietwohnungen für Mitglieder, die sich Rechte auf eine kooperative Wohnung ansparen können und bei der Vergabe von Wohnungen dann bevorzugt werden.

Die Gebäude der HSB waren jedoch auch noch in anderer Weise bahnbrechend, denn bereits in den 20er Jahren legte der Dachverband fest, dass jede Wohnung ein Badezimmer haben musste und jedes Gebäude über eine Waschküche mit modernen Maschinen vorfügen musste, was Jahre später ein allgemeiner Standard für schwedische Wohnungen wurde. Seit 1988 erschütterten sieben Affären die Aktivitäten der HSB, die jedoch nichts daran änderten, dass die HSB nach wie vor den schwedischen Baumarkt bedeutend beeinflusst.

18. September 1195: Petrus, der dritte Erzbischof Schwedens
18. September 2008: Bekämpfung der Dyskalkulie in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin