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Montag, 30. November 2015

Die Markthalle auf Östermalm (Östermalmshallen) in Stockholm

Die Markthalle auf Östermalm in Stockholm, offiziell Östermalms Saluhall, meist jedoch nur Hallen oder Östermalmshallen genannt, wurde am 30. November 1888 von König Oscar II. eingeweiht und am Folgetag für die Kunden aus der schwedischen Hauptstadt geöffnet, eine Halle, die in der Rekordzeit von nur sechs Monaten entstanden war. Auch wenn die Hallen bis heute nicht unter Denkmalschutz steht, so wurde sie als bedeutendes kulturhistorisches Bauwerk unter Schutz gestellt, was nahezu einem Denkmalschutz entspricht und ihr noch eine lange Existenz garantiert.


Der Bau der Markthalle auf Östermalm wurde den Architekten Isak Gustaf Clason und Kasper Salin anvertraut, die ein Gebäude aus Gusseisen und Ziegel wachsen ließen, das stark von französischen Bauten jener Epoche inspiriert war und die erste „Ziegelkathedrale“ Schwedens wurde. Die Östermalms Saluhall gilt heute als einer der bedeutendsten nordischen Ziegelbauten des späten 19. Jahrhunderts und zieht mit dem Angebot, das man im Inneren findet, jede Gesellschaftsschicht an, und gilt auch als touristische Sehenswürdigkeit, die bei einem Besuch in Stockholm geradezu ein Muss ist.

Allerdings ist die Östermalmshallen mit seinen rund 3000 Quadratmetern Fläche, in der man vor allem Lebensmittel und Delikatessen findet, heute dringend renovierungsbedürftig, was bedeutet, dass sie zwischen Frühjahr 2016 und Ende 2018 geschlossen sein wird und die Händler in einen vorübergehenden Bau auf dem Marktplatz einziehen werden. Erstaunlich ist dabei, dass die Kosten für den provisorischen Bau ebenso hoch sind wie damals für das monumentale Gebäude. Da die Hallen von hohem kulturhistorischen Wert ist, dienen die Arbeiten ausschließlich der Konsolidierung des Bauwerks, denn alle Elemente im Inneren werden das gleiche Aussehen behalten wie bei der Eröffnung im Jahre 1888.


30. November 1718: Karl XII., der „Kriegskönig“ Schwedens
30. November 1833: Artur Hazelius, das Nordische Museum und Skansen
30. November 1868: August Blanche und das Stockholmer
30. November 1977: 67 Häuser verschwinden bei einem Erdrutsch bei Göteborg
30. November 2005: Der Komiker, Sänger und Schauspieler Mikael Dubois
30. November 2010: Der Kåldolmens dag, der schwedische Tag der Kohlrouladen 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 30. März 2014

Arvid Nordquist, eine Erfolgsgeschichte Schwedens

Wenn man in Schweden von Nordquist spricht, so denkt man im ersten Moment an den Classic Kaffee und erst dann an das Markenzeichen Arvid Nordquist, das auf den Großhändler Arvid Nordquist zurückgeht, der am 30. März 1858 in Almunge bei Uppsala geboren wurde und nach einer Handelausbildung und einigen Anstellungen mit 26 Jahren eine kleine Gewürz- und Delikatessenboutique in Stockholm übernahm. Die erste Kaffeerösterei gründete allerdings erst sein Sohn Bengt im Jahre 1961, einer Zeit, als die Aktiengesellschaft Arvid Nordquist längst ein Großhandelsimperium in Schweden war.

Nachdem Arvid Nordquist 1884 den Delikatessenladen seines damaligen Arbeitgebers übernommen hatte, gelang es ihm diesen in einer enormen Geschwindigkeit bekannt zu machen und schon 1892 konnte er einen exklusiven Laden auf Östermalm öffnen. Das Erfolgsrezept Nordquists war höchste Qualität zu bieten und dabei Festpreise einzuführen. Seine Handelbeziehungen dehnten sich bald über ganz Europa aus, da er bei seinen zahlreichen Reisen die exklusivsten Lieferanten mit höchster Qualität ausfindig machen konnte.

Zu Hilfe kam Arvid Nordquist allerdings die Tatsache, dass sich Konserven in ganz Europa immer mehr durchsetzten und damit weder die Haltbarkeit der Waren noch der Transport ein Problem verursachten. Die Basis für die heutige Größe des Unternehmens kam für Nordquist mit der Stockholmausstellung im Jahre 1897, denn zu dieser Gelegenheit konnte der Unternehmer seine Kontakte bedeutend ausdehnen und als dann auch noch die Birger Jarlsgatan in Stockholm gebaut wurde und damit das Delikatessengeschäft Nordquists im Zentrum der schwedischen Hauptstadt landete, war der Erfolg geradezu garantiert.


30. März 1796: Johan Simmingsköld, ein homosexueller Schriftsteller im 18. Jhd.
30. März 1798: Torsten Rudenschöld, der Gründer der schwedischen Volksschule
30. März 1808: Gustaf Fredrik Gyllenborg, der Satiriker des 18. Jahrhunderts
30. März 1920: Jan Olof Olsson, der historische Roman und Reiseschilderungen 
30. März 1926: Ingvar Kamprad und das schwedische Imperium Ikea
30. März 1933: Filip Månsson und die öffentliche Kunst Schwedens 
30. März 1954: Pauline Brunius, die erste Frau, die das Dramaten leitete 
30. März 1976: Dampferfahrt auf dem schwedischen See Mjörn

Copyright: Herbert Kårlin