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Mittwoch, 5. Oktober 2016

Der schwedische Schriftsteller Henning Mankell

Als Henning Mankell am 5. Oktober 2015 in Särö bei Göteborg an seinem Krebsleiden starb, hatte er insgesamt über 40 Millionen Bücher in der ganzen Welt verkauft und galt als einer der größten Kriminalautoren Schwedens, obwohl Mankell auch in der Geschichte des schwedischen Theaters eine gewisse Rolle spielte und seine Romane über Afrika ein Zeichen seines politischen Engagements waren. Nahezu unbekannt war bei seinem Tode auch dass sich Mankell sehr stark für die Dritte Welt einsetzte und hohe Summen an Organisationen verschenkte, die sich für eine bessere Welt einsetzten. Noch 2007 hatte Mankell den SOS Kinderdörfern 15 Millionen Kronen geschenkt.

Henning Mankell war am 3. Februar 1948 als Sohn eines Komponisten gleichen Namens in Stockholm zur Welt gekommen, wobei sich seine Eltern trennten als Mankell gerade einmal ein Jahr alt war. Sowohl der spätere Schriftsteller als auch seine ältere Schwester wurden allein vom Vater erzogen. Mankell traf seine Mutter erstmals als er 15 Jahre alt war, ohne dass sich dabei jedoch irgend ein näheres Verhältnis entwickelte, so dass sich auch der Selbstmord der Mutter fünf Jahre später kaum auf den Schriftsteller auswirkte. Bereits Mitte der 60er Jahre hatte Mankell das Ziel für das Theater zu arbeiten und gleichzeitig Schriftsteller zu werden.

Die gesamte Arbeit und auch seine späteren Werke sind stark von der politischen Einstellung Mankells geprägt, auch wenn seine linksradikalen und maoistischen Ideen sich mit der Zeit abschwächten und vor allem auf die Entwicklung der Dritten Welt konzentrierten. Neben seinen Kriminalromanen mit Kriminalkommissar Kurt Wallander, zeigte Mankell auch ein starkes Theaterengagement, denn in den 70er Jahren war er einer der Gründer des Dalateatern in Falun und 1984 wurde Mankel Direktor des Kronobergsteatern in Växjö. Dies bedeutete zwar dass Mankell zwischen 1984 und 1990 keinerlei schriftstellerischer Tätigkeit nachging, jedoch dem Theatergeschehen ein neues Gesicht gab, denn Mankell setzt in Växjö sehr stark auf schwedische Theaterstücke, was nicht nur in Växjö einen sehr großen Erfolg zeigte, sondern sehr viele Theater Schwedens beeinflusste, die ab dieser Zeit auch der schwedischen Kunst wieder einen größeren Platz gaben.


5. Oktober 1785: Lasse-Maja, der schwedische Dieb in Frauenkleidern
5. Oktober 1904: Die schwedische Sängerin Greta Wassberg
5. Oktober 1923: Stig Dagerman, ein zerrissenes Leben bis zum Tod
5. Oktober 1938: Albert Ranft, ein ungewöhnlicher Theaterdirektor Schwedens
5. Oktober 1953: Hjalmar Lundgren, Literatur und Lakalpatriotismus aus Norrköping
5. Oktober 1987: Der schwedische Künstler Alf Gustavsson
5. Oktober 1997: Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 13. Februar 2013

Die schwedische Schauspielerin Eva Britt Remaeus

Eva Remaeus wurde am 13. Februar 1950 in Lund geboren und gehört zu jenen Schauspielerinnen, die außerhalb Schwedens kaum bekannt wurden, obwohl sie für jeden Schweden ein Begriff ist, da sie von 1973 bis 1974 als „Eva“ im pädagogischen Kinderprogramm Fem myror är fler än fyra elefanter (Fünf Ameisen sind mehr als vier Elefanten) mitwirkte und Kindern durch Gesang und Sketsche Buchstaben und Zahlen beibrachte.

Als Schauspielerin wirkte Eva Remaeus auch in einigen Filmen mit, ohne jedoch hierbei den internationalen Durchbruch zu schaffen, da Remaeus sich zu stark bei den verschiedensten Projekten engagierte, sich zum Beispiel 1977 am Tältprojektet beteiligte, bei mehreren Bands mitarbeitete und sich sehr stark für die Menschenrechte einsetzte. Eva Remaeus war zum Beispiel die treibende Kraft die Schule Esperanza in Nicaragua zu bauen, die anschließend auch nach ihr benannt wurde.

Privat hatte Eva Remaeus etwas weniger Glück, denn ihre Ehe mit dem Schauspieler Jan Jönson, der vor allem dadurch bekannt wurde, dass er mit Strafgefangenen in Europa, den USA und Russland Theatervorstellung organisierte, hielt gerade einmal von 1982 bis 1991 und die gemeinsame Tochter verlor ihre Mutter am 29. Januar 1993, gerade einmal elf Jahre alt, an einem Gehirntumor.


13. Februar 1660: Karl X. Gustav stirbt an einer Blutvergiftung

Copyright: Herbert Kårlin