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Samstag, 25. März 2017

Die schwedische Künstlerin Wilhelmina Lagerholm

Wilhelmina Lagerholm wurde am 25. März 1826 als Tochter eines Landvermessers in Örebro geboren und hatte sehr früh eine Neigung zur Kunst. Auch wenn eine Frau um diese Zeit kaum Rechte hatte und in keiner Kunsthochschule aufgenommen wurde, halfen ihr die Eltern zu einer grundlegenden, wenn auch mehr privaten, Kunstausbildung von Ferdinand Fagerlin in Stockholm. Der Künstler verhalf Lagerholm auch zu einem Reisestipendium, das es ihr ermöglichte erst zwei Jahre lang Kunst in Paris zu studieren und anschließend ihr Studium noch in Düsseldorf fortzusetzen, erneut bei Fagerlin.

Wilhelmina Lagerholm schätzte die Selbständigkeit in Frankreich und Deutschland, war jedoch nach wenigen Jahren gezwungen nach Örebro zurückzukehren, da sie als einzige unverheiratete Tochter die Eltern pflegen musste. Während der ersten Jahre malte Lagerholm insbesondere Porträts der Bürgerschicht, ging jedoch mehr und mehr zur Malerei des Alltagslebens des 17. Jahrhunderts über. Noch mehr begann die Künstlerin dann jedoch die Fotografie zu interessieren und 1862, nur sechs Jahre nachdem Frauen in Schweden auch als mündig erklärt werden konnten, richtete sie das erste Fotoatelier in Örebro ein, das sie bis 1871 mit großem Erfolg betrieb.

Im Jahre 1871 entschied sich Wilhelmina Lagerholm nach Stockholm zu ziehen, gab dabei auch die Fotografie wieder auf und entwickelte sich zu einer der angesehensten Porträtmalerinnen der schwedischen Hauptstadt. Im gleichen Jahr wurde sie auch als Nachwuchskünstlerin von der Kunstakademie agreiert, was in jener Zeit für Frauen eine der wichtigsten Anerkennungen als Künstler war, da dies als Vorstufe für eine Mitgliedschaft bildete. Gemälde von Lagerholm, die am 19. Juni 1919 in Stockholm starb, findet man sowohl im Nationalmuseum in Stockholm als auch im Kunstmuseum in Göteborg.


25. März: Der Waffeltag in Schweden
25. März 1751: Fredrik I., König Schwedens dank seiner Ehefrau
25. März 1902: Sten Broman, ein schwedisches Original
25. März 1954: Massiver Widerstand gegen das Fernsehen in Schweden
25. März 1975: Die schwedische Sängerin Sofia Karlsson
25. März 2008: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg
25. März 2012: Der schwedische Spion Bertil Ströberg 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 5. Februar 2015

Der schwedische Künstler Ferdinand Fagerlin

Ferdinand Fagerlin kam am 5. Februar 1852 in Stockholm zur Welt und machte eine Ausbildung als Schiffsbauer bevor er sich 1845 an der Technischen Hochschule in Stockholm einschrieb, ohne jedoch ein Studium zu beenden. Nach einigen Jahren Militärdienst und einer Tätigkeit als königliche Wache, ging Fagerlin 1853 nach Düsseldorf um dort ein Kunststudium zu beginnen. Nur drei Jahre später studierte der Künstler noch bei Thomas Couture in Paris, kehrte dann jedoch nicht nach Schweden zurück, sondern ließ sich in Düsseldorf nieder, was auch erklärt, warum Fagerlin heute als der typische schwedische Repräsentant der Düsseldorfer Schule betrachtet wird.

Während der ersten Jahre seiner Kunstausbildung in Deutschland kehrte Ferdinand Fagerlin mehrmals nach Schweden zurück und malte dort zahlreiche Portraits, die jedoch heute nicht als seine typischen und besten Arbeiten betrachtet werden. Nachdem jedoch nahezu die gesamte Familie Fagerlins 1855 an der Choleraepidemie starb, verlor Schweden für den Künstler seine Anziehung. In Paris ging Fagerlin dann von der Porträtmalerei auf die Genremalerei über und schuf 1857 mit Violbukettförsäljerska sein erstes Meisterwerk, das man heute im Kunstmuseum in Göteborg finden kann.

Im Jahre 1862 stellte Ferdinand Fagerlin dann sein erstes holländisches Motiv in Wien aus, der Beginn einer Kunstrichtung, die ihm später auch in Schweden zum Ruf als Künstler verhalf. Fagerlin hatte sich seit seinem Aufenthalt in Paris für die holländische Malerei interessiert und die ersten Gemälde mit holländischen Motiven gemalt lange bevor er begann Holland regelmäßig zu besuchen. Seine Inspiration kam zu Beginn ausschließlich von anderen holländischen Szenen, die er dann mit seiner Phantasie in eigene Kunstwerke verwandelte. Nach seinem ersten Aufenthalt in Zandvoort im Jahre 1863 war Fagerlin ganz von Küstenlandschaften und dem Seemannsleben Hollands gefesselt und es entstanden jene Gemälde, die man heute in mehreren großen Museen Europas betrachten kann.


5. Februar 1818: König Karl XIII. von Schweden 
5. Februar 1818: Karl XIII. verkauft die schwedische Krone an Frankreich 
5. Februar 1849: Mäster Palm, der Schneider wird zum Agitator
5. Februar 1892: Adam Smedberg und die Erweckungsbewegung in Närke 
5. Februar 1892: Emilie Flygare-Carlén und der Regionalroman der Westküste 
5. Februar 1895: Berit Spong und die Kritik des Kleinstadtlebens 
5. Februar 1945: Der schwedische Architekt Ragnar Östberg 
5. Februar 1950: Die schwedische Strafrechtsanwältin Kerstin Koorti

Copyright: Herbert Kårlin