Posts mit dem Label Gustaf Edgren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gustaf Edgren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 6. März 2018

Der Komiker und Schauspieler Fridolf Rhudin

Fridolf Rhudin kam am 10. Oktober 1895 als Sohn eines Schneiders in Ransäter im Värmland zur Welt, besuchte die Volksschule in Munkfors und begann eine Ausbildung bei seinem Vater, der hoffte, dass sein Sohn das Geschäfte weiterführen werde. Rhudin setzte seine Ausbildung in Kopenhagen und vor allem in Oslo, dem damaligen Kristiania, fort, hatte seine Gedanken jedoch beim Theater, mit dem er bereits in Munkfors engeren Kontakt hatte, da er dort zwischen 1914 und 1924 insgesamt 55 Rollen als Amateurschauspieler hatte und sich dadurch auch einen gewissen Namen gemacht hatte.

Während seines Militärdienstes bewarb sich Fridolf Rhudin dann bei sämtlichen reisenden Theatergesellschaften, die er kannte und wurde am 1919 auch immer wieder engagiert, anfangs als Bühnenarbeiter, dann in einer kurzen Rolle ohne einen einzigen Satz sagen zu dürfen und schließlich auch mit etwas bedeutenderen Rollen. Den Erfolg hatte er in diesen Jahren vor allem im Amateurtheater in Munkfors. Dies hing vermutlich damit zusammen, dass Rhudin eigentlich die Eigenschaften eines Schauspielers fehlten und er sich als Fridolf Rhudin auf die Bühne stellte und nur mit seinem Charisma überzeugen konnte. In eine fremde Persönlichkeit einzufühlen war für Rhudin nahezu unmöglich.

Das Talent Fridolf Rhudins zeigte sich dann in den volkstümlichen Filmen und seinen Revuen, denn hier konnte der Schauspieler aus seinem eigenen Leben schöpfen. Bereits seine erste größere Rolle in Fröken på Björneborg machte Rhudin und die von einem Freund, Gustaf Edgren, gegründete Filmgesellschaft Värmlandsfilm in ganz Schweden bekannt, zumal die Svensk Fimlindustri (SF) die kommende Produktionen des kleinen Unternehmens übernahm. Als Rhudin 1925 zusammen mit Ernst Rolf in einem Film spielte, wurde dieser auf den Schauspieler aufmerksam und engagierte ihn für seine Zirkusrevue des gleichen Jahres. Ab diesem Zeitpunkt galt Rhudin als einer der bedeutendsten Schauspieler Schwedens. Allerdings sollte die Karriere nicht sehr lange dauern, da Fridolf Rhudin bereits am 6. März 1935 an einer Gehirnentzündung in Stockholm starb.


6. März 1808: Sophie Adlersparre und die schwedische Frauenbewegung
6. März 1823: Gustaf Ljunggren und die klassische Literatur Schwedens
6. März 1850: Victoria Benedictsson und der Weg der weiblichen Befreiung
6. März 1850: Victoria Maria Benedictsson, ein Selbstmord ohne Antwort
6. März 1888: Der Schauspieler und Theaterdirektor Gösta Cederlund
6. März 1909: Die schwedische Künstlerin Ebba Hedqvist
6. März 1943: Eva Bysing aus Bysingsberg im Västmanland
6. März 1962: Piratensender vor der schwedischen Küste
6. März 1988: Die schwedische Sängerin Agnes Carlsson 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 1. April 2017

Der Regisseur und Produzent Gustaf Edgren

Gustaf Edgren kam 1. April 1895 in Östra Fågelvik zur Welt und taucht in der schwedischen Filmgeschichte erstmals im Jahre 1922 auf, als er mit Fröken på Björneborg, einer Liebesgeschichte mit mehreren Intrigen, seinen ersten Film präsentierte. Der Journalist hatte hierfür die Produktionsfirma Värmlandsfilm gegründet, das Manuskript geschrieben und für den Film, der ohne jedes Studio entstand, selbst die Regie geführt. Obwohl Edgren keinerlei Ausbildung im Filmbereich hatte, war sein erster Film ein bedeutender Erfolg, möglicherweise, weil es Edgren gelungen war den Humor des Värmlands in seinem ersten Film zu fangen.

Nach diesem ersten Erfolg produzierte Gustaf Edgren weitere fünf Filme mit seiner eigenen Produktionsfirma, um jedoch 1927 einen Vertrag mit der Svensk Filmindustri zu schließen und dort für weitere 27 Filme zu zeichnen, die in dieser Zeit offiziell dem Unternehmen die höchsten Gewinne brachten, da kein anderer Regisseur Schwedens so viele Zuschauer vor die Leinwand lockte und dabei so preisgünstig produzierte. In diesen Jahren entdeckte Edgren auch den Schauspieler und Komiker Fridolf Rhudin, der mit seinem Humor die Zuschauer voll überzeugte und ein Liebling des Publikums wurde.

Der Erfolg von Gustaf Edgren, der am 10. Juni 1954 in Bromma starb, lag vor allem daran, dass er ein Meister der volkstümlichen Lustspiele war, was sich nicht nur bei seinem ersten Film zeigte, sondern auch bei Värmlänningarna aus dem Jahre 1932. Selbst die beiden politischen Filme Edgrens, insbesondere Röda dagen nach dem Roman von Erik Lindorm, werden zum Erfolg, auch wenn Edgren hier deutlich Stellung gegen den Nationalsozialismus nahm und dabei auch die Frauenbewegung Schwedens einband, was nicht von allen Schweden positiv gesehen wurde. Gustaf Edström verfolgte mit seinen Filmen im Grunde nur ein einziges Ziel, nämlcih dem Volk eine angenehme Unterhaltung zu bieten und selbst problematische Themen mit Humor zu versehen.


1. April 1412: Der schwedische König Albrecht von Mecklenburg
1. April 1643: Königin Kristina verleiht Åmål die Stadtrechte
1. April 1841: Knut Michaelson, vom Industriedisponent zum Theater
1. April 1843: Adolph Ribbing und der Mord an Gustav III.
1. April 1915: Der schwedische Architekt Lennart Kvarnström
1. April 1945: Totta Näslund und der Weg zu Bob Dylan
1. April 1953: Die erste männliche Krankenschwester Schwedens
1. April 1962: Gustaf VI. Adolf weiht den Flughafen Arlanda in Stockholm ein
1. April 1967: Sixten Sason und die Saab-Modelle
1. April 1997: Die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden

Copyright: Herbert Kårlin