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Samstag, 28. Mai 2016

Der schwedische Architekt Lars-Erik Lallerstedt

Lars-Erik Lallerstedt kam am 28. Mai 1910 als Sohn eines renommierten Architekten in Stockholm zur Welt und studierte an der KTH (Kungliga Tekniska Högskolan) in Stockholm Architektur, ein Studium, das er 1936 erfolgreich abschloss. In den Folgejahren arbeitete Lallerstedt eng mit seinem Vater zusammen, wobei sein erster großes Projekt die Flugtechnische Versuchsanstalt in Stockholm war, die die beiden gemeinsam ab 1938 zeichneten, obwohl dieses Amt als solches erst 1940 gegründet werden sollte.

Ende der 40er Jahren übernahm Lars-Erik Lallerstedt das Amt seines Vaters als Chefarchitekt für die schwedische Post. Dies führte auch dazu, dass Lallerstedt heute als der Bauherr von Posthäusern gilt, die er überwiegend im Funktionalismus gestaltete. Sehr viele der Gebäude sind heute abgerissen oder, wie im Fall von Luleå, umgebaut worden und dienen heute anderen Zwecken. Lediglich das Posthaus in Sundsvall wurde mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt und ist damit ein typisches Baudenkmal des Architekten geworden.

Als in den 50er Jahren die Aufträge für Postgebäude abnahmen, begann Lars-Erik Lallerstedt, der am 1. März 1978 auf Mallorca starb, bei seinen Bauten mehr zu Beton und Glas zu greifen. Während Lallerstedt Mitte der 50er Jahre vor allem Bürohäuser und Krankenhäuser, unter anderem in Falköping und Karlskrona, baute, kam 1960 ein neuer bedeutender Auftrag, nämlich der Bau des vierten Hochhauses in der Sergelgatan in Stockholm, eine sehr bedeutende Aufgabe, denn fünf der bedeutendsten Architekten Schwedens sollten jeweils eines der Hochhäuser bauen, die stilmäßig eine Einheit ausmachen, jedoch bei der Gestaltung der Fassaden und der Materialwahl ein Markenzeichen jedes Architekten sein sollten.


28. Mai 1853: Carl Larsson, der volksnahe Maler Schwedens
28. Mai 1858: Der schwedische Erfinder Carl Richard Nyberg
28. Mai 1914: Selma Lagerlöf, Mitglied der Svenska Akademien
28. Mai 1961: Die Skandale der Fotografin Elisabeth Ohlson Wallin
28. Mai 1999: Die Malexandermorde ändern das schwedische Rechtssystem

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 1. April 2016

Der schwedische Architekt Lennart Kvarnström

Lennart Kvarnström wurde am 1. April 1915 in Linköping als Sohn eines Bahnhofsinspektors geboren und machte im Jahre 1936 seine Hochschulreife am Technischen Gymnasium in Norrköping. Kvarnström machte danach indes kein Studium, sondern er begann unmittelbar nach seiner Hochschulreife in Architekturbüros in Göteborg zu arbeiten und ergänzte sein praktisches Wissen der Architektur mit mehreren Studienreisen in unterschiedliche Länder Westeuropas. Im Jahre 1951 öffnete Kvarnström dann ein eigenes Architekturbüro, wobei er jedoch nur ein Jahr später bei Göteborgs Förorter Chefarchitekt wurde, was ihm einige Jahre später dazu verhalf studierten Architekten gleichgesetzt zu werden und er die Aufgaben eines Stadtarchitekten wahrnehmen durfte.

Neben seiner Planungstätigkeit als Architekt für mehrere Vororte Göteborgs war Lennart Kvarnström auch Bauberater für den damaligen Ort Råda, Dozent für Architektur an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg, Lehrer an der Sozialhochschule der gleichen Stadt und aktiv in der Planungsaktivität von Großgöteborg, wobei er hier auch einen Schwerpunkt auf das Sozialleben der Bewohner legte. In diesem Rahmen arbeitete Kvarnström intensiv mit Bertil Hultén zusammen, der um jene Zeit der Planungschef für die Entwicklung von Großgöteborg war. Diese Zusammenarbeit führte letztendlich auch zurück zur unabhängigen Tätigkeit als Architekt und dem Auftrag, gemeinsam mit Hultén, einen Villenvorort in Örebro zu planen und zu bauen.

Ohne Hochschulstudium in Architektur gelang es Lennart Kvarnström nicht Aufträge für monumentale Bauten zu erhalten, aber dennoch gelang es ihm nicht nur 1965 in Lund eine Professur in  Architektur zu erhalten, sondern ganzen Wohngebieten bei Göteborg, in Lund, Malmö, Borås und auch in Örebro seinen Stempel zu geben, da er gesamte Stadtteile mit Villen, Reihenhäuser, Mietshäusern und Schulen plante. Das bekannteste Werk des Architekten Kvarnström wurde jedoch das Hochhaus in Råda, das 1954 allerdings nur acht Stockwerke und doppelt so viele Mietwohnungen hatte und seit 2006 mit bedeutenden Umbauten und zwei weiteren Stockwerken weiterhin das Symbol des Råda torg im heutigen Mölnlycke darstellt.


1. April 1412: Der schwedische König Albrecht von Mecklenburg
1. April 1643: Königin Kristina verleiht Åmål die Stadtrechte
1. April 1841: Knut Michaelson, vom Industriedisponent zum Theater
1. April 1843: Adolph Ribbing und der Mord an Gustav III.
1. April 1945: Totta Näslund und der Weg zu Bob Dylan
1. April 1953: Die erste männliche Krankenschwester Schwedens
1. April 1962: Gustaf VI. Adolf weiht den Flughafen Arlanda in Stockholm ein
1. April 1967: Sixten Sason und die Saab-Modelle
1. April 1997: Die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 26. März 2016

Das Stadtviertel Krämaren wird die Galerie Krämaren

Im Rahmen der Stadterneuerung wurde in Örebro das sogenannte Stadtviertel Krämaren in seiner Gesamtheit neu geplant und es wurden, gemäß der Stadtplanung zu Beginn der 60er Jahre, Wohnungen und Geschäfte in einer Einheit untergebracht. Die Idee dabei war gewissermaßen eine Stadt innerhalb der Stadt zu schaffen, in der die Bewohner alles finden konnten was sie im täglichen Leben benötigen. Als der Gesamtblock Krämaren am 26. März 1963 eingeweiht wurde, galt das Projekt als eines der modernsten Schwedens und wurde nur noch von Stockholm geschlagen.

Das Stadtviertel Krämaren besteht aus drei Teilen, nämlich einem zweistöckigen Basisgebäude, mit zwei unterirdischen Etagen, das das gesamte Quartier umfasst und zwei integrierten Hochhäusern mit jeweils 15 Etagen und insgesamt 160 Wohnungen unterschiedlicher Größe. Auf dem Dach des Basisgebäudes findet man eine Grünanlage mit Kinderspielplatz und mehrere flache Wasserflächen. Die Hochhäuser wurden zudem mit emaillierten Stahlplatten in acht verschiedenen Farbnuancen verkleidet um das Gesamtgebäude gleichzeitig als Kunstwerk zu gestalten.

Das Einkaufszentrum Krämaren bestand von Anfang an überwiegend aus kleineren Boutiquen mit einem sehr breiten Angebot. Dieses Einkaufszentrum lockte am 26. März 1963, also am Tag der Eröffnung, 75.000 Besucher an, in einer Stadt, die nicht einmal 130.000 Einwohner zählt. Dennoch hatten von Beginn an einige der Ladenbesitzer Probleme der Rentabilität, was sich nach dem Verkauf des Basisgebäudes mit den Geschäften an die Pensionsgesellschaft Alecta noch verschärfte. Zu Beginn des Jahres 2015 standen dann bereits fast die Hälfte der 40 Läden leer, was von Seiten Alectas dazu führte, dass der Geschäftsteil renoviert wird, mehr Eingänge erhält und Rolltreppen eingebaut werden, in der Hoffnung damit mehr Kunden anzulocken, auch wenn das tatsächliche Problem mehr in den hohen Mieten des einstigen Renommeegebäudes zu suchen ist.


26. März 1747: Elis Schröderheim im Dienste von Gustav III.
26. März 1822: Die missglückte Ehrung von Karl XIII.
26. März 1828: Elisabeth Olin, die erste Primadonna Schwedens
26. März 1888: Elsa Brändström, der „Sibirische Engel“ aus Schweden
26. März 1920: Die schwedische Studentenzeitung Lundagård
26. März 1940: Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens
26. März 1948: Jugendrevolte in Schweden
26. März 2015: Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Tomas Tranströmer 

Copyright: Herbert Kårlin

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