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Sonntag, 14. Dezember 2014

Sten Sture der Ältere, einer der Helden Schwedens

Als Sten Sture der Ältere am 14. Dezember 1503 starb, ging er gewissermaßen als Legende in die schwedische Geschichte ein, da er nicht nur mit seinem Sieg bei der Schlacht am Brunkeberg längere Zeit den Frieden nach Schweden gebracht hatte, sondern auch weil er als mehrmaliger Reichsvorstand immer das Wohl des schwedischen Reiches im Kopf hatte, auch wenn dies bedeutete die Macht des Königs einzuschränken und dem Adel nur eine gewisse Mitspracherechte zu gewähren. Hinzu kommt natürlich, dass es dem obersten Befehlshaber des Landes gelang während seiner Regierungszeit nahezu alle politischen Probleme zu umgehen.

Sten Sture der Älter war vermutlich gegen 1440 geboren worden. Da sein Vater, der Reichsrat war, sehr früh starb, wurde der spätere Reichsvorstand, Ritter und Oberfehlshaber Stockholms von seinem Stiefvater Gustav Karlsson auf dem Schloss in Kalmar erzogen. Da die Mutter eine Halbschwester des Königs Karl Knutsson war, wurde Sten Sture der Ältere sehr früh mit politischen Aufgaben betraut. Sein wirklicher Aufstieg begann jedoch erst 1464, als er neben dem Bischof Kettil Karlsson bei der Schlacht bei Haraker den verhassten König Kristian I. besiegen und vom Thron verstoßen konnte. Erst nach diesem Sieg konnte Karl Knutsson wieder über Schweden regieren.

Als Karl Knutsson dann am 15. Mai 1470 starb, übernahm Sten Sture der Ältere erneut die Macht über das Land, eine Stellung, die vom Reichsrat bereits zu Mittsommer des Jahres bestätigt wurde. Ein Jahr später wurde Sten Sture dann beim Treffen in Arboga auch von den Repräsentanten der Bürger und der Bauern als Reichsvorstand anerkannt. Mit einer Unterbrechung von vier Jahren, als König Hans (Johan II.) offiziell König Schwedens war, sollte Sten Sture der Ältere dann über 29 Jahre lang über die Geschichte Schwedens entscheiden und rund 25 Jahre lang den Frieden erhalten.


14. Dezember 1774: Anders Berch, der erste Nationalökonom Schwedens
14. Dezember 1915: Der schwedische Arzt Åke Senning
14. Dezember 1917: C. H. Hermansson und der politische Kampf in der Literatur
14. Dezember 1917: Der Dala-Demokraten erscheint zum ersten Mal
14. Dezember 1988: Christer Pettersson und der Mord an Olof Palme

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 11. August 2013

Bischof Kettil Karlsson ändert den Lauf der Geschichte

Kettil Karlsson wurde am 11. August 1465 geboren und war bereits als Kind und Jugendlicher auf das geistliche Amt vorbereitet worden. Nach Abschluss seines Studiums in Rostock wurde er von seinem Cousin, dem Erzbischof Jöns Bengtsson unter die Fittiche genommen, der Karlsson wiederum mit König Kristian I. bekannt machte. Karlsson gewann sehr schnell die Gunst des Königs und wurde von diesem als Nachfolger des bereits älteren Bischofs in Linköping ausgewählt. Der Bischof starb bereits bald danach und Kettil Karlsson wurde als Nachfolger gewählt, konnte wegen seinem jungen Alter jedoch erst 1459, mit Hilfe einer Sondergenehmigung, auch vom Papst als Bischof anerkannt werden.

Obwohl Kettil Karlsson seine Karriere nahezu ausschließlich dem König Kristian I. zu verdanken hatte, entwickelte er sich sehr schnell zu dessen Feind als der König Jöns Bengtsson gefangen nehmen ließ. Karlsson verbündete sich mit dem Geschlecht Bengtssons und belagerte anschließend mit einem Bauernheer das königliche Schloss in Östergötland. Es gelang ihm zudem die Bauern des Uppland und aus Dalarna gegen Kristian I. aufzubringen und mit dessen Hilfe Stockholm zu belagern.

Wenig später war es Kettil Karlsson gelungen eine ähnliche Macht zu erringen wie vor ihm Engelbrekt Engelbrektsson und hatte ein massives Bauernheer an seiner Seite, das jedoch den Seeweg nach Stockholm nicht schließen konnte. Karlsson wandte sich daher  an Karl Knutsson, der ihm mit seiner Flotte zu Hilfe eilte und Stockholm damit isolierte. Nach dem Sieg gelang es dann Kettil Karlsson auch seinen Verbündeten zu bekriegen und er ließ sich selbst zum Reichsvorstand ernennen. Nur sechs Monate später endete jedoch der Aufstieg Kettil Karlsson abrupt, denn er starb in Stockholm an der dort herrschenden Pest.


11. August 1908: Torgny T. Segerstedt verändert die schwedische Gesellschaft 
11. August 2000: Ein Rettungshubschrauber explodiert am Kebnekaise

Copyright: Herbert Kårlin