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Mittwoch, 30. Dezember 2015

Die Stadt Kramfors erhält ihr Stadtwappen

Auch wenn vorhistorische Funde bei Kramfors belegen, dass sich hier sehr früh Menschen aufhielten und sich hier bereits im 12. Jahrhundert eine Kirche befand, so gehört Kramfors mit zu den jüngsten Städten Schwedens und zudem erst Ende des 18. Jahrhunderts ihren Namen erhielt, denn bis dahin wurde der Ort Gudmundrå genannt, vermutlich nach einem Adeligen der diese Gegend einst besaß. Bereits um diese Zeit wurde im Wappen Gudmundrås allerdings ein Vogel gefunden, der im allgemeinen als Krähe bezeichnet wurde.

Im Jahre 1744 kam Christoffer Kramm aus Finnland in das heutige Kramfors und baute hier ein Sägewerk und schuf wenige Jahre später mit drei weiteren Personen die Krammfors Sågintressenter. Mit der Zeit erhielt damit der weitläufige Ort in dem man auch rund 300 Bauern zählte, den Namen Kramfors, eine Zusammensetzung des Familiennamens Kramm und dem schwedischen Wort fors, der Stromschnelle von der die Säge des Unternehmens angetrieben wurde, eigentlich eine Abkürzung von Kramfors såg(wärk).

Es sollte allerdings noch bis zum 1. Januar 1947 dauern bis Kramfors zur Stadt erhoben wurde. Interessant ist dabei jedoch, dass der schwedische König bereits am 30. Dezember 1946 das zukünftige Stadtwappen akzeptiert hatte, das die Krähe aus Gudmundrå enthält und die Sandöbron (Sandöbrücke). Auch wenn Kramfors damit theoretisch ein Wappen hatte, so sollte es bis 1984 dauern bis das Wappen auch im Patentamt geschützt wurde, denn die Krähe verursachte Probleme, da dieser Vogel von einem Teil der Stadträte als ungeeigneter Wappenvogel betrachtet wurde, denn eine Krähe war nun einmal kein Adler und auch kein anderer Vogel zu dem man stolz aufblicken konnte.


30. Dezember 1661: Das Schloss Drottningholm brennt ab
30. Dezember 1886: Georg Arn, der Architekt, der Örebro seinen Stempel gab
30. Dezember 1913: Sophia von Nassau wird Königin Schwedens
30. Dezember 1915: Der schwedische Diplomat Sverker Åström
30. Dezember 1923: Carl-Göran Ekerwald, ein literarischer Forscher des Jämtland
30. Dezember 1923: Sara Lidman, ein literarischer Kampf gegen den Kolonialismus
30. Dezember 1940: Schiffe aus Göteborg müssen eskortiert werden
30. Dezember 1967: Es erfolgt der erste Spatenstich für die Ölandbrücke
30. Dezember 1995: Katarina Taikon, die bekannteste Roma-Autorin Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 3. April 2011

Schwedischer Pilot über Blekinge abgeschossen

Am 3. April 1945 wurde bei Sölvesborg in Blekinge der erste und einzige schwedische Pilot von deutschem Militär über schwedischem Gebiet abgeschossen, obwohl Schweden neutral war und sich die deutsche Maschine ohne Genehmigung im schwedischem Luftraum aufhielt.

Am Vormittag des dritten April drang eine deutsche DO24 in den schwedischen Luftraum ein und flog in Richtung Simrishamn. Obwohl die Luftabwehr die Maschine beschoss und stoppen wollte, behielt sie ihren Kurz bei. Daraufhin sollten zwei schwedische Abwehrjäger die DO24 aus dem schwedischen Raum abdrängen, ohne jedoch die Maschine abzuschießen. Als Erik Harry Nordlund, der als erster mit seiner J 20 auf Höhe des deutschen Flugzeugs auftauchte, dem Piloten Zeichen zum Abdrehen gab, antwortete die Besatzung mit einer Salve aus den installierten Maschinengewehren, was zum Absturz der schwedischen J 20 führte.

Der Pilot, Harry Nordlund, wollte sich mit dem Fallschirm retten, was ihm jedoch, aus unbekannten Gründen, nicht gelang, so dass er mit seiner Maschine am Boden zerschellte. Die zweite Maschine konnte dann die deutsche DO24 zum Abdrehen bringen ohne beschossen zu werden. Harry Nordlund wurde mit militärischen Ehren im Ullångers Friedhof bei Kramfors beigesetzt. Am 17. November 1995 wurde außerhalb von Sölvesborg ein Gedenkstein zu seinen Ehren errichtet.

3. April 1581: Johannes Rudbeckius und die erste Mädchenschule Schweden
3. April 1780: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter

Copyright: Herbert Kårlin