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Mittwoch, 20. Juli 2016

Der Physiker und Nobelpreisträger Kai Siegbahn

Kai Siegbahn ging bei seinem Tod am 20. Juli 2007, wie bereits sein Vater, Manne Siegbahn, als einer der bedeutendsten Physiker in die Geschichte Schwedens ein, da er zur ausgewählten Gruppe der Wissenschaftler gehört denen ein Nobelpreis verliehen wurde, auch wenn er 1981 den Preis mit Nicolaas Bloembergen und Arthur L. Schawlow teilen musste. Der Nobelpreis wurde an Siegbahn vergeben, weil es diesem gelungen war die Elektronenspektroskopie zu revolutionieren und Elektronenspektrometern eine bis dahin unmögliche Genauigkeit zu verleihen.

Kai Siegbahn war am 20. April 1918 als Sohn des Nobelpreisträgers Manne Siegbahn in Lund zur Welt gekommen und studierte nach seiner Hochschulreife in Uppsala Physik, Mathematik und Chemie. Da Siegbahn jedoch bereits ab 1942 als Forscher am Nobelinstitut in Stockholm zu arbeiten begonnen hatte, legte er 1944 auch in Stockholm sein Examen ab. Der Physiker arbeitete anschließend bis 1951 weiterhin am Nobelinstitut um jedoch in diesem Jahr als Professor in Physik an die KTH (Königlich Technische Hochschule) berufen zu werden, eine Aufgabe, die er nur drei Jahre lang wahrnahm, da er 1954 die Professur für Experimentalphysik an der Universität Uppsala annahm.

Kai Siegbahn arbeitete als Physiker in den Bereichen Kernphysik, Elektrooptik, Plasmaphysik, sowie Atom- und Molekülphysik und suchte dabei insbesondere nach genaueren Messmethoden, die es ermöglichen die Energie von Elektronen so genau wie möglich zu messen, wobei er hierbei auch Röntgenstrahlen zu Hilfe nahm. Auf diese Weise konnte Siegbaum nachweisen, dass die Energiemenge von der chemischen Umgebung der Atome abhängt. Die Forschungsarbeiten Siegbaums führten dazu, dass die Universität Uppsala heute weltweit führen in der Elektronenspektroskopie ist und eine enge Zusammenarbeit mit CERN hat.

Copyright: Herbert Kårlin

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Montag, 3. Dezember 2012

Manne Siegbahn und der Nobelpreis in Physik

Der schwedische Physiker Manne Siegbahn wurde am 3. Dezember 1886 in Örebro geboren. Seine Laufbahn war exemplarisch für jemanden, dessen Passion die Physik ist, denn er studierte das Fach an der Universität in Lund und wurde dort nach seiner Disputation Dozent in Physik. Bereits 1915 erhielt er an der gleichen Universität eine Professur, die 1920 zu einer ordentlichen Professur wurde. Nur zwei Jahre später verließ Siegbahn Lund um eine Professur in Uppsala anzunehmen.

Manne Siegbahn hatte sich von 1908 bis 1912, als Assistent des Professors J. R. Rydberg, vor allem mit Problemen der Elektrizität und des Magnetismus beschäftigt. Als Siegbahn dann eine eigene Professur in Lund erhielt, konnte er sich seinen wahren Interessen zuwenden und begann über die Röntgenspektroskopie zu arbeiten. Seine Forschungsergebnisse fasste der Wissenschaftler 1923 in seinem Werk „Spektroskopie der Röntgenstrahlen“ zusammen.

Für diese Leistungen erhielt Manne Siegbahn im Jahre 1924 den Nobelpreis für Physik, den er allerdings erst ein Jahr später in Empfang nehmen konnte, da das Nobelkomitee im Jahre 1924 entschied, dass keiner der nominierten Kandidaten die von Alfred Nobel aufgestellten Kriterien erfüllte, auch Siegbahn nicht. Aber auch wenn die Preisvergabe an Siegbahn im Jahre 1924 daher etwas umstritten ist, so hätte er ihn mit Sicherheit für seine Leistungen in der Kernphysik erhalten, da er 1939 Direkter des Forschungslabors für Experimentelle Physik in Uppsala wurde und in dieser Eigenschaft eine weltweit führende Rolle in der Erforschung des Atomkerns und der radioaktiven Strahlungsprozesse einnahm.


3. Dezember 1911: Die erste Kinder- und Jugendbibliothek in Schweden
3. Dezember 2003: Gunnel Beckman, vom Kriminalroman zum Kinderbuch

Copyright: Herbert Kårlin