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Dienstag, 18. August 2015

Die Gründung des Samenrats in Karasjok

Als im August/September 1953 die erste internationale samische Konferenz in Jokkmokk stattfand, wurde eine Kommission eingerichtet, die die Aufgabe hatte einen gemeinsamen Rat vorzubereiten, der die Interessen der Samen in Schweden, Norwegen, Finnland und Russland öffentlich vertreten solle, auch wenn die Samen weder damals noch heute als Staat anerkannt sind. Die Vorbereitung dieses Rates sollte knapp drei Jahre in Anspruch nehmen, denn erst am 18. August 1956 konnte der nordische Samenrat endgültig gegründet werden und seine Arbeit aufnehmen.

Der Samenrat, der jedes vierte Jahr zusammentritt, will die Einheit der Samen über Ländergrenzen hinweg stärken und setzt sich sowohl für die gemeinsamen Interessen des Volkes als auch die Einzelinteressen von Samen ein. Eines seiner wichtigsten Ziele ist darauf zuzuarbeiten, dass die Samen als Urvolk anerkannt werden und auch als Volk behandelt werden, wobei es sich hierbei sowohl um politische als auch kulturelle und gesellschaftliche Fragen handelt. Der Samenrat arbeitet auch dafür, dass die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte aller Samen in den Gesetzen der vier betroffenen Ländern aufgenommen und respektiert werden.

Die Ergebnisse, die der Samenrat bisher erzielen konnte, sind allerdings noch sehr begrenzt, denn 1979 konnte man sich über eine gemeinsame Rechtschreibung einigen und 1986 bekamen die Samen eine gemeinsame Nationalflagge, Symbole, die bis heute vor allem in den Teilen der Länder eine Rolle spielen in denen die Samen beheimatet sind. Wie problematisch die Arbeit des Samenrats ist, zeigt sich auch daran, dass die schwedische Regierung noch im Jahre 2015 vor Gericht erklärte, dass Schweden keinerlei internationale Verpflichtungen habe auch nur einen einzigen Rechtsanspruch der Samen zu respektieren oder zu akzeptieren. Selbst die Aussage, dass es sich bei den Samen um ein Urvolk handle, wurde von schwedischer Seite noch in Frage gestellt.


18. August 1810: Die Bernadottes übernehmen die Macht in Schweden
18. August 1812: Der letzte Reichstag in Örebro
18. August 1859: Ernest Thiel, Bankier und Kunstsammler
18. August 1951: Kaffeerationierung in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 15. August 2015

Die Nationalflagge der Samen

Auch wenn die Samen über keinen eigenen Staat verfügen, sondern mittlerweile lediglich als Volksgruppe anerkannt werden, so verfügen sie seit dem 15. August 1986 über eine eigene Flagge, die offiziell elfmal im Jahr gehisst wird um besondere Ereignisse in der Geschichte der samischen Geschichte hervorzuheben. Aber noch heute ist dieses Ereignis nur in wenigen Orten im Norden zu beobachten, denn sobald man sich von den Dörfern der Samen entfernt, spricht man nur sehr wenig über die Samen, da die Geschichte in diesem Fall weder für Finnland, noch für Norwegen, Schweden oder auch Russland sehr glorreich aussieht, was sich bereits an dem früher üblichen Ausdruck Lappen, statt Samen, sehr deutlich zeigte.


Die Flagge der Samen wurde von Astrid Båhl gezeichnet, wobei diese bei der Wahl der Farben sowohl auf die traditionellen Farben der samischen Kleidung zurückgriff, als auch auf die Symbole des Volkes und sich zudem vom Gedicht Paiven parneh (Die Kinder der Sonne) des samischen Dichters Anders Fjellner inspirieren ließ. In der Flagge der Samen findet man alle Elemente, die das Leben symbolisieren, die Gewächse, das Wasser, das Feuer und die Sonne. Keine Flagge der anerkannten Staaten beinhaltet eine so starke Aussage wie diese Flagge, die jedoch zu den am wenigsten bekannten Flaggen weltweit gehört.

Während die Entscheidung über die samische Flagge bereits 1986, während der Konferenz des samischen Volkes in Åre, fiel, konnte der Nationaltag der Samen erst ab dem 6. Februar 1992 gefeiert werden, denn über diesen wurde erst während der 15. Konferenz der Samen in Helsingfors (Helsinki) entschieden. Als die wichtigsten Flaggentage der Samen gelten daher natürlich der 6. Februar und der 15. August jeden Jahres, von Mittsommer abgesehen, das nicht nur für die Schweden einer der wichtigsten Tage  des Jahres ist, sondern seit ältester Zeit den wichtigste Feiertag der Samen ausmacht.


15. August 1247: Sigtuna, die Dominikaner und die Mariakyrkan
15. August 1794: Elias Magnus Fries, der erste schwedische Fachmann für Pilze
15. August 1901: Der Vorname Estelle und Prinzessin Estelle von Schweden
15. August 1954: Stieg Larsson, der Erfolg kam nach seinem Tod
15. August 1982: Der schwedische Biochemiker Hugo Theorell
15. August 2004: Sune Bergström und der Nobelpreis in Medizin
15. August 2011: Sif Ruud, noch mit 85 auf der Bühne des Dramaten

Copyright: Herbert Kårlin

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Dienstag, 30. April 2013

Der Tag der schwedischen Flagge

Der inoffizielle Tag der schwedischen Flagge wurde bereits am 6. Juni 1916 von Artur Hazelius im Stockholmer Skansen eingeführt, wobei Hazelius hierbei mehrere Gedanken miteinander verband. Zum einen war er ständig auf der Suche nach Festen, die möglichst viele Besucher ins Skansen zogen, zum anderen wollte er die nationale Bewegung, die um diese Zeit in Schweden herrschte, ausnutzen um auf einen Nationaltag vorzubereiten und er wollte den Gustafsdagen in Erinnerung an Gustav Vasa besonders hervorheben.

Aber auch wenn die heutige schwedische Flagge bereits seit 1906 existiert, da in diesem Jahr die Union zwischen Norwegen und Schweden aufgelöst wurde und daher eine neue Flagge benötigt wurde und Artur Hazelius ihr 1916 nicht nur eine bedeutende Rolle gab, sondern seine Idee auch dazu führte, dass in schwedischen Haushalten bei wichtigeren Festen Tischflaggen eingeführt wurden und später die Wimpel und die Fassadenflaggen erschienen, so gab es in dieser Zeit weder einen Tag der schwedischen Flagge, noch einen Nationaltag.

Erst am 30. April 1982 entschied sich das schwedische Parlament einen Tag der schwedischen Flagge einzuführen, und im gleichen Zug auch einen Nationaltag und so nebenbei auch die Tage festzulegen an denen die Nationalflagge gehisst werden darf, die Flaggentage. Mit dieser Reform entstand jedoch nicht nur der Nationaltag Schwedens und der Tag der schwedischen Flagge, sondern an diesem Tag werden auch in ganz Schweden diejenigen Personen willkommen geheißen, die im Vorjahr die schwedische Staatsbürgerschaft erhielten. Seit  der Nationaltag im Jahre 2005 zum Nationalfeiertag ernannt wurde, sind diese drei Ereignisse kaum noch auseinanderzuhalten, obwohl es sich in Wirklichkeit nach wie vor um drei verschiedene Ereignisse handelt.


30. April: Die Walpurgisnacht in Schweden 
30. April 1946: Carl XVI. Gustaf Folke Hubertus, König von Schweden

Copyright: Herbert Kårlin