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Freitag, 17. Februar 2017

Der Ritter, Jurist und Reichsrat Karl Ulfsson till Tofta

Karl Ulfsson till Tofta wurde am 17. Februar 1410 im Alter von etwa 90 Jahren im Kloster Vadstena begraben. Auch wenn sein Alter durch verschiedene Dokumente glaubhaft ist, so ist weder das Geburtsdatum, noch das Sterbedatum des Reichsrats Ulfsson till Tofta bekannt. Wenige Jahre vor seinem Tod unterzeichnete der Ritter noch im Auftrag des Königs Albrecht von Mecklenburg das Dokument das die Kalmarer Union einleitete, die knapp 126 Jahre lang die drei nordischen Reiche Schweden, Norwegen und Dänemark politisch miteinander verknüpfte.

Der Ritter Karl Ulfsson till Tofta wurde vermutlich zu Beginn des 14. Jahrhunderts als Sohn eines Reichsrats geboren und gehörte zu den wenigen Personen seiner Epoche die schreiben und lesen konnten. Diesem Umstand verdankte er es auch in Paris Jura studieren zu können, bevor er in Schweden im näheren Kreis des Hofes zu arbeiten begann. Sein wahrer Aufstieg begann jedoch erst nachdem Ulfsson till Tofta nach einer politischen Affäre des Landes verwiesen worden war und sich deswegen nach Mecklenburg begab und zur Gruppe gehörte, die Albrecht von Mecklenburg zur Krone Schwedens verhalf.

Zum Dank für seine Dienst wurde Karl Ulfsson till Tofta vom König 1364 zum Marschall und zum Vogt Stockholms ernannt. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts war der Ritter nicht nur zusätzlich der Oberste Richter im Uppland geworden, sondern er nahm auch an nahezu allen wichtigen Treffen der Zeit teil, unter anderem beim Treffen in Nyköping im Jahre 1396 (Nyköpings Recess) bei dem die Grundlage für die Kalmarer Union geschaffen wurde und Teile des schwedischen Reiches neu verteilt wurden. Auch der Königin wurde bei dieser Gelegenheit ihre Morgengabe wieder zugesprochen.


17. Februar 1347: Die Geschichte der Kupfergruben in Falun
17. Februar 1753: Schweden greift zum Gregorianischen Kalender
17. Februar 1859: Johan Lindström Saxon, der Heimatautor Närkes
17. Februar 1893: Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens
17. Februar 1931: Hitler und Goebbels erhalten in Stockholm Redeverbot
17. Februar 1973: Die schwedische Sängerin Shirley Clamp
17. Februar 1992: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 20. September 2011

Beschluss in Nyköping verändert die schwedische Regierung

Am 20. November 1396 wurde durch den Reichsrats-Beschluss von Nyköping, dem sogenannten Nyköpings Recess, die Grundlage für die Kalmarunion und für eine geeinigte nordische Union geschaffen. Nach dem Abkommen sollten die drei Reiche Dänemark, Norwegen und Schweden ab diesem Tag nur noch „einen Herren und einen König haben“. Aus diesem Grund gilt dieser Beschluss als der bedeutendste in der schwedischen Geschichte des Mittelalters.

Königin Margarete, die zu jener Zeit bereits über Dänemark und Norwegen herrschte, schuf beim Nyköping Recess alle Privilegien, die König Albrekt freigebig verteilt hatte, ab und überführte alles Land, das der König verteilt hatte oder sich Jonsson Grip angeeignet hatte, zurück unter die Krone. Diplomatie erforderte es lediglich, die Ländereien zurückzubekommen, die der vorherige König der Kirche übergeben hatte, aber indem Königin Margarete der Domkirche hohe Spenden zusagte, so konnte sie auch diese Ländereien wieder in den Staat einverleiben.

Die Geschichtsschreibung sieht allerdings König Margarete nicht nur als die positive Figur, die ein geeintes nordisches Reich schuf, sondern kritisiert auch, dass sie damit ihrem Heimatland Dänemark eine vorherrschende Rolle gab und in Schweden vor allem Personen ihres Vertrauens, also Dänen, als Verwalter einstellte. Aber auch wenn Margarete mit diesem vereinigten Reich vor allem die Vorteile Dänemarks im Auge hatte, so befreite sie dabei auch das nordische Reich vom deutschen Einfluss jener Zeit und nahm der Hanse über Jahrzehnte hinweg die dominante Handelsmacht im Norden. Hinzu kommt, dass während ihrer Regierungsepoche, also bis 1412, das nordische Reich in Eintracht lebte und gemeinsam eine nordische Wirtschaftsmacht aufbaute.

20. September 1776: Großbrände in Gävle
20. September 1937: Monica Zetterlund, ein Leben im Rampenlicht und im Schatten 

Copyright: Herbert Kårlin