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Sonntag, 21. Februar 2016

Der schwedische Revolutionär Knut Mikaelsson

Knut Mikaelsson, der allgemein nur Meister Knut genannt wurde, wurde am 21. Februar 1527 auf dem Stortorget in Stockholm öffentlich hingerichtet, da er sich mit Peder Jakobsson zusammengeschlossen hatte und die Regierung von Gustav Vasa kritisiert hatte und dabei auch eine Revolution plante, den sogenannten ersten Dalupproret, der allerdings im Sande verlief, wie auch die beiden später folgenden geplanten Revolutionen, da es zu schwierig war die einfachen Bauern in Dalarna zu aufrührerischen Kriegern zu machen, die auch noch dem Heer des Königs trotzen konnten.

Dabei hatte die Karriere von Knut Mikaelsson sehr vielversprechend begonnen, denn nach seiner Hochschulreife wurde er zum Magister ernannt, später nahm er an der Versammlung teil bei der Kristian II. zum König Schwedens erklärt wurde, dann wurde Mikaelsson zum Dompropsten des Stiftes Västerås und letztendlich auch zum Kanzler unter Gustav Vasa, was auch bedeutete, dass er am Reichstag des Jahres 1523 teilnahm. Im gleichen Jahr wurde Mikaelsson dann auch noch, gemeinsam von Gustav Vasa und Papst Hadrianus V. zum Erzbischof Schwedens erhoben. Allerdings wurde er in diesem Amt nicht mehr offiziell eingeführt da er vorher wegen seiner Zusammenkünfte mit Peder Jakobsson als Revolutionär angeklagt wurde und dabei sämtliche Ämter verlor.

Nach der Anklage gelang es Knut Mikaelsson noch nach Norwegen zu entkommen, aber von dort wurde er unter Geleit zu seiner Verhandlung nach Stockholm gebracht. Hier zeigte sich sehr schnell dass Gustav Vasa sich nicht an seine Versprechen halten wollte, denn statt dem zugesagten kirchlichen Gericht wurde sein Fall vom Gericht des Königs verhandelt, was dazu führte, dass Mikaelsson des Hochverrats für schuldig befunden wurde. Auch wenn der Reichsrat den König anschließend darum bat Mikaelsson zu begnadigen, so wollte dieser Mikaelsson hingerichtet und ihn gedemütigt zum Schafott geführt sehen.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 4. September 2014

Axel von Fersen der Jüngere in der schwedischen Geschichte

Axel von Fersen der Jüngere kam am 4. September 1755 als Sohn des Feldmarschalls Axel von Fersen dem Älteren zur Welt und bekam daher eine Erziehung, die ihn direkt zum Hof von Gustav III. führte unter dem er sowohl militärische als auch politische Aufgaben wahrnahm. Wie zu jener Zeit üblich, hatte von Fersen vorher mehrere Jahre lang Europa bereist um in Italien, Deutschland, Frankreich und England Sprachstudien zu betreiben und hatte damit auch die besten Voraussetzungen erworben um in der Politik einen bedeutenden Einfluss auszuüben.

Als Axel von Fersen der Jüngere 1774 nach Schweden zurückkehrte, blieb er nur wenige Jahre am Hof des Königs, denn bereits 1778 reiste er, mit einem kurzen Aufenthalt in London, weiter nach Paris um dort im französischen Regiment zu dienen. Da er sehr bald der Günstling der jungen Königin Marie Antoinette wurde, tauchte auch das Gerücht auf, dass von Fersen der Liebhaber der Königin sei, was allerdings nie bewiesen wurde. Als in Amerika die Revolution ausbrach, nahm von Fersen auf Seiten der Franzosen an den Auseinandersetzungen teil, wenn auch nicht als Soldat, sondern vor allem als Dolmetscher zwischen George Washington und dem Grafen von Rochambeau, die sich ohne von Fersen nicht hätten verständigen können.

Als 1789 die Französische Revolution ausbrach, hatte Axel von Fersen den Auftrag die Entwicklung zu beobachten und diente Schweden als Diplomat. Als von Fersen jedoch dem Königspaar zur Flucht verhelfen wollte, musste er selbst das Land sehr schnell verlassen, blieb dann jedoch erst einige Jahre in Belgien und kehrte erst 1794 nach Schweden zurück. Nach dem Mord an Gustav III. sprach ihm auch Gustav IV. Adolf sein Vertrauen aus für den er im deutschen Baden auch den Ehevertrag des Königs mit Fredrika Dorotea Vilhelmina aushandelte. Als der König dann abdanken musste und von Fersen als Gegner einer konstitutionellen Monarchie galt, tauchte nach dem Tod des vorgesehenen Thronfolgers Karl August das Gerücht auf, dass der Politiker und seine Schwester den künftigen König getötet hätten. Auch wenn dieses Gerücht aus der Luft gegriffen war, so wurde Axel von Fersen am 20. Juni 1810 in Stockholm vom Volk gelyncht.


4. September 1563: Das Schloss Älvsborg wird von Dänemark erobert
4. September 1564: Das Blutbad von Ronneby
4. September 1776: Jacob Serenius und die Konfirmation in Schweden
4. September 1826: Martin Wiberg, ein vergessener Erfinder Schwedens
4. September 1922: Per Olof Sundman und die Sehnsucht nach dem Norden
4. September 1994: Folke Mellvig, der schwedische Krimiautor der 50er Jahre
4. September 2014: Nässjö wird 100 Jahre alt, vom Kirchdorf zur Stadt 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 21. Juni 2013

Alf Sjöberg, der Revolutionär des schwedischen Theaters

Alf Sjöberg wurde am 21. Juni 1903 in Stockholm geboren und gehört, neben Ingmar Bergman und Olof Molander, zu den drei bedeutendsten Regisseuren des Dramaten, die dafür verantwortlich sind, dass Schweden eine völlig eigene Identität des Schauspiels gefunden hat und das schwedische Theater noch heute weit über die Grenzen Schwedens hinaus bekannt ist. Alle drei Regisseure haben gemeinsam, dass sie vor allem mit der Inszenierung mit Werken von August Strindberg Aufmerksamkeit erregten.

Alf Sjöberg war 50 Jahre lang Regisseur am Stockholmer Dramaten und einer der produktivsten Regisseure Schwedens, denn er zeichnete für 138 Aufführungen im Dramaten, hatte die Regie bei 18 Filmen, sowie bei zwei Fernsehaufführungen und war zusätzlich für 183 Hörspiele verantwortlich. Kein anderer Regisseur des Landes kann eine ähnliche Leistung aufweisen, wobei Sjöberg auch derjenige Schwede war, der das Theater in den Rundfunk brachte.

Alf Sjöberg gehörte zu jenen Personen, die das Theater als Werkzeug einer Revolution sahen. Er war überzeugt, dass das Volk durch das Theater kritischer wird und damit die Gesellschaft auf einen humaneren Weg führt. Die Stärke seiner Aufführung war, dass er zu allen Möglichkeiten der Bühnenkunst gleichzeitig griff, was bedeutete, dass nicht nur die Künstler auf der Bühne wichtig waren, sondern auch die Geräusche, das Licht und die technischen Möglichkeiten. Im Rahmen seiner Revolution trug Sjöberg auch maßgeblich dazu bei Bertold Brecht, Frederico García Lorca und Eugene O'Neill in Schweden bekannt zu machen.


21. Juni: Der schwedische Vorname Alf und die nordische Mythologie

21. Juni 1874: Das Nordlicht und Anders Jonas Ångström 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 13. März 2011

Revolution in Schweden

Am 13. März 1809 drang ein Gruppe von Offizieren in das Stockholmer Schloss ein und verhafteten ihren damaligen König Gustav IV. Adolf, ein Ereignis, das in der schwedischen Geschichte als die unblutige Revolution bezeichnet wird und tiefgreifende Veränderungen der schwedischen Gesellschaft und der schwedischen Politik mit sich brachte.

Die Ursachen für die Revolte, die zur Absetzung des schwedischen Monarchen führten, waren vielschichtig, denn Schweden führte in diesen Jahren Krieg gegen Frankreich, Russland, Dänemark und Norwegen, was zu einer katastrophalen Finanzlage des Landes führte. Als Napoleons Truppen dann auch noch schwedischen Boden betraten, wurde der König für die Situation Schwedens verantwortlich gemacht, der dieser jede politische Veränderung des Landes und Verhandlungen verhinderte.

Die Verhaftung des Königs Gustav IV. Adolf sollte nicht die Monarchie in Schweden ersetzten, führte jedoch dazu, dass nun König und Adelsschicht sich die Macht teilten und das Land daher nicht mehr von einer einzigen Person gesteuert wurde, eine Situation, der sich Gustav IV .Adolf mit aller Macht widersetzt hatte. Die parallel stattfindende Aufklärungs-Bewegung in ganz Europa hatte mit diesem Staatsstreich nichts zu tun, führte jedoch auch in Schweden zu einem Wandel der Gesellschaft.

13. März 1942: 17 schwedische Tageszeitungen werden beschlagnahmt
13. März 1974: Die schwedische Popsängerin Linda Bengtzing 

Copyright: Herbert Kårlin