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Montag, 19. August 2013

Henrik af Chapman macht den Schiffsbau zur Wissenschaft

Als Henrik af Chapman am 19. August 1808 in Karlskrona starb, hatte er den gesamten Schiffbau in Schweden revolutioniert und die Erfolgsleiter als Schiffbauer erklommen, angefangen von seiner Tätigkeit in der Werft in Göteborg in den Jahren 1744 bis 1750 bis zu seiner Tätigkeit als als Chef der Werft in Karlskrona und seiner Ernennung zum Vizeadmiral im Jahre 1791. So nebenbei war er auch noch geadelt worden, so dass er seinem Familiennamen das af (von) hinzufügen durfte.

Bis zu seinem 60. Lebensjahr war Henrik af Chapman, trotz seines Aufstiegs vom Schiffbauer bis zum Oberschiffbaumeister, nur im allgemeinen Schiffbau tätig gewesen. Erst als er zum Chef der Werft in Karlskrona ernannt war, gelang es ihm seine ursprüngliche Idee zu verwirklichen und den Schiffbau zu rationalisieren und eine Möglichkeit zu schaffen, die es erlaubte serienmäßig Schiffe zu bauen. Parallel dazu begann er die Mathematik im Schiffbau anzuwenden und berechnete die Lage und Höhe der Segelmasten, die Form der Segel, die Stabilität der Schiffe und arbeitete mit dem Widerstand der Strömung. Für seine Tests ließ er ein 100 Meter langes Bassin bei Karlskrona bauen, damit er maßstabsgetreue Modelle seiner Konstruktionen unter verschiedenen Verhältnissen testen konnte.

Neben seiner Errungenschaft den Schiffbau als Wissenschaft einzuführen, erneuerte Henrik af Chapman allerdings auch auf andere Weise den Schiffbau, denn 1765 ließ sich af Chapman vorübergehend von seinen Ämtern befreien um das Kartenwerk Architectura Novalis Mercatoria zu erstellen in dem er auf 62 Karten die verschiedenen Schiffstypen jener Zeit darstellte, zu denen einige Jahre später eine komplette Dokumentation kam. Damit das Werk international angewendet werden konnte, waren sowohl die Masse der Schiff in schwedischen, englischen und französischen Massen angegeben als auch die Dokumentation in diesen drei Sprachen verfasst. Bei diesem Werk handelt es sich um die erste wissenschaftliche Darstellung des europäischen Schiffbaus, was auch dazu führte, dass af Chapman noch heute weit über Schweden hinaus als einer der wichtigsten Schiffbauer weltweit betrachtet wird.


19. August 1772: Schwedischer Staatsstreich mit großen Folgen
19. August 1922: Das Schlosstheater Drottningholm auf Lovön im Mälaren

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 8. Juni 2011

Die Wikinger, der Beginn einer Geschichte

Der 8. Juni 793 wird allgemein als der Tag betrachtet, an dem die Wikinger ihre erste Erscheinung in der Geschichte machten und damit über mehrere hundert Jahre die Geschichte Skandinaviens beeinflussten. Bis heute weiß niemand, woher diese Wikinger so plötzlich kamen, ob aus Schweden oder Norwegen. Sicher ist jedoch, dass ihre Geschichte mit einem spektakulären Überfall begann.

Am 8. Juni 793 überfiel eine Gruppe Wikinger, die mit ihren Booten an der Nordostküste Englands anlangte, das Kloster Lindisfarne von wo aus zu jener Zeit nahezu ganz England christianisiert wurde. Die Nordmänner verbreiteten Angst und Schrecken, da sie das Kloster plünderten und die Mönche, die nicht fliehen konnten, töteten. Auch wenn es vermutlich Zufall war, dass diese Wikingergruppe nach Lindisfarne kam, so war dieser Überfall dennoch ein Ereignis, das den Ruf der Wikinger besiegelte, denn die Wikinger hatten ausgerechnet ein Kulturzentrum des Christentums angegriffen, das in Verbindung mit ganz Europa war.

Allein wegen diesem ersten Überfall werden die Wikinger noch heute als schreckliche Kämpfer des Nordens gesehen, obwohl ihre Haupttätigkeit Schiffbau und internationaler Handel war und die reinen Überfälle als Piraten eher die Aktionen einer Minderheit war.

Vieles über den Beginn der Wikingerzeit ist noch heute unbekannt und so mancher Überfall war sicher nicht als solcher geplant, denn die Wikinger wollten bisweilen in anderen Ländern Soldaten anwerben, Waren tauschen und suchten vor allem Frauen, die sie mit in die Heimat nehmen wollten. Wegen ihrem Ruf wurden sie jedoch häufig mit Waffen empfangen, was dann meist zur Eroberung durch die Nordmänner führte, die Waren gestohlen wurden und Frauen als Sklavinnen zu folgen hatten.

8. Juni 1435: Die berühmteste Kathedrale Schwedens wird eingeweiht 
8. Juni 1941: Alf Robertson, vom Seemann zum Sänger

Copyright: Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg