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Montag, 2. Juli 2012

Désirée Silfverschiöld, Prinzessin Désirée von Schweden

Désirée Silfverschiöld wurde am 2. Juni 1938 im Haga Schloss als die dritte Tochter des Kronprinzen Gustaf Adolf und seiner Ehefrau Sibylla geboren. Désirée ist damit eine ältere Schwester des Königs Carl XVI. Gustaf. Da Désirée Silverschiöld jedoch einen für die Zeit sehr fremdländischen Namen erhalten hatte, war sie die einzige Schwester des gegenwärtigen Königs, die auf die allgemeine Namensgebung der kommenden Jahre keinerlei Einfluss auswirkte. Erst die gegenwärtige Kronprinzessin Victoria erhielt dann wieder den Vornamen ihrer Tante und wurde Victoria Ingrid Alice Désirée getauft.

Désirée Silfverschiöld ging, wie auch ihre Schwestern, in die Franska Skolan und  studierte anschließend Sprachen in der Schweiz und besuchte das Konstfack in Stockholm, wo sie sich mit textilen Techniken auseinandersetzte. Noch heute beschäftigt sich die sehr pressescheue Désirée mit Handarbeiten und textiler Kunst. Die königliche Tochter ist die einzige, die man kaum in der Öffentlichkeit sieht und die daher auch den Ruf der Unnahbaran erhielt.

Als Prinzessin Désirée am 5. Juni 1964 den vier Jahre jüngeren, bürgerlichen Freiherren Niclas Silfverschiöld heiratete, musste sie den königlichen Titel ”Prinzessin” ablegen, was jedoch nur dazu führte, dass sie dann den Ehrentitel ”Prinzessin Désirée, Freifrau Silfverschiöld” verliehen bekam und weiterhin eine Prinzessin war. Das Ehepaar siedelte sich auf Schloss Koberg bei Trollhättan an, einem Bau, der seit 1776 dem Geschlecht Silfverschiöld gehört und teilweise bereits im 15. Jahrhundert erbaut wurde.


2. Juli 1908: Schwedens Handelsverträge und Handelsbeziehungen zu China
2. Juli 1940: Der schwedische Sänger Robert Broberg 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 22. Mai 2012

Sibylla, mehr als eine Gatukök in Schweden

Der Name Sibylla, was soviel wie die Prophetin bedeutet, kam im 16. Jahrhundert nach Schweden und hatte damals am 22. Mai Namenstag, bis kaum noch ein Mädchen Sibylla getauft wurde und der Name aus den Kalendern verschwand. Als er dann 1934 erneut eingeführt wurde, wurde der Namenstag auf den 20. Oktober verlegt, den kirchlichen Hochzeitstag der schwedischen Prinzessin Sibylla von Sachsen-Coburg-Gotha. In den 40er Jahren wurde Sibylla dann ein Modename in Schweden, der heute aber wieder am Verschwinden ist, denn gerade noch 1135 Schwedinnen tragen gegenwärtig diesen Vornamen und nicht einmal 160 haben ihn als Rufnamen.

Dass der Vorname Sibylla gerade in den 40er Jahren seinen Höhepunkt hatte, hat allerdings einen etwas merkwürdigen Zusammenhang, denn in den 30er Jahren suchte der Wursthersteller Daniel Lithell eine Möglichkeit den Verkauf seiner Würste auszudehnen und kam auf die Idee diese in Schnellimbisswagen, den ersten Gatukök des Landes, anzubieten. Da die Wurst einen Namen benötigte, griff er zu einem Preisausschreiben, mit dem Ergebnis, dass die Mehrheit die Wurst nach der aus Deutschland stammenden Prinzessin nennen wollten: Sibylla. Bereits in den 50er Jahren kamen dann zur Wurst auch die ersten Hamburger, lange bevor sich die erste Hamburger-Kette in Schweden einfand. Heute findet man in Schweden rund 300 Gatukök, die Sibylla-Wurst verkaufen.

Der Erfolg des Vornamens Sibylla und der Gatukök-Kette Sibylla, sowie die Wiedereinführung des Namenstags im Jahre 1934 in den schwedischen Kalendern geht daher ausschließlich auf Prinzessin Sibylla zurück, die ursprünglich Sibylle geschrieben wurde. Die Prinzessin heiratete 1932 den Erbprinz Gustav Adolf von Schweden, der 1947 bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam. Als Königin Louise 1965 starb, war Sibylla, die Mutter von Carl XVI. Gustaf, für einige Jahre sogar die erste Dame Schwedens.


22. Mai 1614: Die Gründung Kristianstads
22. Mai 1946: Die Probleme des schwedischen Künstlers Isaac Grünewald 

Copyright: Herbert Kårlin