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Montag, 29. Februar 2016

Der Komiker und Sänger Knut Agnred

Knut Agnred wurde am 29. Februar 1956 als Sohn eines Sportlers in Göteborg geboren, wuchs jedoch auf der Insel Käringö in den nördlichen Schären Göteborgs auf, einer Insel zu der der Komiker und Sänger auch noch heute ein enges Verhältnis hat. Als Student der Technischen Hochschule Chalmers gründete Agnred, gemeinsam mit drei anderen Studenten, 1979 ein Barbershopquartett unter dem Namen After Shave. Ein Jahr später nahm das Quartett an einem Talentwettbewerb des Aftonbladet teil und kam dabei ins Finale der Region, was die Gruppe in weiten Kreisen bekannt machte.

Knut Agnred, der mit drei Jahren Klavier zu spielen begonnen hatte und dafür bekannt ist, dass er immer besser und lauter singen will als alle anderen, schloss sein Studium als Elektroingenieur ab, aber mittlerweile war die Gruppe After Shave so bekannt und erfolgreich geworden, dass sich die vier Mitglieder nach Abschluss der Studien dazu entschlossen ganz auf eine künstlerische Karriere als Unterhalter zu setzten. 1982 schloss sich daher After Shave mit der Showgruppe Galenskaperna zusammen und begannen gemeinsam in Göteborg ihre außerordentliche Karriere.

Knut Agnred, der ursprünglich Knut Andersson hieß und als Künstler seinen Namen wechselte, hat, nach Claes Eriksson, vermutlich die meisten Texte für Galenskaperna och After Shave geschrieben und träg mit seinen Kompositionen bedeutend am Erfolg der Gruppe bei. In seinen Fernsehrollen und Filmen spielte Agnred oft die Rolle einer etwas verrückten lauten Person, die immer auffällt, wobei sein Sketch Knut på Linjen mehr verbreitet wurde als jeder andere Sketch Schwedens, denn noch heute soll man diesen als Sicherheitsvideo in den Fahrzeugen von Stena Line betrachten. 2004 erschien auch das bisher einzige Soloalbum des Sängers unter dem Titel Text & Musik.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Sten Allan Olsson und Stena Line

Sten Allan Olsson wurde am 28. Oktober 1916 als Sohn eines Schiffers auf Dönsö geboren und besuchte das Handelsgymnasium in Göteborg, das er 1934 erfolgreich abschloss. Fünf Jahre später gründete Olsson dann eine Firma für den Import und Export von Eisen und anderen Metallen, was gerade während der Kriegszeit ein sehr lohnendes Unternehmen war. Im Jahre 1946 erwarb der Kaufmann dann sein erstes Schiff, einen alten norwegischen Walfänger, den er anschließend in ein Lastfahrzeug umbauen ließ. Erst 1962 setzte Olsson dann auch auf den Personentransport und gründete die Sten A. Olsson Skagenlinjen Rederi AB. Der Reeder mietete in diesem Jahr ein einfacheres Passagierschiff für die Route von Göteborg nach Skagen.

Diese Geschäftsidee konnte zu keinem besseren Zeitpunkt entstehen, denn um diese Zeit hatten die Fleisch- und Alkoholpreise in Schweden Rekordhöhen erreicht. Indem Sten Allan Olsson billige Fahrscheine verkaufte, füllten sich die Schiffe und billiges dänisches Fleisch und zollfreier Alkohol ließen die Firma schnell wachsen. Schon ein Jahr später konnte Olsson dann seine erste eigene Passagierfähre S/S Skagen zwischen Lysekil und Skagen einsetzen. Ein Jahr später hatte Olsson auch das Kapital um die M/S Poseidon bauen zu lassen und, vor allem im Sommer, die Linie von Göteborg nach Fredrikshafen (Friedrichshafen) zu befahren, die einzige seiner damaligen Linien, die heute noch existiert.

Im Herbst 1965 gab Sten Allan Olsson seiner Reederei dann einen neuen Namen, der zum Begriff der Passagierseefahrt zwischen Schweden und den Nachbarländern werden sollte, Stena Line AB. Bereits zwei Jahre später kam zur Linie nach Fredrikshamn die Linie nach Kiel, die mit der M/S Stena Germanica befahren wurde. 1972 schloss Stena Line dann einen Vertrag mit Göteborg und konnte mit den Passagierfähren nahe der Innenstadt anlegen, was sich für das Unternehmen sehr positiv auswirkte, auch wenn es in den 80er Jahren zu einem Konkurrenzkampf mit GFL/Sessan Line kam, einem wirtschaftlichen Kampf, den letztendlich Olsson mit seiner Reederei gewann. Sten Allan Olsson starb am 12. Juli 2013 im Alter von 96 Jahren in Hovås.


28. Oktober 1412: Margareta Valdemarsdotter, Königin von Schweden
28. Oktober 1820: Die erste Sparkasse Schwedens
28. Oktober 1885: Per Albin Hansson, ein Antialkoholiker als Ministerpräsident
28. Oktober 1929: Elisabeth Killander entwickelt sich zur Schmerzspezialistin
28. Oktober 1966: Der letzte Holzkohle-Hochofen Schwedens wird geschlossen

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden