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Montag, 27. März 2017

Der Schriftsteller und Künstler Axel Emil Ebbe

Axel Emil Ebbe kam am 27. März 1868 als Sohn eines Gutsbesitzers in Hököpinge in Skåne (Schonen) zur Welt und schrieb sich nach seiner Hochschulreife im Jahre 1888 an der Universität Lund ein um dort Ästhetik und Sprechen zu studieren, parallel zu Studien in Malerei bei Fredrik Krebs und der Metallgravur bei Sven Bengtsson. Als Ebbe 1891 beim Philosophieexamen in Lund scheiterte, gab er das Studium auf um sich ganz der Kunst zu widmen und studierte zusätzlich Skulptur bei Stephan Sinding.

Ab seiner Studienzeit in Skulptur in Kopenhagen und während seiner anschließenden Studienreisen nach Frankreich, Deutschland und andere Länder verwirklichte Axel Emil Ebbe mehrere Werke, die große Aufmerksamkeit erregten, die der Künstler jedoch großteils später als neue Versionen schuf um danach die ursprünglichen Kunstwerke zu zerstören. Nach dem Scheitern der ersten Ehe des Künstlers brach indes seine Schaffensperiode ab, denn mit der sehr reichen zweiten Frau reiste der Künstler viel und genoss dabei das mondäne Leben Europas.

Als 1909 auch die zweite Ehe scheiterte, kehrte Axel Emil Ebbe zurück nach Hököpinge und nahm seine künstlerischen Arbeiten wieder auf und wenige Jahre später entstanden dann die bedeutendsten weiblichen Skulpturen des Künstlers, auch wenn diese Arbeiten nicht ausreichten um ihm die erhoffte Ehre als Künstler zu bringen. Wenige Jahre nach seiner dritten Ehe mit einer rund 30 Jahre jüngeren Frau endet bereits die künstlerische Phase Ebbes und er widmete sich überwiegend der sporadischen Auftragsarbeit als Porträtmaler. In diesen Jahren begann Ebbe auch eine neue Karriere, nämlich als Mundartschriftsteller seines Heimatortes, die allerdings ebenso schnell seine Grenzen fand wie die Kunst. Als Axel Emil Ebbe am 28. September 1941 in Hököpinge starb, hinterließ er seine gesamten Kunstwerke der Stadt Trelleborg, die damit ein Museum zu seinen Ehren einrichtete.


27. März 1794: Die schwedisch-dänische Konvention von 1794
27. März 1805: Johan Murberg und der Erfolg der schwedischen Sprache
27. März 1873: Der schwedisch-amerikanische Künstler David Edström
27. März 1904: Der erste Golfklub in Stockholm
27. März 1922: Die Öresundsvarvet in Landskrona geht in Konkurs
27. März 1940: Der schwedische Freiwilligen-Verband
27. März 1942: Laila Westersund, eine Karriere mit bereits vier Jahren
27. März 1966: Ragnar Josephson wird in Lund verewigt
27. März 1966: Ragnar Josephson, von der Poesie bis ins Dramaten
27. März 1989: Nordic Channel, der heutige Kanal 5 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 18. November 2016

Der schwedische Holzgraveur Sven Bengtsson

Sven Bengtsson wurde am 18. November 1843 als Sohn eines Zimmermanns in Lund geboren und erlernte ebenfalls den Beruf des Vaters, begann sich dann jedoch sehr bald für die Holzbildhauerei zu interessieren und nahm ab den 60er Jahren an Kursen im Zeichnen und Malen an er Universität Lund teil, wo er den Maler Axel Hjalmar Lindqvist als Lehrer hatte. In diesen Jahren muss Bengtsson bereits seine Fähigkeiten als Holzschnitzer bewiesen haben, denn 1880 erhielt er vom Kammerkollegium ein Reisestipendium um in Deutschland Ornamentalbildhauerei zu studieren. Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Schweden richtete sich Bengtsson dann eine entsprechende Werkstatt in Lund ein.

Sven Bengtsson hatte sich, neben seiner Arbeit als Zimmermann, vor allem als Hersteller und Skulpteur von Möbeln beschäftigt, allerdings noch mehr als Handwerker als als Künstler, denn erst nach seinem Studienaufenthalt in Deutschland hatte er sich mit der dortigen Renaissance und Barockschnitzerei vertraut gemacht, verbunden mit Techniken, die Bengtsson dann in Schweden bekannt machte. Die künstlerische Leistung Bengtssons als Holzschnitzer ist leider nur durch sehr wenige Möbelstücke dokumentiert, da der Künstler sehr bald einen weiteren Schritt ging, der ihn in ganz Schweden bekannt machte.

Ende der 80er Jahre hatte Sven Bengtsson eine zusätzliche Ausbildung als Metallziseleur   erworben und sich dabei vor allem auf Kupferarbeiten spezialisiert. Die Menge der Aufträge in diesem Bereich führte dazu dass Bengtsson in den 90er Jahren einen Gesellen für die handwerklichen Arbeiten anstellen musste um sich selbst der künstlerischen Ausformung widmen zu können. Sehr viele der Kupferarbeiten Bengtssons sind heute in den verschiedensten Museen Schwedens zu entdecken, insbesondere Kandelaber und Portraitreliefs. Um zwei seiner bedeutendsten Arbeiten zu finden, muss man jedoch kein Museum besuchen, denn es handelt sich dabei um den Adler, der das Grabmonument John Ericssons in Filipstad krönt, und den Altaraufsatz in Kupfer in der Vasakirche in Göteborg.


18. November 1832: Adolf Erik Nordenskiöld, der Entdecker der Nordpassage
18. November 1844: Die inoffizielle schwedische Nationalhymne
18. November 1876: Der schwedische Künstler Olof Ahlberg
18. November 1888: Der schwedische Filmregisseur Gustaf Molander
18. November 1928: Der schwedische Stummfilmregisseur Mauritz Stiller
18. November 1944: Die revolutionäre Bischöfin Caroline Krook
18. November 2003: Ein Super Puma stürzt vor Göteborg ins Meer

Copyright: Herbert Kårlin