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Donnerstag, 16. März 2017

Die schwedische Radrennfahrerin Susanne Ljungskog

Susanne Ljungskog kam am 16. März 1976 bei Halmstad zur Welt und entdeckte bei der suche nach einer zu ihr am besten passenden Sportart mit zwölf Jahren das Fahrrad. Als Ljungskog dann mit 14 Jahren die schwedische Jugendmeisterschaft beim Rennen in Kungsbacka gewann, gab es für die Sportlerin kein Zurück mehr. Ab dieser Zeit war es für die spätere Radrennfahrerin klar dass sie nicht nur zur Weltelite gehören, sondern die Spitze darunter einnehmen wollte. Als Ljungskog 1995 ihre Hochschulreife in der Tasche hatte, setzte sie ganz auf den Radsport und fand in Klas Johansson einen idealen Trainer, aber der Weg zum Welterfolg schien dennoch in die Ferne zu rücken.

Als auch 1997 die Weltmeisterschaft noch in der Ferne lag, entschloss sich Susanne Ljungskog einiges zu ändern, vor allem aber ihr Training mit Hilfe aller möglichen Tests zu individualisieren, aber auch jedes Training zu überwachen und an Details zu arbeiten. Zur gleichen Zeit entschied sich Ljungskog auch von der Benutzung der Standardfahrrädern der Sportverbände abzugehen und ließ sich ein an sie angepasstes Fahrrad bauen. Das Ergebnis dieser Entscheidungen zeigte sich dann bereits 1998, denn Susanne Ljungskog gewann in diesem Jahr in Uppsala die Europameisterschaft und hatte damit den ersten Schritt zu ihrem Ziel erreicht.

Durch ein nahezu exzessives Training gelang es Susanne Ljungskog dann sowohl 2002 als auch 2003 die Weltmeisterschaft im Sprint zu gewinnen. Das nächste Ziel, das die Sportlerin danach anstrebte, war olympisches Gold, das ihr jedoch sowohl 2004 als auch 2008 versagt blieb, auch wenn Ljungskog nun zu den besten Radsportlerinnen Schwedens gehörte. Die Hoffnung, die beste Radrennfahrerin weltweit zu werden, zerschlug sich dann im Jahre 2009, als man bei Ljungskog eine genetisch bedingte Blutkrankheit entdeckte, die Hämochromatose, und ein Jahr später musste die Sportlerin einsehen dass der Radsport für sie zu Ende war. Immerhin war einer der ersten Käufe der Sportlerin nach Ende der Karriere der Kauf eines ganz gewöhnlichen neuen Fahrrads.


16. März 1596: Ebba Brahe, die Geliebte des Königs Gustav II. Adolf
16. März 1757: Bengt Lidner, der Skalde, der in Ungnade fiel
16. März 1792: Mord auf dem Maskenball
16. März 1835: Der Buchdrucker Nils Magnus Lindh wird zum größten Verleger Schwedens
16. März 1846: Der schwedische Mathematiker Gösta Mittag-Leffler
16. März 1878: Schweden übergibt seine letzte Kolonie Saint-Barthélemy an Frankreich
16. März 1892: Die Kinderzeitschrift Kamratposten
16. März 1940: Selma Lagerlöf, christliche Literatur und Frauenbewegung
16. März 1957: Das Motel Gyllene Ratten in Stockholm
16. März 1968: Gunnar Ekelöf, der erste surrealistische Autor Schwedens
16. März 1970: Karl Gustav Ossiannilsson, nationalistisches Denken als Arbeiterliterat
16. März 1971: Der schwedische Stand-up Künstler Jakob Öqvist

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 6. Februar 2017

Der schwedische Skiläufer Sixten Jernberg

Sixten Jernberg wurde am 6. Februar 1929 in ärmlichen Verhältnissen in Lima in Dalarna geboren und begann nach sieben Jahren Schulbildung in einer Schmiede zu arbeiten. Nach nur wenigen Monaten wurde er Waldarbeiter, was, zumindest indirekt, der Beginn seiner Karriere ausmachte, denn um im Winter zum Arbeitsplatz zu kommen, musste er Skier benutzen. Um diese Wege etwas spannender zu machen, wurden die Wege zu kleinen Ausscheidungen bei denen er seine Geschwindigkeiten ständig verbesserte und beginnen konnte bei Jugendausscheidungen in Dalarna teilzunehmen.

Als Sixten Jernberg im Jahre 1949 gerade 20 Jahre alt war, gewann er die Junior-Dalarna-Meisterschaft und begann seine Skikarriere, die ihn zu einem der legendären Wintersportler Schwedens machen sollte. Nur fünf Jahre später nach seinem ersten Sieg gewann Jernberg seine erste Medaille bei der Weltmeisterschaft in Falun und im folgenden Jahr kehrte er mit vier Medaillen von der Winterolympiade in Cortina nach Schweden zurück. So nebenbei gewann Sixten Jernberg auch zweimal den Vasalauf und reihte sich damit in die Liste der unvergesslichen Skiläufer ein.

Bereits 1964 beendete Sixten Jernberg dann seine professionelle Karriere als Skiläufer und konnte in den wenigen Jahren allein bei schwedischen Meisterschaften auf 32 Goldmedaillen zurückblicken. In seiner Freizeit blieb Jernberg, der am 14. Juli 2012 an einem Schlaganfall in Mora starb, dem Skilauf jedoch bis zu seinem 79. Jahr treu, wenn auch nur in seiner Freizeit. In seinem letzten Lebensjahr konnte Jernberg noch den ersten Spatenstich zum Sixten Jernbergmuseum in Limedsforsen erleben, aber die Einweihung des Museums, das regelmäßig zahlreiche Besucher anzieht, konnte der Skiläufer, der sein gesamtes Leben in Lima verbracht hatte, nicht mehr erleben.


6. Februar 1816: Henrik Gahn, einer der bekanntesten Ärzte Schwedens
6. Februar 1837: Johan Anders Wadman, der Skalde, der an Alkoholmangel stirbt
6. Februar 1900: Rudolf Värnlund, der unverstandene Arbeiterliterat
6. Februar 1914: Der letzte politische Machtbeweis der schwedischen Könige
6. Februar 1927: Der nordschwedische Künstler Leander Engström
6. Februar 1975: Das Verbot von DDT in Schweden
6. Februar 1988: Die nationalistische Partei Sverigedemokraterna
6. Februar 1992: Der Nationaltag der Samen in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 16. Februar 2016

Die schwedische Leichtathletin Sanna Kallur

Sanna Kallur kam am 16. Februar 1981, mit ihrer Zwillingsschwester Jenny Kallur, als Tochter eines Eishockeyspielers in Huntington in den USA zur Welt, da der Vater um diese Zeit für die New York Islanders spielte. Allerdings wuchs Kallur dann ab ihrem vierten Lebensjahr in Falun auf, wo sie auch zur Schule ging, sich auf eine sportliche Karriere vorbereitete und wo sie noch heute, gemeinsam mit ihrem Eheman Klas, der Tochter Majken und ihrer Katze Greta, lebt. Gegenwärtig bereitet sich Kallur in ihrem Heimatort auf die Olympiade in Rio de Janeiro vor.

Der sportliche Durchbruch kam für Sanna Kallur, die eigentlich Susanna Kallur heißt, mit der Weltmeisterschaft der Junioren im Jahre 1998, als die Sportlerin gerade einmal 17 Jahre alt war und sie beim 100-Meter-Hürdenlauf den dritten Platz errang. Nur zwei Jahre später gewann Kallur dann die Weltmeisterschaft der Junioren und sie wechselte zu den Senioren. In den folgenden Jahren gelang es der Sportlerin jedoch nicht die Spitzenposition zu halten und erst 2005 kam dann die erste  Bronzemedaille bei der Hallenweltmeisterschaft in Moskau, der im gleichen Jahr der Sieg bei der Europameisterschaft in Göteborg folgte.

Im Jahre 2008 gelang Sanna Kallur der Weltrekord beim 60-Meter-Hürdenlauf, was bedeutete, dass die Leichtathletin nun zur Weltspitze gehörte. Zwischen Dezember und Februar bewies Kallur mit fünf besten Zeiten ihre Leistungsfähigkeit, aber eine Verletzung unterbrach für sie die Saison und beim Neustart während der Olympischen Spiele 2008 schied Kallur im Semifinale aus. Anschließend unterbrach Sanna Kallur ihre Karriere und kehrte erst 2010 wieder langsam zurück zur Leichtathletik. Als 2013 ihre Tochter Majken zur Welt kam, setzte sich die Pause fort und Schwierigkeiten mit Sponsoren machten ein echtes Comeback problematisch. Nun hofft Kallur während der Olympiade 2016 wieder ihre volle Form zu zeigen, vermutlich die letzte Chance um eine Sportlegende zu werden, da Sanna Kallur nun 35 Jahre alt wurde.

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 3. September 2014

Die schwedische Skilegende Assar Rönnlund

Assar Rönnlund kam am 3. September 1935 in Sävar bei Umeå zur Welt, verbrachte jedoch nahezu seine gesamte Kindheit in der Stadt Umeå. Über die frühen Jahre und das Skiinteresse Rönnlunds weiß man relativ wenig so dass die Biographie des Skiläufers im Grunde erst im Jahre 1961 beginnt, als er im Alter von 26 Jahren erst in Umåker an der schwedische Meisterschaft über 30 Kilometer teilnahm und wenig später auch den 50-Kilometer-Lauf im finnischen Lahti gewann. Nahezu über Nacht war damit Rönnlund zu einem der bedeutendsten Skiläufer Schwedens geworden.

Nachdem  Assar Rönnlund dann im folgenden Jahr sowohl die schwedische Meisterschaft in Skilanglauf über 15 Kilometer als auch über 50 Kilometer gewonnen hatte, wunderte es niemanden mehr, dass Rönnlund im folgenden Jahr drei Medaillen bei der Weltmeisterschaft im Stafettenlauf und Skilanglauf holte. Rönnlund war innerhalb von nur zwei Jahren zur größten Hoffnung des schwedischen Skisports geworden und galt damit im Skilanglauf als Favorit für die olympischen Winterspiele in Innsbruck. Während der Weltmeisterschaft in Zakopane lernte Rönnlund auch seine spätere Frau, die finnische Skiläuferin Toini Gustafsson Rönnlund, kennen, die er 1968 heiratete, als beide mit olympischen Medaillen nach Schweden zurückkehrten.

Weltweit bekannt wurde Assar Rönnlund allerdings bereits während der Olympischen Spiele im Jahre 1964, als der Skiläufer plötzlich als Erster aus einem Waldstück, das nicht von Kameras überwacht wurde, auftauchte und damit olympische Geschichte schrieb. Im Jahre 1967 gewann Rönnlund noch den Vasalauf und nur zwei Jahre später - und nach dem vierten Kind der Familie - gab Rönnlund den Skisport auf und entwickelte sich zu einem der meist geschätzten Sportkommentatoren im schwedischen Rundfunk. Am 5. Januar 2011 starb die schwedische Skilegende nach längerer Krankheit im Universitätskrankenhaus in Umeå, der Stadt, zu der er immer eng verbunden war.


3. September 1686: Das schwedische Kirchengesetz und seine Bedeutung
3. September 1807: Elias Wilhelm Rudas Weg zur Literatur
3. September 1872: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
3. September 1925: Der schwedische Künstler Bengt Lindström
3. September 1942: Schweden unterstützt das geplünderte Norwegen
3. September 1949: Vilhelm Ekelund, zwischen Poesie, Prosa und Philosophie
3. September 1967: Die Einführung des Rechtsverkehrs in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 9. Mai 2012

TV6, der Fernsehkanal für Männer bis 45

Am 9. Mai 2006 begann der schwedische Kanal TV6, der zur Mediengruppe Modern Times Group gehört, erstmals mit seinen Ausstrahlungen und ersetze damit den Kanal ZTV, den die Gruppe vorher aufgekauft hatte. TV6 benutze daher den gleichen Sendekanal wie sein Vorgänger, hat jedoch absolut nichts mit dem früheren TV6 zu tun, der Mitte der 90er Jahre entstand, sich ausschließlich an Frauen richtete und heute zu Viasat Crime wurde und nur noch Krimis und Actionfilme sendet.

Als TV6 am 23. Februar 2006 eine Sendegenehmigung erhielt, begannen die Verantwortlichen unmittelbar mit den Vorbereitungen, wobei sie dabei Eigenproduktionen nahezu ausschlossen, sondern ein Gegenpol zu Kanal 5 und dem dritten Programm werden wollten. Ergebnis war, dass die Premiere am 9. Mai 2006 mit der Übertragung der Weltmeisterschaft in Eishockey begann und mit dem Film Terminator 3 fortsetzte. Als TV6 dann nur eine Woche später die UEFA Champions League übertrug, konnte der Kanal 820.000 Zuschauer zählen, ein Rekord für die kurze Zeit seines Bestehens.

TV6 richtete sich vom ersten Tag an an männliche Zuschauer zwischen 15 und 44, was für die Sendeanstalt bedeutete nur einen einzigen Konkurrenten in der schwedischen Medienlandschaft zu haben. Die Satzung auf Comedy, Simpsons, Seinfeld, Sport und die amerikanische Talkshow David Letterman sind bis heute ein Erfolgsrezept des schwedischen Kanals. Das Konzept des Kanals ist auch bis 20 Uhr jeden Tag zur gleichen Zeit die gleichen Serien zu senden und damit Dauerseher anzuziehen. Nur zwischen 20 und 23 Uhr sind die Zuschauer von TV6 gezwungen sich vorher über das Programm zu informieren.


9. Mai 1767: Der Uhrmacher Jean Fredman bleibt der Nachwelt erhalten
9. Mai 1947: Penicillin in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin