Posts mit dem Label van Gogh werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label van Gogh werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 14. August 2014

Der schwedische Künstler Gösta Sandels

Gösta Sandel starb am 14. August 1919 im Alter von nur 32 Jahren im spanischen Granada, dort wo man auch sein Grab finden kann. Seit Tod gilt noch heute als Rätsel, da der Künstler, der an Typhus mit hohem Fieber litt, eines Nachts zum Hotelfenster ging und sich entweder zu weit hinausbeugte oder aber sich aus dem Fenster stürzte. Sandel überlebte den Sturz nur für einige Tage, hinterließ jedoch ein künstlerisches Vermächtnis, das die Seele des Künstlers offen legt, eines Mannes, der sich nirgends lange zu Hause fühlte und selbst in der Künstlergruppe De unga eine Außenseiterrolle spielte.

Der schwedische Künstler Gösta Sandel war am 25. April 1887 in Göteborg als Sohn eines Fotografen zur Welt gekommen, hatte jedoch einen Teil seiner Kindheit in Norwegen verbracht, da sein Vater einige Jahre lang die Kamera mit einer landwirtschaftlichen Tätigkeit tauschen wollte. Zurück in Stockholm begann Sandel mit Abendkursen das Malen zu erlernen, wechselte in die Althins målarskola und begann im Alter von 18 Jahren an der Schule des schwedischen Künstlerverbands. Dort lernte er, unter anderem, auch Isaac Grünewald und Leander Engström kennen, die ihn 1907 dazu überredeten nach Paris zu gehen um bei Matisse die moderne Malerei zu erlernen.

In Paris zeigte sich sehr deutlich, dass Gösta Sandel wenig von der intellektuellen Kunst von Matisse hielt, sondern nach Farben, Ausdruck und Gefühl suchte. Unter der Gruppe De unga ist Sandel daher der einzige Maler, der sich von Van Gogh, Edvard Munch und El Greco beeinflussen ließ. Auch wenn bereits die französischen Werke des Künstlers eine große künstlerische Bedeutung haben, so schuf Gösta Sandel seine persönlichsten und wichtigsten Werke erst am Ende seines kurzes Lebens, nämlich im westschwedischen Kungälv und später in Stockholm. Einige dieser Werke kann man heute im Kunstmuseum in Göteborg und dem Nationalmuseum in Stockholm betrachten.


14. August 1591: Anders Bure, der Vater der schwedischen Kartographie
14. August 1790: Der Frieden von Värälä beendet den schwedisch-russischen Krieg
14. August 1814: Die Union von Schweden und Norwegen
14. August 1847: Frans Michael Franzén, vom modernen Dichter zum Bischof
14. August 1847: Frans Michael Franzén, vom Skalde zum Bischof
14. August 1914: Stieg Trenter und der Kriminalroman mit Stockholmer Milieu
14. August 1914: Stieg Trenter und der Stockholmer Kriminalroman

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Montag, 16. April 2012

Ernst Josephson, der Künster des Wahnsinns

Am 16. April 1851 wurde Ernst Josephson geboren, ein schwedischer Künstler, der in jungen Jahren meinte, dass er entweder Schwedens Rembrandt werde oder vorher sterben würde. Auch wenn Ernst Josephson nie zum Rembrandt Schwedens wurde, so entwickelte er sich in gewisser Weise zu einem van Gogh Schwedens, dessen bedeutendsten Werke ebenfalls erst nach seinem Tode in seiner wahren Bedeutung erkannt wurden.

Die Karriere von Ernst Josephson, der bereits mit 16 Jahren an der Kunstakademie zu studieren begann, die er dann bis 1876 besuchte, begann vielversprechend, denn 1876 erhielt er für sein historisches Gemälde „Sten Sture den äldre“ eine königliche Medaille und nach seinen Studienaufenthalten in Paris und den Niederlanden begann sich sein Ruf in Schweden zu verbreiten, bis zum verhängnisvollen Jahr 1888, als der Künstler gerade einmal 37 Jahre alt war.

Da Ernst Josephson, wie so viele Künstler, zwar malen konnte, aber nicht wusste wie er seine Werke auch verkaufen kann, gingen ihm im Sommer 1888 sowohl die Farbe als auch die Leinwand aus, was dazu führte, dass er sich auf der Insel Bréhat in Frankreich dem Spiritualismus widmete und religiöse Wahnvorstellungen hatte aus denen er nie wieder entfliehen konnte. Josephson wurde erst einige Monate in die Psychiatrie in Uppsala eingewiesen, bis ihn zwei Damen aus Stockholm bei sich aufnahmen und dann bis zu seinem Tode im Jahre 1906 für ihn sorgten.

Während der Epoche seines Wahnsinns entstanden dann jedoch die ausdrucksstärksten Werke des Künstlers, die eine absolute Hoffnungslosigkeit ausdrückten und vor allem Wesen aus Sagen und Mythen darstellen. Einige Jahrzehnte nach seinem Tod wurde Ernst Josephson mit diesen Werke, die Zeit seines Lebens nur wenig Beachtung fanden, international bekannt und inspirierte die expressionistischen Künstler Schwedens und der Nachbarländer.

16. März 1943: Schwedische U-Boot HMS Ulven spurlos verschwunden
16. April 1964: Der schwedische Jazzmusiker Esbjörn Svensson 

Copyright: Herbert Kårlin