Samstag, 21. Januar 2012

Oscar II. will die Macht des Königs retten

Am 21. Januar 1829 wurde Oscar II. geboren, der zwischen 1871 und 1907 als König das schwedischen Reich führte. Oscar II. war vermutlich der König, der die meisten Veränderungen Schwedens erlebte, auch wenn unter ihm die Macht des schwedischen Königs gebrochen und die norwegisch-schwedische Union aufgelöst wurde. Oscar II. war zu sehr von sich selbst überzeugt als dass er Warnzeichen der Politik bemerkt hätte. Dieser Egoismus machte ihn zum letzten regierenden König des Landes.

Mit seinen konservativen Ideen kämpfte Oscar II. auf jeder Front dafür dem König die alleinige Macht über Schweden zurückzubringen und die parlamentarische Demokratie zu verhindern, die während seiner Regierungszeit in ganz Europa auf dem Vormarsch war. Ein bedeutendes Problem war dabei seine Einstellung zum Recht der Frauen, die bereits vor seiner Machtübernahme das Wahlrecht forderten und bei den Sozialdemokraten Schwedens Gehör fanden. Nach Oscar II. hatte ein Frau nicht das nötige Verständnis über politische Fragen entscheiden zu können.

Viele seiner Ideen übernahm Oscar II. vom eisernen deutschen Kanzler Otto von Bismarck, dessen unnachgiebige Härte er bewunderte. Der Monarch träume selbst davon mit Deutschland und Italien einen Verband zu gründen, der gemeinsam gegen die Gefahr aus dem Osten kämpfen sollte, wobei er hierbei vor allem auf die deutsche Stärke bei Streitigkeiten hoffte, auch wenn er die schwedische Armee bedeutend verstärkt hatte. Oscar II. unterstützte Forschung und Industrie, vergaß jedoch dabei die Situation der Arbeiter, was ihm letztendlich die fast uneingeschränkte Macht kostete.

21. Januar 2002: Der Tod von Fadime Sahindal bewegt Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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