Donnerstag, 30. August 2012

Der Frieden von Nystad und der große nordische Krieg

Am 30. August 1721 wurde mit dem Frieden in Nystad der große nordische Krieg endgültig beendet, der zwischen 1700 und 1721 im nördlichen und östlichen Europa tobte und Schwedens Gedanken an eine Großmacht beendete. Im Laufe des Krieges, der begann als Dänemark, Norwegen, Russland, Sachsen und Polen das schwedische Reich angriffen, brachte insgesamt sieben bedeutende Friedensverträge, aber erst jener in Nystad beendete den Krieg tatsächlich.

Im Grunde wollten sowohl Russland als auch Schweden, die sich 1721 noch bekämpften, längst einen Frieden, aber Schweden versuchte durch einen Vertrag mit England Russland seine Stärke zu zeigen um noch möglichst gut bei einem Friedensvertrag abschneiden zu können. Russland kannte den Plan und wollte Schweden wiederum seine Übermacht zeigen indem die russische Flotte noch 1721 nahezu alle Städte an der Ostseeküste angriff und in Brand setzte. Erst diese Überfalle zwangen Schweden dann an den Verhandlungstisch, der letztendlich zum Frieden in Nystad wurde.

Auch wenn Schweden beim Frieden in Nystad auf einen Teil seiner Gebiete verzichten musste, unter anderem auf Livland und Lettland, so gab Russland  vier Wochen nach dem Vertrag Finnland wieder zurück an Schweden und sagte dem Land eine Entschädigung von zwei Millionen Reichstaler zu. Gleichzeitig versicherte Russland allen Ländern, die früher zu Schweden gehörten, die Religionsfreiheit und garantierte ihnen weiterhin alle Handelsprivilegien, die sie vorher besaßen. Durch die relativ geringen Forderungen Russlands sollte vor allem eine bessere Verständigung zwischen der schwedischen Königin Ulrika Eleonora und dem Zaren Peter dem Großen geschaffen werden, jedoch Schweden auch klar gemacht werden, dass eine Ausdehnung des Reiches nicht in Frage kommt.


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Copyright: Herbert Kårlin 

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