Samstag, 29. Dezember 2012

Der schwedische Erfinder Martin Wiberg

Am 29. Dezember 1905 starb der schwedische Erfinder Martin Wiberg in Stockholm, ein Tüftler, dessen größte Erfindung eine Rechenmaschine war, die zwar nach dem gleichen Prinzip wie jene von Charles Babbage und Georg Scheutz arbeitete, die jedoch auch die Logarithmentafeln berechnen und ausdrucken konnte und daher internationale Aufmerksamkeit erregte. Sehr schnell wurden die Tabellen auch in Englisch, Deutsch und Französisch herausgegeben, Tabellen, die heute noch angewendet werden, da sie auch die Basis für die Berechnungen eines Computers sind.

Martin Wiberg, der in Lund Philosophie studiert hatte, entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Erfinder Schwedens des 19. Jahrhunderts, denn er entwickelte einen Apparat mit dem man die Geschwindigkeit eines Zuges messen konnte, eine andere mit der man Pflanzen vom Boden des Meeres sammeln konnte, eine Maschine für die Herstellung von Streichholzschachteln und eine Setzmaschine für den Buchdruck, um nur einige der Erfindungen zu nennen, die selbst bei den damaligen Weltausstellungen auf ein großes Interesse stießen.

Aber auch wenn die meisten Erfindungen von Martin Wiberg, der am 4. September 1826 in Viby in Skåne geboren worden war, einen industriellen Fortschritt bedeuteten, so stieß er auch an manche Grenzen, denn seine Farbtonoper wurde durch den Tod von Alfred Nobel verhindert und seine Idee gewisse Krankheiten mit Hilfe von Licht zu heilen wurde von Medizinern als unsinnig betrachtet, da diese der Meinung waren, dass ein Nichtmediziner von dieser wissenschaftlichen Materie die Finger lassen sollte, da Wiberg von Krankheiten keine Ahnung habe. Heute weiß man, dass gewisse Krankheiten mit der Lichteinstrahlung zusammenhängen können und die Mediziner jener Zeit im Irrtum waren..


29. Dezember 1999: Das Museum Tre Kronor in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

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