Montag, 8. Juli 2013

Das Drottningholmsteatern in Stockholm

Wenn man heute vom Drottningholmsteatern oder dem Drottningsholms Schlosstheater spricht, so spricht man vom „neuen“ Theater, da das Theater, das bereits 1754 gegründet wurde am 25. August 1762 unter dramatischen Umständen am Namenstag von Königin Lovisa Ulrikas abbrannte. Als der fünfte Akte begann, stützte die französische Schauspielerin Marie Baptiste auf die Bühne und wollte Alarm schlagen, was jedoch gar nicht so einfach war, da das Publikum ihre Rufe für einen Teil des Schauspiels nahmen. Durch den Brand starben vier Personen und sämtliche Schauspieler verloren ihre Unterkunft, da sie alle im Theater wohnten.

Bereits am 8. Juli 1766 war dann das Drottningsholmsteatern wieder aufgebaut und wurde vom König begutachtet, bevor am folgenden Tag das Stück Rhadamiste et Zénobie von Prosper Jolyot de Crébillon aufgeführt wurde. Die Initiative für den Wiederaufbau des Schlosstheaters hatte Königin Lovisa Ulrika, die zu diesem Zweck den Architekten Carl Fredrik Adelcrantz mit den neuen Plänen beauftragte. Mit der gesamten Einrichtung der Bühnentechnik wurde Donato Stopani beauftragt, der in der Tat ein Meisterwerk vollbrachte.

Heute ist das Drottningholmsteatern auf Lovön das weltweit am besten bewahrte Theater aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Bühne selbst, die mit allen modernen und alten technischen Einrichtungen versehen ist, ist mit seiner Tiefe von 20 Metern die tiefste des Landes und erlaubt einen Dekorwechsel bei offenem Vorhang. Jeden Sommer wird das Drottningholms Slottsteatern erneut aktiv, wobei hier vor allem Ballettvorstellungen und Opern aus dem 17. und 18. Jahrhundert geboten werden und der Zuschauer in die Vergangenheit des Theaters zurückgeführt wird.


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Copyright: Herbert Kårlin

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