Montag, 1. Juli 2013

HMS Halland, der letzte Zerstörer der schwedischen Marine

Am 1. Juli 1987 ging die Geschichte der Kreuzer der schwedischen Marine zu Ende, denn ab diesem Tag war auch die HMS Halland nicht mehr im Betrieb und wartete auf die Verschrottung, ein Kriegsschiff der Hallandklasse, das seit den 70er Jahren das Leitfahrzeug der schwedischen Zerstörer war. Kaum ein Jahr später wurde dieses schwedische Prestigeschiff dann nach Spanien verkauft, wo es verschrottet wurde. Heute existieren nur noch einige wenige Modelle in Miniatur der HMS Halland.

Der Zerstörer HMS Halland war einst  in den Götaverken in Göteborg gebaut worden und wurde am 16. Juli 1952 zur See gelassen. Dort erhielt das Fahrzeug den Namen Prins Bertil und wurde fast drei Jahre lang für Kriegszwecke aufgerüstet so dass es am 8. Juni 1955 einsatzbereit an die schwedische Marine übergeben werden konnte. Bis 1982 sollte die HMS Halland, zu Beginn gemeinsam mit dem Schwesterfahrzeug HMS Småland, unterwegs sein, wobei die HMS Halland und die HMS Småland die ersten Militärschiffe weltweit waren, die mit Robot-08-Spezialflugkörpern von Saab ausgerüstet waren.

Die HMS Halland war so gebaut, dass die Mannschaft jede Stelle des Schiffes erreichen konnte ohne ins Freie zu müssen, was man als Sicherheit dafür ansah, dass die Mannschaft bei einem eventuellen Atomkrieg nicht von radioaktiven Abfällen getroffen werden kann. Während des kalten Krieges mit Russland wurde das Fahrzeug auch einige Male bei der U-Boot-Jagd eingesetzt. Gegen Ende ihres Lebens unternahm die Marine noch einige längere Ausbildungsreisen mit der HMS Halland, wobei jedoch wegen der enorm hohen Kosten, die das Fahrzeug forderte, keine zu langen Strecken zurückgelegt wurden.


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Copyright: Herbert Kårlin

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