Freitag, 6. Dezember 2013

Baltzar von Platen, der Gründer des Göta Kanals

Als Baltzar von Platen am 6. Dezember 1829 in Kristiania, dem heutigen Oslo, starb, war er weniger als militärischer Stratege bekannt, der er ursprünglich war, sondern in seiner Eigenschaft als Gründer des Göta Kanals, als Gründer der Stadt Motala und als einflussreicher Politiker, der eine große Bedeutung für die Schaffung der schwedisch-norwegischen Union hatte und die letzten Jahre seines Lebens Norwegen im Auftrag des Königs verwaltete.

Baltzar von Platen war, wie seine Vorgänger, in Deutschland geboren, auch wenn sein Vater bereits ab 1746 der schwedischen Krone diente. Mit 13 trat von Platen als Kadett in die Militärschule in Karlskrona ein und machte dort sehr schnell Karriere. Während des russischen Krieges geriet er in Gefangenschaft, was ihm jedoch nach seiner Rückkehr nach Schweden eher dienlich war, da er bei dieser Gelegenheit zum Kapitän ernannt wurde. Mit 34 Jahren nahm Baltzar von Platen jedoch Abschied vom Militärdienst um sich vor allem um seine Ländereien und Wälder zu kümmern.

Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab sich in das politische und wirtschaftliche Geschehen des Landes einzumischen, denn bereits 1801 wurde Baltzar von Platen in die Leitung des Unternehmens Trollhättan Kanal gewählt, was ihn auf die Idee brachte eine Verbindung zwischen Ostsee, Vättern und Vänern zu schaffen. Von Platen überstand dabei auch die Revolution von 1809 und konnte ein Jahr später mit dem Bau des Göta Kanals beginnen, den er mit Hilfe des englischen Kanalbauers Thomas Telford geplant hatte. Entlang des Kanals entstanden dann mehrere kleinere Werkstätten, unter anderem die AB Motala Verkstad, die sich wegen dem strategisch gut gewählten Standort sehr schnell in eine große Gemeinde verwandelte, 1823 die Handelsrechte erhielt, 1862 dann zur Handelsstadt mit Marktrechten wurde und 1881 zur Stadt aufstieg.


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Copyright: Herbert Kårlin

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