Mittwoch, 25. Dezember 2013

Christoffer Bogislaus Zibet, geboren zur falschen Zeit

Christiffer Bodislaus Zibet wurde am 25. Dezember 1740 bei Kristianstad geboren und studierte an der Universität Lund um die damalige Beamtenlaufbahn zu beschreiten. Bereits am 1761 und nach seinem Kanzleiexamen, begann er im Zentralarchiv zu arbeiten und nur ein Jahr später wurde er der persönliche Sekretär des Kronprinzen Gustav mit den Vollmachten eines Hofsekretärs. Wiederum vier Jahre später hatte Zibet den Rang eines königlichen Sekretärs erlangt.

Sehr bald wurde Christoffer Bogislaus Zibet auch Direktor des Königlichen Theaters, er wurde geadelt und 1777 wurde er zum Regierungsrat in Pommern ernannt. Zibet stand in dieser Zeit bereits so hoch in der Gunst des Königshauses, dass er es sich sogar erlauben konnte nie nach Pommern zu reisen, sondern weiterhin in Stockholm zu bleiben. Das erste Problem tauchte für Zibet jedoch nach dem Mord von Gustav III. auf, denn man wollte ihn nicht des Amts entheben, aber er konnte danach auch nicht in Stockholm bleiben. Als sich Zibet jedoch weiterhin weigerte sein Amt in Pommern anzutreten, wurde er für zwei Jahre nach Skåne verbannt und durfte Stockholm nicht mehr betreten.

Im Jahre 1799 kehrte Christoffer Bogislaus Zibet zurück nach Stockholm und schon 1801 wurde er zum Hofkanzler ernannt und sollte im Auftrag von Gustav IV. Adolf die Pressefreiheit im Auge behalten und so weit wie möglich auch unterdrücken. Da er diese Aufgabe mehr als nur befriedigend löste, wurde Zibet 1805 sogar in die Regierung des Königs berufen. Auf seinem Höhepunkt tauchte dann sein zweites Problem auf, denn nach der Revolution im Jahre 1809 war der Politiker erneut untragbar in Stockholm. Dieses Mal wurde er unter der Beibehaltung seines Gehalts lediglich entlassen und damit vollständig entmachtet. Nur wenig später starb Zibet, der bereits seit 1790 auch Mitglied der Svenska Akademien geworden war.


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Copyright: Herbert Kårlin

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