Sonntag, 6. April 2014

Christer Sjögren, von der Tanzband zum schwedischen Schlager

Christer Sjögren wurde am 6. April 1950 in Hagfors im Värmland geboren und wird bis heute oft als der König der schwedischen Tanzbands bezeichnet, auch wenn der Sänger seit 1989 mehr und mehr auf eine Solokarriere setzte und sich die Band Vikingarna, mit der Sjögren national bekannt wurde, sich im Jahre 2004 auflöste. Seine Versuche durch die Teilnahme an zwei Vorausscheidungen zum Eurovision Song Cong Contest den Durchbruch als Schlagersänger zu finden, waren begrenzt, denn 2008 kam er mit I Love Europe bei der Endausscheidung auf den neunten Platz und 2012 erreichte er mit Don’t Let Me Down, gemeinsam mit Lotta Engberg, nicht einmal die Endausscheidung.

Christer Sjögren gründete seine erste Band Jonny-Christers im Jahre 1964, als er gerade einmal 14 Jahre alt war. Die Band hielt ein Jahr lang, dann wurde Sjögren von der Lokalgruppe Jupiters angeheuert. Bei dieser Gruppe begann Sjögren auch als Sänger aufzutreten. Die Jupiters hatten auch überregional einen gewissen Erfolg und nahmen einige Schallplatten auf. Drei Jahre später suchte die Band Pelles aus Mariestad einen Sänger. Christer griff sofort zu, da er sich durch dieses Engagement ganz der Musik widmen konnte und vom Amateur zum Profi avanzierte. Die Gruppe hatte mehrere größere Erfolge und gelang auch mit mehreren Liedern in die Svensktoppen, was auch bedeutete, dass Sjögren nun national bekannt wurde. Mit diesem Erfolg wurde Christer Sjögren dann 1978 von den Vikingarna angeworben, die in den 80er und 90er Jahren die vermutlich bekannteste und erfolgreichste Tanzband Schwedens war. Der erste große Hit der Band war die schwedische Version von Djingis Khan.

Als Solosänger trat Christer Sjögren vor allem mit Covers von Elvis Presley und Frank Sinatra auf, sang jedoch auch sehr christliche Lieder, was 2007 auch zu einer Kirchentournee mit Sonja Aldén führte. Lieder wie Jag har hört om en stad ovan molnen sind sehr typisch für jene Epoche. Dass Sjögren, der im Göta Lejon in Stockholm, neben Carola Häggkvist, auch im Sound of Music spielte, als Solokünstler keinen grösseren Erfolg hat, liegt allerdings weniger an seiner Stimme oder der Ausstrahlung, sondern einem Mangel an wirklich eigenen Produktion.


6. April 1827: Frithiof Grafström und das Dilemma zum Skalden gezwungen zu sein 
6. April 1847: Hans Järta, revolutionäre Schriften und die Wandlung
6. April 1888: Dan Andersson, zwischen Arbeitergedichten und Wildmark
5. April 1954: Die schwedische Sängerin Anna-Lotta Larsson
6. April 1974: Die schwedische Gruppe Abba erobert die Welt 
6. April 1977: Sara Svensson, die religiöse Mörderin Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Keine Kommentare:

Kommentar posten