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Montag, 17. August 2015

Nya Lödöse, ein Vorläufer der Stadt Göteborg

Wenn man heute durch den Göteborger Stadtteil Gamlestaden (Altstadt) geht, so findet man, außer einigen wenigen Grabsteinen, kaum noch ein Zeichen einer Altstadt, trotz seines Namens. Und nur Eingeweihte wissen heute, dass sich hier einst die Stadt Nya Lödöse befand, die am 17. August 1473 ihre Stadtrechte bekam, ursprünglich Göthaholm heißen sollte und einer der Vorläufer der heutigen Stadt Göteborg war, die um diese Zeit noch überwiegend ein Sumpfgebiet war und kaum für eine Besiedelung geeignet schien. Bei Ausgrabungen konnten keine Zeichen mehr das frühere Kloster entdeckt werden und die letzte Kirche Nya Lödöses wurde 1993 abgerissen.

Wie später auch Göteborg, so war Nya Lödöse eine Stadt, die aus strategischen Gründen entstanden war und das frühere Lödöse ersetzte, das zwar zur der Zeit der Wikinger eine große Rolle spielte, jedoch im 15. Jahrhundert den Feinden zu sehr ausgesetzt war um überleben zu können. Im Jahre 1526 entzog daher Gustav Vasa Lödöse die Stadtprivilegien und betonte, das nun Nya Lödöse als wichtige Handelsstadt befestigt werden müsse. Da die Befestigung sich jedoch verzögerte, wollte der König 1542 die neue Stadt zum Schloss Älvsborg verlegen, aber musste, auf Grund der Dackefejden, dann auf diesen Schritt vorerst verzichten.

Als Gustav Vasa denn 1547 den Umzug durchsetzen konnte und die Stadt Älvsborg zu Füssen des gleichnamigen Schlosses entstand, sollte dies jedoch nur von kurzer Dauer sein, denn bereits 1563 zerstörten die Dänen diese neue Stadt und die Bewohner konnten zurück nach Nya Lödöse ziehen. 1612 nahm dann der dänische König Kristian IV. auch Nya Lödöse ein und ließ die gesamte Stadt abbrennen. Erneut war eine Verlegung der Stadt geplant, wobei erst Alingsås in Diskussion stand, dann erneut Älvsborg, bis Gustav II. Adolf schließlich das heutige Zentrum Göteborgs, die Stadt innerhalb des Wallgrabens, gründete. Nur drei Jahre nachdem Göteborg die Stadtprivilegien erhalten hatte, zwang der König dann alle Bewohner aus Nya Lödöse in seine neue und stark befestigte Stadt umzuziehen. In diesem Rahmen ließ der König auch die alte Stadt abbrennen.


17. August 1605: Die Schlacht bei Kirkholm und ein Verlust ohne Folgen
17. August 1801: Fredrika Bremer, ein Pionier der schwedischen Frauenbewegung
17. August 1850: Siri von Essen, die stärkste Frau Strindbergs
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Kinderbücher aus Nordschweden
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Literatur gegen Schundliteratur
17. August 1947: Prinz Eugen von Schweden und die Kunst
17. August 1995: Der Mord an John Hron bewegt Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 4. November 2014

Kristian II. wird in Schweden zum König gekrönt

Kristian II. war am 1. Juli 1481 auf dem dänischen Schloss Nyborg geboren worden und war zwischen 1513 und 1523 der König von Dänemark und Norwegen. Aber bereits mit 16 Jahren, also im Jahre 1497, war der sehr aufbrausende junge Mann auch in Schweden zum Thronfolger ernannt worden, auch wenn dies ein langer Weg für ihn werden sollte, denn Schweden war zu dieser Zeit Feindesland und Kristian II. konnte 1502 gerade einmal die Festung Älvsborg am Göta älv einnehmen und Öresten erobern, beides weit entfernt von Stockholm.

Erst als zwischen Sten Sture dem Jüngeren und dem Erzbischof Gustav Trolle 1517 eine erbitterte Feindschaft ausbrach, schien für Kristian II. die Zeit gekommen und er griff Schweden erstmals an. Allerdings lag weder 1517 noch 1518 das Glück auf der Seite des Königs und die Macht über Schweden war weit entfernt. Als jedoch der Papst 1519 Sten Sture mit dem Kirchenbann belegte und Kristian II. den Auftrag gab Schweden von Sten Sture zu befreien, kam es erneut zum Kampf und als der schwedische König tödlich verletzt wurde und am 5. Februar 1520 starb, wurde Kristian II. In der Tat zum Herrscher über Schweden. Am 4. November 1520 krönte ihn dann Erzbischof Gustav Trolle auch zum König über das Land.

Allerdings sollte Kristian II. die Macht in Schweden nicht sehr lange behalten, da er, unter Anraten von Trolle, erst in Stockholm ein Blutbad anrichtete, da er die Getreuen des vorherigen Königs als Ketzer hinrichten ließ, sondern in ganz Schweden etwa 600 Personen töten ließ, was ihm den Beinahmen Kristian der Grausame einbrachte. Schweden lehnte sich natürlich bald gegen diese Grausamkeit auf und als der spätere König Gustav Vasa mit einem großen Heer gegen Stockholm zog, musste Kristian II. sein Fehldenken eingestehen. Am 23. August 1521, nicht einmal ein Jahr als König, musste er das Land wieder verlassen und zwei Jahre später wurde er auch in Dänemark als König abgesetzt.


4. November 1842: Olof Arborelius und die Landschaft Dalarnas
4. November 1925: Die schwedische Schauspielerin Kjerstin Dellert
4. November 1954: Stig Dagerman, ein zerrissenes Leben bis zum Tod
4. November 1954: Stig Dagerman, der depressive Schriftsteller Schwedens
4. November 1970: Die schwedische Opernsängerin Malena Ernman

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Freitag, 9. November 2012

Karl IX. gründet einen Vorläufer von Göteborg

Karl IX. wollte das schwedische Reich an allen Fronten befestigen und gleichzeitig Städte schaffen, die ihm einen weitläufigen Handel erlaubten. Der König dachte dabei an das ganze Land und begann dabei das heutige Lappland an sein Reich zu knüpfen, da er dort beträchtliche Steuereinnahmen erwartete. Im südlichen Teil Schwedens setzte er dagegen auf Export und Import und die damit zusammenhängenden Zolleinnahmen. Allerdings kam dafür nur die Mündung des Göta Älv in Frage, da der größte Teil der südlichen und westlichen Küste Dänemark und Norwegen gehörte.

Sicher gab es am Göta Älv bereits Nya Lödöse und Gamla Lödöse, die beide die Stadtprivilegien besaßen, aber für einen ausgedehnten Handel lagen diese beiden Städte zu weit im Binnenland. Hinzu kam, dass es sehr schwierig schien in die beide Orte ausländische Handelsleute zu ziehen, was jedoch nötig war, wenn man mit den damaligen europäischen Handelsmetropolen größer angelegten Handel betreiben wollte. Aus diesem Grund suchte Karl IX. nach einer Stelle, die strategisch am günstigen lag und am besten direkt von ausländischen Händlern gebaut werden sollte.

Die Wahl des Königs fiel auf auf eine Stelle, die heute Färjenäs heißt und direkt gegenüber dem früheren Schloss Älvsborg lag. Karl IX. warb dann holländische Kaufleute, die gegen bedeutende Privilegien dort eine Stadt aufbauen sollten, der er den Namen Götheborg gab. Grundstock für die Stadt war ein Vertrag, den Karl IX. am 9. November 1603 mit dem Holländer Cornelius Corneliusson abschloss, der seinerseits dann mit Kaufleuten Hollands verhandelte. Allerdings überlebte dieses Götheborg nur wenige Jahre, denn bereits 1611 wurde es von den Dänen dem Erdboden gleich gemacht. Heute sind nur noch wenige Reste der alten Stadt vorhanden, die mittlerweile ganz zu Göteborg gehört.


9. November 1876: Farbenblinder Lokführer veranlasst neues Gesetz
9. November 1934: Ingvar Carlsson wird dreimal schwedischer Ministerpräsident
9. November 2004: Stieg Larsson, der Erfolg kam nach seinem Tod 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 4. September 2011

Das Schloss Älvsborg wird von Dänemark erobert

Am 4. September 1563 eroberte die dänische Armee unter Fredrik II. die Festung an der Mündung des Göta Älv bei Göteborg, die auch als Schloss Älvborg bekannt ist, und nahm damit Schweden den einzigen schiffbaren Zugang zur Nordsee. Um den Dänen, die in großer Übermacht vor dem Schloss Älvsborg aufmarschiert waren, die Eroberung so schwer wie möglich zu machen, hatten die Schweden bereits beim Anmarsch des dänischen Heers die Ansiedlung zu Fuße der Festung abgebrannt und die Anwohner dazu gezwungen nach Nya Lödöse zu ziehen.

Die Burg Älvsborg wurde erstmals im Åholmstraktaten genannt und daher spätestens Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut. Da es sich jedoch um ein Gebäude aus Holz handelte, kann man nicht sagen, ob es sich damals eher um ein bedeutenderes Wohnhaus, eine Festung oder bereits um eine Art Schloss handelte. Sicher ist jedoch, dass es sich um das vorgelagertste Gebäude des damaligen Südschweden handelte und die einzige Stelle am Göta Älv war, die auch mit größeren Booten angelaufen werden konnte.

Auch als Gustav II. Adolf ab 1619 Göteborg erbauen ließ und dem Ort 1621 die Stadtprivilegien verlieh, war Älvsborg weiterhin zum Schutze der schwedischen Meereszufahrt gedacht und wurde vollständig restauriert und verstärkt. Unter Königin Kristina von Schweden zeigte sich jedoch weiterhin die Anfälligkeit des Schlosses Älvborg, weshalb auf einer vorgelagerten Insel eine neue Festung gebaut wurde, die den Namen Nya Älvsborg erhielt. Vom ehemaligen Schloss besteht heute nur noch eine Ruine, die durch ein Dach von Verwitterungen geschützt wird.

4. September 1564: Das Blutbad von Ronneby
4. September 1826: Martin Wiberg, ein vergessener Erfinder Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin