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Dienstag, 28. Februar 2017

Schamyl Bauman, Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor

Als Schamyl Bauman am 28. Februar 1966 in Boo starb, war sein Einsatz für den schwedischen Film kaum beachtet, da Baumann nie auf bedeutende oder literarische Filme gesetzt hatte, sondern das Lustspiel und die Komödie bevorzugte, da er das schwedische Volk unterhalten wollte, und dies in einer Zeit als Alf Sjöberg, später auch Ingmar Bergman, die Richtung des schwedischen Films festlegten. Hinzu kommt dass der bekannteste Film Baumans, Swing it, magistern mit Alice Babs, in die Kriegszeit fiel als viele Schweden Angst davor hatten mit in die Geschehnisse gezogen zu werden.

Schamyl Baumann war am 4. Dezember 1893 in einer Kaufmannsfamilie in Vimmerby zur Welt gekommen und hatte nach seiner Hochschulreife an der Universität Uppsala Jura und moderne Sprachen studiert. Zum Film kam Bauman, da er vor dem zweiten Weltkrieg als Maschinist im Kino arbeitete und 1917 ein Vertrag in der Werbeabteilung einer Filmgesellschaft erhielt, um dort die Texte der Stummfilme zu übersetzen, eine Aufgabe, die er bis 1929 wahrnahm, um dann jedoch, gemeinsam mit den Brüdern Scheutz die Filmgesellschaft Europafilm zu gründen, die in den 80er Jahren in die Svensk Filmindustri einverleibt wurde. Beim ersten Film der Gesellschaft, der Komödie Kärlek och Landstorm führte Bauman auch erstmals Regie.

Im Jahre 1939 begann Schamyl Bauman eine Zusammenarbeit mit dem Filmproduzenten Anders Sandrew, die mit dem Film Swing it, magistern eingeletet wurde und zwischen 1945 und 1955 auch zu neun Komödien mit der Sängerin und Schauspielerin Sickan Carlsson führte, die alle zu einem Zuschauererfolg wurden. 1957 verließ Bauman dann jedoch plötzlich die Welt des Films um sich ganz seinen beiden Restaurants in Stockholm zu widmen. Auf diese Weise wurde Mamma tar semester der letzte von 45 Filmen, die Bauman während seines Lebens verwirklichte.


28. Februar 1819: Sophia Isberg, als Künstlerin bekannt als Jungfru Isberg
28. Februar 1912: Prinz Bertil, nahezu an der Spitze Schwedens
28. Februar 1924: Hanna Ouchterlony und die schwedische Heilsarmee
28. Februar 1960: Der schwedische Künstler Sigfrid Ullman
28. Februar 1962: Die schwedische Künstlerin Karin Mamma Andersson
28. Februar 1964: Lotta Lotass und die poetische Prosa des Surrealismus
28. Februar 1986: Der Mord des Ministerpräsidenten Olof Palme 

Copyright: Herbert Kårlin

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Freitag, 13. März 2015

Der Kinodirektor Anders Sandrew

Anders Sandrew kam am 13. März 1885 als Sohn eines Landarbeiters unter dem Namen Anders Andersson in Vendel bei Uppsala zur Welt und entschied sich bereits in seiner Jugend nach Stockholm zu ziehen, in der Hoffnung dort eine sinnvollere und bessere Zukunft zu finden. Andersson gründete dort, gemeinsam mit seinem Bruder, ein Lebensmittelgeschäft, das eigentlich Andersson & Andersson heißen sollte. Da es jedoch diese Firmenbezeichnung bereits gab, suchte Anders in den Regalen nach einem sinnvollen Namen und landete bei einer Flasche Portwein auf der Sandrew zu lesen war. Anders Andersson wurde damit Anders Sandrew und die Firma wurde als Andersson & Sandrew eingetragen.

Das Geschäft blühte und bereits in den 20er Jahren konnte Anders Sandrew Immobilien in Stockholm erwerben, unter anderem ein Eckgebäude auf Kungsholmen. Allerdings benutzte Sandrew das Gebäude nicht für Wohnungen, sondern er richtete dort 1925 sein erstes Kino ein, das den Namen Metropol erhielt. Nur zehn Jahre später besaß Sandrew 16 Kinos in der schwedischen Hauptstadt, darunter die beiden Premierenkinos Astoria und Royal. Um in seinen Kinos etwas besonderes bieten zu können, schloss Sandrew einen Vertrag mit Europa Film und leistete für jeden schwedischen Film der gerade gedreht wurde eine Vorauszahlung, die die Produktion stützte, ihm aber das Recht zur Premiere bot.

Anders Sandrew begnügte sich jedoch nicht damit nur Filme zu zeigen, sondern wurde Teilhaber in Produktionsgesellschaften und kaufte letztendlich sogar billig ein Studio das in Konkurs gegangen war. Schon 1937 gründete Sandrew dann, gemeinsam mit dem Regisseur Schamyl Bauman, das Unternehmen Sandrew-Biograferna AB, das sich in den 40er und 50er Jahren zum bedeutendsten Filmunternehmen Schwedens entwickeln sollte und bis zu 15 Filmen pro Jahr produzierte. Aber auch sein Kino-Imperium weitete sich aus und brachte bedeutende Gewinne, da er die Säle im Sommer auch an Theatergesellschaften vermietete. Sandrew setzte jedoch auch auf das Theater und kaufte 1942 das Södra Teatern und 1947 auch das Oscarsteatern.


13. März 1809: Revolution in Schweden 
13. März 1822: Nils Lorens Sjöberg und die schwedische Lyrik Ende 
13. März 1848: Der schwedische Künstler Johan Niclas Byström
13. März 1854: Der schwedische Sprachforscher Adolf Noreen 
13. März 1942: 17 schwedische Tageszeitungen werden beschlagnahmt 
13. März 1974: Die schwedische Popsängerin Linda Bengtzing

Copyright: Herbert Kårlin