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Sonntag, 19. Oktober 2014

Das Chinateatern (Chinatheater) in Stockholm

Mit dem Einzug des Kinos in Schweden und dem enormen Zustrom zu den wenigen Kinosälen jener Zeit, entschieden sich zahlreiche Firmen und Privatpersonen neue Kinos zu bauen, die teilweise bereits vom Aussehen her einen etwas exotischen Eindruck bieten sollten. Eines dieser Projekte kam vom Stockholmer Baugiganten Carl Zetterberg, der in Absprache mit der Svensk Filmindustri den Bau eines bedeutenden Kinos am Berzelii Park im zentralen Stockholm plante. Dieses neue Kino sollte von der chinesischen Architektur beeinflusst sein und den Namen China tragen.


Den Auftrag für die Planung erhielt der Architekt Albin Stark, der bereits in China tätig gewesen war und daher mit der dortigen Architektur weitgehend vertraut war. Das Kino China entstand dann in den Jahren 1927/28 und war eine Mischung aus der klassischen griechischen, der chinesischen und der damaligen nordischen Bauweise. Für die Innenausstattung waren die Künstler Einar Forseth und Ewald Dahlskog verantwortlich, die, unter anderem, die Kuppel des Kinosaales mit 1485 Sternen versahen, deren Konstellation exakt dem Sternhimmel zur Tag-und-Nacht-Gleiche des Jahres 1870 entsprach und 1987 bei einer Restaurierung wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt wurde.

Das Chinatheater (Chinateatern), in Stockholm meist nur China genannt, wurde am 19. Oktober 1928 mit dem Stummfilm „Anna Karenina“ mit Greta Garbo in der Hauptrolle eingeweiht und blieb bis 1980 eines der Kinos der schwedischen Kinokette Svensk Filmindustri. Nachdem bereits die vorhergehenden Jahre während des Sommers das China als Theater verwendet wurde, wurde das Kino in diesem Jahr ganz in ein Theater verwandelt in dem seit dieser Zeit vor allem Musicals, Komödien und Revuen aufgeführt werden. Durch Umbauten und Erweiterungen wurde das Chinatheater im Jahre 2002 durch einen unterirdischen Gang auch mit der Hotel-, Konferenz und Restaurantanlage Berns verbunden.


19. Oktober 1072: Der deutsche Bischof Egino stirbt in Lund
19. Oktober 1891: Der vergessene schwedische Histologe Gösta Häggqvist
19. Oktober 1975: Der schwedische Sänger und Musiker Lars Winnerbäck
19. Oktober 1979: Homosexualität keine Krankheit mehr in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 13. Juli 2013

Der Berzelii Park und die Berzelii Statue in Stockholm

Dort wo man heute den Berzelii Park in Stockholm findet, war bis 1830 noch die Packaretorgsviken, auch Katthavet genannt, zu sehen, eine Bucht an der der Fischmarkt stattfand, aber die auch auch als „Abfallbucht“ benutzt wurde und daher einen bestialischen Gestank verbreitete und ein Krankheitsherd der Stadt war. Als Karl XIV. Johan die Bucht jedoch zufüllen wollte, protestierten die Bewohner, auch wenn geplant wurde, dort eine Grünfläche anzulegen. Aus der Zeit der Bucht zeugen heute nur noch einige Eisenteile der Umzäunung, die vor 1830 zur Ladugårdsbrücke gehörten.

Als die Packaretorgsviken im Jahre 1848 vollständig gefüllt war, wurde der Landschaftsarchitekt Knut Forsberg mit der Planung des Berzelii Parks beauftragt. Vier Jahre später begannen die Arbeiten am Park und schon 1853 konnten die Grasflächen und die Wege für die Allgemeinheit geöffnet werden. Als dann im folgenden Jahr Robert Bern dort ein Café mit Alkoholausschank öffnete, war der Berzelii Park bereits eine bedeutender Anziehungspunkt für die Bevölkerung Stockholms und er hatte seinen heutigen Namen erhalten, der an den bedeutenden schwedischen Chemiker Jacob Berzelius erinnern soll.

An den großen Chemiker erinnert auch die Statue, die man heute im Zentrum des Parks finden kann, wobei es sich hier um die erste Statue eines Wissenschaftlers auf schwedischem Raum handelt. Aus Angst davor, dass bei einer Einweihung der Statue der Park von Menschenmassen überflutet werden könne, die dann die jungen Pflanzungen zerstören würden, entschloss man sich die Berzelii-Statue am 13. Juli 1858 nachts um drei Uhr einzuweihen ohne dies vorher öffentlich bekannt zu geben. Als Künstler für die Skulptur wählte man Carl G. Qvarnström, einen der bedeutendsten Künstler jener Zeit.


13. Juli: Der Paltdagen (Knödeltag) in Schweden 
13. Juli 1954: Kernenergie und Kernreaktoren in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin