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Freitag, 7. August 2015

Der schwedische Künstler Einar Forseth

Einar Forseth wurde am 7. August 1892 als Sohn eines norwegischen Lithographen in Linköping geboren, wuchs jedoch in Örebro auf, wo sein Vater ein lithographischees Atelier besaß. Im Jahre 1908, drei Jahre nachdem die Familie nach Göteborg umgezogen war, begann Forseth eine künstlerische Ausbildung an der Schule der Kunsthandwerker und der Kunsthochschule Valand in Göteborg. 1912 setzte Forseth seine Studien dann an der Kunstakademie in Stockholm fort und begann seine Werke auszustellen. Als der Künstler 1917 bei der Upsala-Ekeby AB beschäftigt wurde, war er vor allem für das Design von Kachelöfen und die Dekoration von Keramik zuständig, was Forseth wiederum eine Reisestipendium einbrachte, das ihm erlaubte nur zwei Jahre später eine einjährige Studienreise nach Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Nordafrika zu unternehmen, die er privat um zwei weitere Jahre verlängerte.

Nach seiner Rückkehr nach Schweden erhielt Einar Forseth von Ragnar Östberg, dem Architekten des Stockholmer Stadshuset, einen Auftrag, der den Künstler unvergesslich machen sollte. Forseth sollte die Ausschmückung des sogenannten Goldenen Saales übernehmen, dem Saal, der heute nach dem Nobelbankett als Tanzsaal verwendet wird. Forseth schuf ein Goldmosaik, das insgesamt aus 18,6 Millionen Teilen besteht und unter anderem die Mälarkönigin (mälardrottning) mit zahlreichen anderen Figuren aus der schwedischen Sagenwelt und Geschichte darstellt. Das byzantinisch beeinflusste Werk galt um diese Zeit als eines der modernsten Kunstwerke des Nordens und gilt auch heute noch als das bedeutendste Werk des Künstlers.

Auch wenn sich Einar Forseth als Künstler sehr vielseitig zeigte, bedeutende Räume dekorierte, Bücher illustrierte, mehrere Altartafeln malte und eindrucksvolle Kirchenfenster seine künstlerische Breite zeigen, so arbeitete Forseth überwiegend mit Keramik, was 1925 mit einer Anstellung bei der Lidköpings Porslinfabrik begann. Nur wenige Jahre später, und nach einer weiteren Studienreise nach Griechenland, Konstantinopel und Palästina, schuf der Künstler einige der bekanntesten Motive für Rörstrand, unter anderem das Kaffeeservice Diana och Gazell. Einar Forseth starb am 5. Dezember 1988 in Stockholm als international anerkannter Künstler, der durch seine öffentlichen Arbeiten das schwedische Kunstverständnis bis heute mit prägt.


7. August 1598: Georg Stiernhielm, der Vater der schwedischen Skalden
7. August 1824: Der schwedische Philosoph Nils von Rosenstein
7. August 1848: Jacob Berzelius und die Kennzeichnung der chemischen Elemente
7. August 1862: Victoria von Baden wird schwedische Königin
7. August 1869: Ellen Palmstierna und der Kampf für eine andere Zukunft
7. August 1890: Anna Månsdotter und die Todesstrafe in Schweden
7. August 1898: Der schwedische Gewerkschaftsbund LO 

Copyright: Herbert Kårlin

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Sonntag, 19. Oktober 2014

Das Chinateatern (Chinatheater) in Stockholm

Mit dem Einzug des Kinos in Schweden und dem enormen Zustrom zu den wenigen Kinosälen jener Zeit, entschieden sich zahlreiche Firmen und Privatpersonen neue Kinos zu bauen, die teilweise bereits vom Aussehen her einen etwas exotischen Eindruck bieten sollten. Eines dieser Projekte kam vom Stockholmer Baugiganten Carl Zetterberg, der in Absprache mit der Svensk Filmindustri den Bau eines bedeutenden Kinos am Berzelii Park im zentralen Stockholm plante. Dieses neue Kino sollte von der chinesischen Architektur beeinflusst sein und den Namen China tragen.


Den Auftrag für die Planung erhielt der Architekt Albin Stark, der bereits in China tätig gewesen war und daher mit der dortigen Architektur weitgehend vertraut war. Das Kino China entstand dann in den Jahren 1927/28 und war eine Mischung aus der klassischen griechischen, der chinesischen und der damaligen nordischen Bauweise. Für die Innenausstattung waren die Künstler Einar Forseth und Ewald Dahlskog verantwortlich, die, unter anderem, die Kuppel des Kinosaales mit 1485 Sternen versahen, deren Konstellation exakt dem Sternhimmel zur Tag-und-Nacht-Gleiche des Jahres 1870 entsprach und 1987 bei einer Restaurierung wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt wurde.

Das Chinatheater (Chinateatern), in Stockholm meist nur China genannt, wurde am 19. Oktober 1928 mit dem Stummfilm „Anna Karenina“ mit Greta Garbo in der Hauptrolle eingeweiht und blieb bis 1980 eines der Kinos der schwedischen Kinokette Svensk Filmindustri. Nachdem bereits die vorhergehenden Jahre während des Sommers das China als Theater verwendet wurde, wurde das Kino in diesem Jahr ganz in ein Theater verwandelt in dem seit dieser Zeit vor allem Musicals, Komödien und Revuen aufgeführt werden. Durch Umbauten und Erweiterungen wurde das Chinatheater im Jahre 2002 durch einen unterirdischen Gang auch mit der Hotel-, Konferenz und Restaurantanlage Berns verbunden.


19. Oktober 1072: Der deutsche Bischof Egino stirbt in Lund
19. Oktober 1891: Der vergessene schwedische Histologe Gösta Häggqvist
19. Oktober 1975: Der schwedische Sänger und Musiker Lars Winnerbäck
19. Oktober 1979: Homosexualität keine Krankheit mehr in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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