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Samstag, 30. Januar 2016

Über das Eis und den Großen Belt zum Frieden von Roskilde

Nach dem Frieden in Brömsebro hatte Dänemark nur eines im Sinne, seine an Schweden verlorenen Gebiete zurückzuerobern, aber da Schweden immer stärker wurde, wartete Dänemark auf einen günstigen Moment, der sich ab 1657 zeigte, denn Schweden hatte an mehreren Fronten zu kämpfen und wenn sich auch Österreich in den Krieg einschalten sollte, so war von dänischer Seite ein Angriff denkbar. Allerdings hatte auch Karl X. Gustav dieses Problem erkannt und wollte Dänemark noch rechtzeitig in seine Schranken weisen, und er wartete ebenfalls auf einen günstigen Moment, denn auch wenn es ihm noch 1657 gelungen war Fredriksodde einzunehmen, so war die Gefahr nur gebannt wenn er auch Fünen und Seeland einnehmen konnte, die der Weg zu ganz Dänemark waren.

Danach kam jedoch der Winter, die Flotte war damit nicht mehr einzusetzen und um Dänemark einzunehmen, hatte Karl X. Gustav nur eine Chance, möglichst unbemerkt über das Wasser nach Dänemark zu gelangen und den Feind zu überrumpeln. Und hierfür gab es nur eine einzige Chance, nämlich über da Eis zu kommen. Als am 30. Januar 1658 das Eis endlich dick genug war, machte sich die Armee des schwedischen Königs auf den Weg über den kleinen Belt und gelangte mit relativ geringen Verlusten nach Fyn (Fünen). Die Überraschung war gelungen und die Dänen auf Fyn mussten sich nach kurzen Kämpfen ergeben. Aber noch war der Große Belt ein Hindernis, zumal das Eis hier weitaus weniger trug als jenes über den Kleinen Belt.

Am 5. Februar 1658 war es dann endlich so weit dass auch das Eis über den Großen Belt, zumindest an einer strategisch interessanten Stelle, dick genug war um Fußsoldaten und Reiterheer den Weg nach Själland (Seeland) zu ermöglichen. Diese Taktik des schwedischen Königs machte es dem dänischen Heer unmöglich sich vorzubereiten und schon am 13. Februar des gleichen Jahres standen die Schweden vor Kopenhagen und Dänemark musste kapitulieren und Friedensverhandlungen einleiten. Dieser Weg über das Eis brachte Schweden den endgültigen Sieg, der Dänemark letztendlich ein Drittel seines Reiches kostete, und nur wenige Tage später kam es zum Frieden von Roskilde, der die heutigen Grenzen Schwedens schuf.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 13. August 2012

Der Frieden von Brömsebro unter Königin Kristina

Da Brömsebro nahezu 1000 Jahre lang die Grenze zwischen Schweden und Dänemark bildete und hier eine der wichtigsten Handelsstraßen entlang ging, gab es dort, an der heutigen Grenze zwischen dem Blekinge Län und dem Kalmar Län zahlreiche Kämpfe, aber auch mehrere Friedensverhandlungen. Der Frieden von Brömsebro am 13. August 1645 brachte den vermutlich größten Sieg nach Schweden , wobei es sich dabei auch um den letzten Friedensvertrag handelte bevor der südlichste Teil Schwedens über den Frieden von Roskilde ganz an Schweden ging.

Bevor es jedoch zum Frieden von Brömsebro kam, führte Schweden unter Königin Kristina und Dänemark/Norwegen unter Christian IV. rund 20 Monate lang einen erbitterten Krieg, den Kristina ohne jede Kriegserklärung eingeleitet hatte um einen freien und vor allem zollfreien Zugang zu allen Weltmeeren zu erhalten, da Dänemark den Öresund vollständig beherrschte und Schweden daher nur einen kleinen und relativ unsicheren direkten Zugang zum Meer bei Göteborg hatte.

Da Dänemark zu dieser Epoche sehr geschwächt war, nutzte Schweden alle seine Vorteile und hatte massive Forderungen während der Friedensverhandlungen, die vom 8. Februar 1645 bis zum 13. August des gleichen Jahres dauerten und von französischer Seite geführt wurden. An der Stelle des früheren Grenzsteines wurde 1915 ein Erinnerungsstein aufgestellt auf dem man die Namen der Vertragspartner und jenen des französischen Diplomaten, der die Gespräche führte, lesen kann.


13. August 1905: Norwegen entscheidet sich gegen eine Union mit Schweden
13. August 1970: Lisa Nilsson, zwischen Jazz, Pop und schwedischer Volksmusik

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborger Kulturfestival 2013