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Mittwoch, 22. Juni 2016

Das Värmlands Museum in Karlstad

Auch wenn das Landesmuseum Värmlands Museum in Karlstad erst am 22. Juni 1929 offiziell eingeweiht wurde, so geht seine Geschichte zumindest bis 1839 zurück, als Anders Lignell sein Naturalienkabinett dem zukünftigen Stiftmuseum schenkte. Ab 1840 konnte die Öffentlichkeit diese Sammlung jeweils eine Stunde am Mittwoch und eine Stunde am Samstag besichtigen. Als 1857 der naturhistorische Verein des Värmlands gegründet wurde um die Sammlung zu vervollständigen, wuchs das Museum und zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte man bereits von einem ansehnlichen Museum reden.

Im Jahre 1917 wurde der Verein Värmlands Landesmuseum (Föreningen Värmlands läns museum) gegründet und man begann über den Bau eines eigenen Landesmuseums zu reden. Zehn Jahre später schenkte Karlstad dem Verein ein Grundstück und genehmigte dem Verein auch den Bau eines Museums. Der Auftrag ging an den Architekten Cyrillus Johansson, der ein Gebäude errichtete, das an einen Tempel erinnert und 1929 eingeweiht werden konnte. 1998 erhielt das Värmlands Museum dann noch einen Anbau, ein siebeneckiges falurotes Ziegelgebäude, das der Architekt Carl Nyrén zeichnete.
Das Värmlands Museum, das seit 1980 von einer Stiftung getragen wird, verfügt heute über rund 40.000 verschiedene kulturhistorische Gegenstände, etwa 9000 Kunstwerke und über eine Million Fotografien und kann daher als Kulturerbe des Värmlands bezeichnet werden, das jeder besuchen sollte, der etwas mehr über das Värmland wissen will, wobei das umfassende Archiv auch eine Fundgrube für historische Forscher ist. Das Värmlands Museum empfängt jedes Jahr rund 250.000 Besucher, also über 650 Besucher pro Tag. Im Jahre 2005 zeichnete der schwedische Museumsverband das Värmlands Museum als Museum des Jahres aus.

22. Juni 1622: Umeå, die schwedische Stadt der Birken
22. Juni 1851: Der schwedische Architekt Lars Johan Laurentz
22. Juni 1860: Eric Hermelin und die persische Poesie
22. Juni 1866: Das schwedische Zweikammersystem
22. Juni 1874: Elias Sehlstedt, der der Poet der Schären vor Stockholm
22. Juni 1906: Die Geschichte der schwedischen Flagge
22. Juni 1936: Elfjähriger findet Menschen aus dem Mittelalter
22. Juni 1942: Die S/S Ada Gorthon sinkt vor Öland
22. Juni 1945: Frida Stéenhoff und die Revolution der Frau
22. Juni 1975: Per Wahlöö und der politische Kriminalroman Schwedens
22. Juni 1997: Ted Gärdestad und der Tod unter der Eisenbahn

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 6. November 2013

Der schwedische Architekt Carl Nyrén

Als der schwedische Architekt Carl Nyrén am 6. November 2011 in Stockholm starb, verschwand zwar einer der größten modernen Architekten Schwedens, nicht jedoch sein Architekturbüro, das von seinen früheren Angestellten übernommen worden war. Nyrén war 1967 der erste Architekt, der den damals neu gestifteten Träpriset (Holzpreis) erhielt, einen der zahlreichen Preise mit denen seine Arbeiten ausgezeichnet wurden. 1985 wurde der Architekt auch zum Ehrendoktor der Kungliga Tekniska högskolan in Stockholm ernannt.

Carl Nyrén war gewissermaßen mit der Bautätigkeit aufgewachsen, da sein Vater Teilhaber an einem holzverarbeitenden Unternehmen war. Seine Ausbildung zum Architekten schloss er 1942 an der Königlichen Technischen Hochschule ab, der eine zweijährige Anstellung beim Seefahrtsamt und vier Jahre beim Architekten Paul Hedqvist folgten. Aber da das Ziel Nyréns ein eigenes Architekturbüro war, gründete er 1948 das Nyréns Arkitektkontor in Stockholm, das sich vor allem auf öffentliche Bauten und Kirchen spezialisierte.

Das bekannteste, wenn auch nicht ausdrucksstärkste, Bauwerk von Carl Nyrén ist die Västerortskyrkan in Vällingby, die Le Corbusier als eine der drei schönsten Kirchen weltweit bezeichnete. Zweifellos hat jedoch bereits dieses Gebäude aus dem Jahre 1956 alle Zeichen, die typisch für die Architektur Nyréns sind, denn alle seine Gebäude zeichnen sich durch einen klaren und einfachen Stil aus bei denen Beton, Verputz und Holz sehr wichtig sind, abgesehen von den Fenstern, denn für Carl Nyrén war der Lichteinfluss im Raum eines der wichtigsten Elemente, wobei er den Fenstern oft ein sehr eigenwilliges und charakteristisches Aussehen gab, da der Architekt Design mit der Lichteinstrahlung verknüpfen wollte.


6. November 1907: Gustav Jonsson und das Kinderdorf Skå 
6. November 1964: Hans von Euler-Chelpin erhält den Nobelpreis in Chemie

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg