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Montag, 29. Januar 2018

Der schwedische Philosoph Vitalis Norström

Vitalis Norström kam am 29. Januar 1856 als Sohn eines Landvermessers in Åmål zur Welt und studierte am 1873 an der Universität Uppsala Philosophie, legte dort ein Examen nach dem anderen ab und begann nach seinem Doktortitel dort auch als Dozent zu arbeiten. Ab 1890 gab Norström dann an der Hochschule in Göteborg philosophische Vorlesungen und wurde dort drei Jahre später auch zum ordentlichen Professor ernannt. Im gleichen Jahr wurde Norström auch in der Akademie der Wissenschaften aufgenommen und vier Jahre später nahm er auf dem Stuhl 18 der Svenska Akademien Platz.

Vitalis Norström nimmt unter den schwedischen Philosophen eine sehr konservative Stellung ein, die geprägt ist von der Geschichte Griechenlands und den konservativen religiösen Strömungen seiner Zeit, verbunden mit einer Verehrung großer Helden der Geschichte. Für Norström hatte das Volk innerhalb der philosophischen Denkweise und Logik keinen Platz. Norström setzte daher innerhalb des philosophischen Denkens die Linie der beiden Philosophen Christopher Jacob Boström und Carl Yngve Sahlin fort, die bei fehlender Konsequenz die Logik Gott zuschrieben. Erst gegen die Jahrtausendwende wandte sich Norström dann von den Ideen seiner Vorgänger teilweise ab.

Im Laufe der Jahre entfernte sich Vitalis Norström mehr und mehr davon Philosophie mit der Realität zu verbinden, sondern er sah die Philosophie als rein wissenschaftliche Linie, die nicht grundsätzlich auch eine logische Erklärung erfordert. Gegen die Jahrtausendwende, mit dem Aufstreben der Nationalromantik, näherte sich Norström der Gedankenwelt Nietzsches und übernahm seine Lehre zur Kulturkritik, was sich sehr deutlich in den literarischen Werken des schwedischen Philosophen zeigt, der am 19. November 1916 im Alter von 60 Jahren in Alingsås starb.


29. Januar 1688: Emanuel Swedenborg, der große Mystiker Schwedens 
29. Januar 1850: Der Yrvädertisdagen in Schweden
29. Januar 1884: Der schwedische Ministerpräsident Rickard Sandler 
29. Januar 1904: Stockholm erhält das erste dauerhafte Kino 
29. Januar 1919: Der schwedische Künstler Richard Bergh
29. Januar 1920: Der schwedische Architekt Peter Celsing
29. Januar 1938: Das Skattefjällsmålet und das Recht der Samen
29. Januar 1949: Der grüne Politiker Birger Schlaug 
29. Januar 1990: Schwedische Banken schließen ihre Schalter 
29. Januar 1993: Die schwedische Schauspielerin Eva Britt Remaeus 
29. Januar 2008: Der schwedische Künstler Bengt Lindström

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 31. Juli 2015

Der Philosoph und Pädagoge Frans von Schéele

Frans von Schéele kam am 31. Juli 1853 als Sohn eines Bergwerkbesitzers in Färnebo im Värmland zur Welt, was in jener Zeit auch bedeutete, dass von Schéele eine sehr gute Erziehung erhielt und sich 1873 an der Universität Uppsala einschreiben konnte. Dort studierte von Schéele Philiosophie, ein Studium, das er zwölf Jahre später mit einem Doktorat abschloss. Noch im gleichen Jahr wurde dem Philosoph eine Stelle als Dozent in Ästhetik angetragen, die er jedoch nur zwei Jahre später gegen eine Dozentur in praktischer Philosophie austauschte. 1888 wurde von Schéele dann Professor in theoretischer Philosophie in Uppsala.

Auch wenn Frans von Schéele mit der Ernennung zum Professor nun seinen wissenschaftlichen Aufstieg als gesichert ansah, so standen diesem zwei wichtige Punkte im Weg, denn Schéele zeigte wenig Eifer an einer literarischen Tätigkeit und er war ein Erneuerer seines Bereichs, da er die an der in Uppsala dominierenden Philosophie von Christopher Jacob Boströms weiterentwickelt hatte und sich teilweise auch davon abwandte. Von Schéele hat daher zahlreiche Feinde in der Philosophie und alle seine Bewerbungen für einen eigenen Lehrstuhl, sowohl in Uppsala, als auch in Göteborg und Lund, wurden auf Grund von Widersachern abgelehnt.

Ab Ende des 19. Jahrhunderts wandte sich Frans von Schéele immer mehr der modernen Pädagogik zu, was auch dazu führte, dass er 1903 in diesem Bereich eine Professur erhielt und nur zwei Jahre später zum Volksschuldirektor in Stockholm ernannt wurde. Von Schéele begann in dieser Zeit intensive Fachstudien, sowohl in Schweden als auch in Deutschland und Frankreich und entwickelte dabei die Basis der heutigen Lehrmethoden Schwedens. Für von Schéele war es bedeutend, dass ein Schüler während des Unterrichts möglichst permanent zur Aktivität angehalten werden muss und, parallel hierzu, die Möglichkeit haben muss die individuelle Phantasie zu entwickeln. Frans von Schéele starb am 11. Mai 1931 im Alter von 77 Jahren, ohne allerdings je einen eigenen Lehrstuhl erhalten zu haben.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 4. März 2014

Der schwedische Philosoph Carl Yngve Sahlin

Carl Yngve Sahlin wurde am 4. März 1824 in Fröskog im Dalsland als Sohn eines Generaldirektors geboren und hatte bereits als Kind eine beruflich vielversprechende Erziehung. Mit 17 begann Sahlin an der Universität Uppsala Philosophie zu studieren, ein Studium, das er 1851 mit dem Magister beendete. Nachdem er zwei Jahre lang als Dozent in theoretischer Philosophie gearbeitet hatte, stieg er zum Adjunkt auf und 1859 war der Philosoph bereits zum Professor erhoben worden.

Carl Yngve Sahlin gilt als einer der bedeutendsten Schüler des Philosophen Christopher Jacob Boström und vervollständigte die Theorien seines Lehrers. Die Basis seiner Philosophie war daher die Aussage, dass alles Wissen ausschließlich durch ein vollkommenes rationales Denken möglich ist und in eine logische Systematik eingeordnet werden kann. Die Wahrheit jeder Aussage kann nach Sahlin mit reiner Logik bewiesen werden, auch wenn die Logik als solche nur Gott erklären kann. Der Nachteil dieser “absoluten” Meinung war jedoch auch, dass Sahlin seine Theorien weder in Frage stellte noch aber ein anderer seine Aussagen kritisieren durfte, da sie, in seinen Augen, auf eine absolute Logik bauten, die man nicht diskutieren kann.

Carl Yngve Sahlin war, bis auf wenige Jahre, Professor für theoretische und praktische Philosophie in Uppsala, was jedoch mit seiner Lehre und seiner Deutung der Philosophie Boströms zusammenhing, den als er 1856 an die Universität Lund berufen wurde, waren seine Meinungen kaum willkommen, da man in Lund zwar ebenfalls auf die Lehre Boströms baute, jedoch auf eine mehr populäre und christliche Weise. Als man in Uppsala dann zusätzlich entdeckte, dass die Philosophie der Universität mehr und mehr den Lehren von Fredrik Georg Afzelius folgte, holte man Sahlin bereits 1863 zurück an die Universität Uppsala an der er dann bis zum 1. Oktober 1894 als Professor arbeitete.


4. März 1574: Stadthalter und Reichsrat Carl Carlsson Gyllenhielm
4. März 1828: Erik Sjöberg und der Kampf gegen die literarischen Schulen 
4. März 1882: Die sozialdemokratische Bewegung in Schweden 
4. März 1931: Die schwedische Jazzsängerin Sonya Hedenbratt 
4. März 1948: Elsa Brändström, der „Sibirische Engel“ aus Schweden

Copyright: Herbert Kårlin