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Donnerstag, 25. August 2016

Der Politiker und Gutsbesitzer Fredrik Gyllenborg

Als Fredrik Gyllenborg am 25. August 1759 starb, war er einer der gefürchtetsten und korruptesten Politiker seiner Zeit, der es nur seinen Beziehungen und seinem Einfluss verdankt hatte seinen nahezu uneingeschränkten politischen Einfluss in der Hutpartei ausüben zu können und dabei ein großes Vermögen anzusammeln. Gyllenborg hatte es verstanden die Partei  so zu steuern, dass es unmöglich war ihn von seinen Positionen zu verstoßen oder wegen seinen finanziellen Machenschaften zur Rechenschaft zu ziehen. Die Folgen seiner Handlungen hatte die Hutpartei indes nach seinem Tod spüren.

Fredrik Gyllenborg war am 12. Juli 1698 als Sohn eines drei Jahre vorher geadelten königlichen Rates zur Welt gekommen und damit Mitglied der privilegierten Schicht Schwedens geworden. Im Alter von zwölf Jahren wurde Gyllenborg Page bei der Witwenkönigin Hedvig Eleonora, einen Dienst, den er 1715, beim Tod der ehemaligen Königin, verlor um dann am Svea Hovrätt zu arbeiten und um sieben Jahre später Kammerherr und der oberste Richter auf Gotland zu werden. Als Politiker begann Gyllenborg seine Karriere 1731, wobei er sich unmittelbar danach als der gefährlichste Gegner Arvid Horns zeigte.

Allerdings sah man Fredrik Gyllenborg sehr wenig im Reichstag, denn er bevorzugte eine unsichtbare politische Karriere, die es ihm ermöglichte die richtigen Fäden zu ziehen, gegnerische Politiker auszuspionieren und sich freizügig aus der Parteikasse zu bedienen. Diese Hintergrundkarriere erlaubte es Gyllenborg auch die gesamte Linie der Partei zu steuern und von den Schwächen der politischen Gegnern zu profitieren. Als Gyllenborg auf etwas diplomatischem Weise die Parteikasse genommen wurde, da er sich zu deutlich selbst damit finanzierte, erhielt er bald den Vorsitz der Bank der Hutpartei, was ihm noch größere Freiheiten bot, denn nun konnte er sich, mit Hilfe der Parteibank, Fabriken und Landgüter kaufen.


25. August 1750: Lovisa, ein adeliger Vorname Schwedens
25. August 1762: Das Drottningholmsteatern in Stockholm
25. August 1925: Inga Borg und der kleine Troll Plupp
25. August 1955: Die Bibliothekstantieme (Biblioteksersättning) in Schweden
25. August 1956: Anders Franzén findet das Kriegsschiff Vasa
25. August 1961: Der schwedische Serienzeichner Alf Woxnerud
25. August 1976: Eyvind Johnson, ein Arbeiter-Literat mit Nobelpreis
25. August 2014: Maj-Briht Bergström-Walan, die erste Sexologin Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 12. Juli 2014

Fredrik Gyllenborg, der Intrigant der schwedischen Geschichte

Fredrik Gyllenborg kam am 12. Juli 1698 in einer kurz vor seiner Geburt geadelten Familie zur Welt, was ihm ermöglichte bereits mit 12 Jahren als Page bei der Witwenkönigin Hedvig Eleonora von Holstein-Gottorp aufgenommen zu werden. Nur fünf Jahre später gab Gyllenborg jedoch diesen Dienst auf begann die Laufbahn eines Richters, was den jungen Mann wie selbstverständlich zur Politik brachte und eine Tätigkeit in der er sich voll in seinem Element fühlte, da ihm das Leben am Hof und seine juristische Tätigkeit die Machtspiele im politischen Leben gelehrt hatten.

Fredrik Gyllenborg macht sich 1731 erstmals im Reichstag bemerkbar und zeigt sich dort unmittelbar als der bedeutendste Gegner von Arvid Horn, der sich für eine Friedenspolitik Schwedens einsetzte und einen Krieg mit Russland vermeiden wollte. Gyllenborg zeigte sich jedoch wenig in der Öffentlichkeit, sondern begnügte sich damit die Fäden zu ziehen und bediente sich dabei jeder denkbaren Intrige und Diffamation, wobei es ihm in der Regel auch gelang immer die Schwachstelle des Gegners zu finden. Dies führte letztendlich dazu, dass Gyllenborg bald im heimlichen Rat der Hutpartei Platz nahm, die Gelder der Partei verwaltete und der unsichtbare Führer der Partei wurde.

Das Verhalten von Fredrik Gyllenborg und der Verdacht, dass er Gelder der Partei privat verwende, brachten dem Politiker allerdings auch in den eigenen Reihen sehr viele Feinde, obwohl die Hutpartei einen Mann wie Gyllenborg benötigte. Bereits Mitte der 40er Jahre hatte Gyllenborg jedoch bereits neue Pläne und dank seiner zahlreichen Ämter verschaffte er sich die Führung im Bankwesen und kaufte, teilweise mit dem Geld der Bank, bedeutende Guter und Fabriken. Bevor Gyllenborg dann jedoch in Ungnade verfiel und die Hutpartei ihren Abstieg begann, starb der Politiker am 25. August 1759 in Stockholm.


12. Juli 1873: Oscar von Sydow, für acht Monate Ministerpräsident Schwedens
12. Juli 1897: Josef Högstedt, der beliebte Lyriker Pälle Näver
12. Juli 1908: Fußball in Schweden
12. Juli 1953: Wolfgang Zaugg, alias John Ausonius, der Lasermannen
12. Juli 1995: Der schwedische Sänger Yohio 

Copyright: Herbert Kårlin

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