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Dienstag, 25. August 2015

Inga Borg und der kleine Troll Plupp

Inga Borg kam am 25. August 1925 als Tochter eines Sportschwimmers in Stockholm zur Welt und wollte sehr früh Künstlerin werden. Ihren Lebensweg fand sie dann bereits im Alter von 19 Jahren, als sie erstmals in die damals kaum berührte Bergwelt Schwedens kam und die Natur auf ihre ursprünglichste Weise kennenlernte. Borg zeichnete und malte alles was sie sah, angefangen von der wilden Natur bis zu den Tieren, die diesen damals noch geheimnisvollen Teil Schwedens belebten. Diese Landschaft faszinierte die junge Frau so stark, dass sie immer wieder in die Wildnis zurückkam, die heute allerdings in dieser Art schon lange nicht mehr besteht.

Um jene Zeit war das Gebirge in Dalarna, dem Ziel von Inga Borg, bei weitem nicht so erschlossen wie heute und um ein Geschäft zu erreichen musste man oft mehrere Kilometer durch die Wildnis gehen. Bei diesen Wanderungen, die Borg oft auch durch Sumpfgebiete führten, traf sie erstmals den kleinen Troll Plupp, der sie in der ganzen Welt bekannt machen sollte. Natürlich entstand Plupp nur in den Gedanken der späteren Bilderbuchautorin, aber die Geräusche bei diesen Wanderungen und die wilde Natur ließen die Gedanken schweifen und Fantasie vermischte sich mit Realität.

Es sollte allerdings noch zehn Jahre dauern bis auch die Allgemeinheit von der Existenz des Trolls Plupp erfahren sollte, denn 1955 hatte Inga Borg ihre erste größere Ausstellung in Stockholm und im gleichen Jahr erschien, allerdings noch unter dem Namen Inga Grubbström, das Buch Plupp und die Rentiere, dem später 23 weitere Bücher über Plupp folgen sollten, Erzählungen, die immer die Tierwelt in den Vordergrund stellten und Kindern, mit Hilfe des kleinen Trolls sehr viele Hintergründe aus der nordischen Tierwelt näher bringen. Nur in einem Punkt schwindelte die Zeichnerin und Autorin etwas, denn auch wenn sie immer davon sprach, dass Plupp aus Lappland kommt, so lebte er in Wirklichkeit in Dalarna, aber Lappland wirkte, damals wie heute, so fern und magisch, dass man Inga Borg diesen Schwindel gerne verzeiht.


25. August 1750: Lovisa, ein adeliger Vorname Schwedens
25. August 1762: Das Drottningholmsteatern in Stockholm
25. August 1955: Die Bibliothekstantieme (Biblioteksersättning) in Schweden
25. August 1956: Anders Franzén findet das Kriegsschiff Vasa
25. August 1961: Der schwedische Serienzeichner Alf Woxnerud
25. August 1976: Eyvind Johnson, ein Arbeiter-Literat mit Nobelpreis
25. August 2014: Maj-Briht Bergström-Walan, die erste Sexologin Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Montag, 25. Februar 2013

Acht Personen erfrieren im Jämtland

Leichtsinnige Touristen hatten sich am 23. Februar 1978 bei Sonnenschein aufgemacht um einen Skiausflug in die Anarisfjällen im Jämtland zu machen. Der Ausflug sollte für acht der neun Personen der zwei Gruppen, die sich dort trafen, am 25. Februar 1978 tödlich enden, denn das 1400 Meter hohe Gebirge sollte sich innerhalb kürzester Zeit in eine Falle verwandeln, der man nur mit guten Bergkenntnissen oder mit einem schnellen Bergrettungstrupp entkommen konnte.

Das Problem entstand durch die in den Anarisfjällen vorkommenden Fallwinde, die dort regelmäßig entstehen wenn sich sehr viel kalte Luft über dem Gebirge sammelt und sich dabei ein Tiefdruckgebiet nähert. In diesem Fall entstehen sehr plötzlich eisige Winde, die in die Tiefe ziehen, manchmal nur wie ein plötzlicher eisiger Hauch, manchmal wie ein Orkan vor dem man sich nur durch den Bau eines Schutzes und entsprechende Kleidung schützen kann. Die Gruppe im Jahre 1978 hatte zwar an einen Schutz gedacht, kannte jedoch weder das Terrain noch hatte jemand in der Gruppe die nötigen Kenntnisse um einen sicheren Schutz zu bauen. Alle, die im provisorischen Schutz lagen, erfroren in diesen Tagen und nur jener, der von außen den Schutz verstärken wollte und nicht mehr ins Innere fand, wurde mit schweren Erfrierungen gerettet.

Nach diesem und zahlreichen anderen weniger schweren Unglücken in den Anarisfjällen entschloss man sich im Jahre 1979 an der Storumans Volkshochschule eine zweijährige Ausbildung als Bergführer zu schaffen und im Jämtland richtete man die Bergwetterwarnungen ein, die dabei helfen sollen so schwere Unglücke in aller Zukunft zu vermeiden, eine Warnung, die verbreitet wird sobald das Risiko einer Abkühlung auf mindestens minus 28 Grad zu erwarten ist.. Leider führt Leichtsinn immer noch jedes Jahr zu einigen kleineren Problemen, da viele Touristen immer noch Abenteuer mit Leichtsinn verwechseln.


25. Februar 1882: Ludvig Nordström und das Paradies in Nordschweden
25. Februar 1952: Thomas Ledin, ein Musiker gegen Rassismus

Copyright: Herbert Kårlin