Posts mit dem Label Abenteuer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Abenteuer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 22. August 2016

Der Kebnekaise wird erstmals bestiegen

Im Jahre 1881 nahm sich der französische Abenteurer Charles Rabot vor den höchsten Berg Schwedens zu besteigen. Als jedoch die Besteigung Rabots bekannt wurde, wurde er von Vilhelm von Vegesack, dem damaligen Direktor des Kartografischen Werkes darüber informiert dass nach den Vermessungen des Amtes nicht der Sarektjåkkå der höchste Berg Schwedens war, den Rabot erklommen hatte, sondern der Kebnekaise höher war. Nachdem Rabot sich jedoch entschieden hatte, den höchsten Berg Schwedens zu erklimmen, und dabei auch der erste sein wollte, konnte er nur eine neue Expedition vorbereiten.

Im August 1883 machte sich Charles Rabot daher erneut auf den Weg in den Norden und hatte dieses Mal das Ziel den Kebnekaise zu bezwingen. Am 16. August brach die Expedition, die aus vier Personen bestand, dann vom norwegischen Bugholm Richtung Kebnekaise auf, der sechs Tage später in strahlendem Sonnenschein vor der Gruppe stand. Man kann sich bei diesem Zeitaufwand vorstellen, dass eine Besteigung des Kebnekaise damals keinem touristischen Ausflug glich wie heute, sondern eine wahre Expedition war, deren Ausgang man nicht abschätzen konnte.

Noch am 22. August 1883 brach Charles Rabot dann auf um seinen Traum zu erfüllen und am Nachmittag gegen vier Uhr hatte er den Bergkamm erreicht, der beiden Spitzen des Berges verbindet. Weitere drei Stunden später stand der Abenteurer dann, bei einer Temperatur von Null Grad, endgültig auf der Spitze des höchsten Bergs Schwedens und hatte einen Blick, der bis zu den Lofoten reichte. Allerdings sollte der Erfolg Rabots 15 Jahre lang einem Geheimnis gleichen, denn erst als er 1898 das Buch Cap Nord veröffentlichte, wurde sein Erfolg bekannt, auch wenn man in Frankreich keine Ahnung hatte wo der Sarektjåkkå und der Kebnekaise lagen und wie die beiden Berge aussahen.


22. August 1860: Gustaf Fröding, der Dichter mit der geistigen Verwirrung
22. August 1883: Die schwedische Schauspielerin Ester Textorius
22. August 1906: Der schwedische Spion Stig Wennerström
22. August 1920: Anders Zorn, der internationalste Maler Schwedens
22. August 1952: Ein Polizist als schwedischer Massenmörder
22. August 1960: Tage William-Olsson und der Verkehrsknotenpunkt Slussen
22. August 1980: Sällskapsresan, der größte Kinoerfolg Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 26. September 2013

Aina Cederblom, schwedische Textilkünstlerin und Abenteurerin

Aina Cederblom  wurde am 26. September 1896 in Stockholm geboren und war im Grunde eine ausgebildete Zeichenlehrerin und eine Textilkünstlerin. Noch heute ist Cederblom jedoch relativ unbekannt, obwohl sie sowohl auf den Färöern als auch in Brasilien Webschulen gründete und damit schwedische Techniken in anderen Ländern bekannt machte. Auch ihre eigenen Werke sind kaum bekannt, was jedoch nicht an einem Mangel an künstlerischer Fähigkeit liegt, sondern am Hobby der Künstlerin, das die Überhand nahm.

Aina Cederholm fühlte sich vom Abenteuer angezogen und zu Beginn der 30er Jahre begann ihr Traum zu reifen die Welt mit einem Boot zu bereisen und andere Länder kennenzulernen. Um diese Zeit kaufte sich die Künstlerin dann ein fünf Meter langes offenes Boot mit einem Außenbordmotor bei dem der Verkäufer ihr versicherte, dass sie damit bis nach Åland käme. Für viele wäre Åland mit diesem Boot zu erreichen sicher bereits ein Abenteuer gewesen, nicht jedoch für Cederblom, die ganz andere Ziele im Kopf hatte.

Aina Cederblom, die später mehrere Bücher über ihre Reisen schrieb, war im Grunde nicht einmal ein „Süßwassermatrose“, denn sie hatte bei ihrer ersten Reise von Schweden nach Deutschland und weiter zum Schwarzen Meer keinen Kompass, zu wenig Benzin und keine Ahnung von Bootsmotoren. Aber sie hatte den Willen die Welt zu entdecken und lernte daher aus der Praxis. Nach ihrer ersten Reise über Elbe und Donau zum Schwarzen Meer setzte Cederholm ihre abenteuerliche Fahrt fort, kam ins Mittelmeer und über das Kanalsystem in Frankreich und den Rhein wieder nach Schweden. Mit dieser Erfahrung und etwas größeren Booten setzte Aina Cederholm dann ihre abenteuerlichen Fahrten fort, erst nach Grönland und später auch nach Asien.


26. September 1832: Der Göta-Kanal, eine Verbindung zwischen Vänern und Vättern 
26. September 1982: Das erste Reagenzglasbaby Schwedens wird geboren

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 21. Juli 2013

Das Segelschiff Vega und die Entdeckung der Nordostpassage

Die Vega, ein Dreimaster, der 1872 in Bremerhaven gebaut wurde, war von 1878 bis 1880 das Forschungsschiff des Abenteurers Adolf Erik Nordenskiöld. Ihre aufsehenerregendste Reise begann am 21. Juli 1878 in Tromsø (Norwegen), als Nordenskiöld nach der Nordostpassage sichte, die ihn vom Atlantik entlang der sibirischen Nordküste bis zur Beringsee bringen sollte, eine Strecke von rund 6500 Kilometern. Die Vega war damit das erste Schiff, das diese Leistung vollbrachte, allerdings mit einer langen Winterpause.

Auch wenn das Abenteur für Adolf Erik Nordenskiöld sehr positiv begann, so zeigten sich jedoch schon bald bedeutende Schwierigkeiten, denn bereits am 26. September 1878 fror die Vega im Eismeer fest und war dann zehn Monate lang im Packeis gefangen, eine Zeit, die der Forscher mit ethnologischen Studien verbrachte, und mit der Hoffnung das Schiff ohne Schäden wieder flott zu bekommen. Als die Vega am 24. April 1880 dann wieder in Stockholm anlegte, wurden Nordenskiöld und der Kommandant des Schiffes, Louis Palander, geradezu als Helden gefeiert. Die Abenteuer der Vega erschienen anschließend in fünf Bänden.

Nach dieser Expedition wurde die Vega an die schottische Reederei Ferguson verkauft und noch bis 1903 für die verschiedensten Handelsreisen eingesetzt, bis das Schiff in der Melville Bucht im Nordwesten Grönlands erneut vom Eis eingeschlossen wurde. Beim Versuch die Vega dort loszusprengen wurde in das Schiff ein so großes Loch gerissen, dass es innerhalb weniger Minuten in der Tiefe versank. Am 18. Juni 2013 machte sich der Abenteurer Ola Skinnarmo mit seiner Explorer of Sweden von Göteborg aus auf den Weg nach Grönland um nach der Vega zu suchen.


21. Juli 1959: Die Freihandelszone EFTA und die Stockholmer Konvention 
21. Juli 1980: Die erste Frau bei der schwedischen Luftwaffe

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 25. Februar 2013

Acht Personen erfrieren im Jämtland

Leichtsinnige Touristen hatten sich am 23. Februar 1978 bei Sonnenschein aufgemacht um einen Skiausflug in die Anarisfjällen im Jämtland zu machen. Der Ausflug sollte für acht der neun Personen der zwei Gruppen, die sich dort trafen, am 25. Februar 1978 tödlich enden, denn das 1400 Meter hohe Gebirge sollte sich innerhalb kürzester Zeit in eine Falle verwandeln, der man nur mit guten Bergkenntnissen oder mit einem schnellen Bergrettungstrupp entkommen konnte.

Das Problem entstand durch die in den Anarisfjällen vorkommenden Fallwinde, die dort regelmäßig entstehen wenn sich sehr viel kalte Luft über dem Gebirge sammelt und sich dabei ein Tiefdruckgebiet nähert. In diesem Fall entstehen sehr plötzlich eisige Winde, die in die Tiefe ziehen, manchmal nur wie ein plötzlicher eisiger Hauch, manchmal wie ein Orkan vor dem man sich nur durch den Bau eines Schutzes und entsprechende Kleidung schützen kann. Die Gruppe im Jahre 1978 hatte zwar an einen Schutz gedacht, kannte jedoch weder das Terrain noch hatte jemand in der Gruppe die nötigen Kenntnisse um einen sicheren Schutz zu bauen. Alle, die im provisorischen Schutz lagen, erfroren in diesen Tagen und nur jener, der von außen den Schutz verstärken wollte und nicht mehr ins Innere fand, wurde mit schweren Erfrierungen gerettet.

Nach diesem und zahlreichen anderen weniger schweren Unglücken in den Anarisfjällen entschloss man sich im Jahre 1979 an der Storumans Volkshochschule eine zweijährige Ausbildung als Bergführer zu schaffen und im Jämtland richtete man die Bergwetterwarnungen ein, die dabei helfen sollen so schwere Unglücke in aller Zukunft zu vermeiden, eine Warnung, die verbreitet wird sobald das Risiko einer Abkühlung auf mindestens minus 28 Grad zu erwarten ist.. Leider führt Leichtsinn immer noch jedes Jahr zu einigen kleineren Problemen, da viele Touristen immer noch Abenteuer mit Leichtsinn verwechseln.


25. Februar 1882: Ludvig Nordström und das Paradies in Nordschweden
25. Februar 1952: Thomas Ledin, ein Musiker gegen Rassismus

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 30. September 2012

Der schwedische Abenteurer Göran Kropp stürzt in den Tod

Am 30. September 2002 stürzte der schwedische Abenteurer Göran Kropp an der Sunshine Wall bei Seattle, USA, im Alter von 35 Jahren in den Tod. Nach einer Untersuchung waren mehrere Ursachen am Unfall verknüpft, unter anderem versagten vier von fünf Sicherungen, was letztendlich verursachte, dass der Bergsteiger nur etwas einem Meter vor der Spitze 21 Meter in die Tiefe stürzte und sich dabei so schwer verletzte, dass er am 2. September starb.

Göran Kropp, der bereits mit sechs Jahren den 2469 Meter hohen Galdhøpiggen in Norwegen bestiegen hatte, wurde vor allem wegen seiner Everest-Besteigung im Jahre 1996 bekannt, als er mit seiner Partnerin Renata Chlumska mit dem Fahrrad von Schweden nach Nepal fuhr, den Berg bestieg und die beiden dann mit dem Fahrrad wieder nach Schweden zurückkehrten. Allerdings mussten sie dabei einen kleinen Teil per Zug zurücklegen, da es Renata verboten war mit dem Fahrrad den Iran zu durchqueren.

Auch wenn Göran Kropp überwiegend von den höchsten Bergen der Welt angezogen wurde und auch einige der 7000er bezwungen hat, so war er jedem Abenteuer offen und hatte eine enorm gute Kondition, die er, unter anderem, dadurch gewann, das er täglich 100 Kilometer im Spurt nahm. Göran Kropp gilt noch heute als derjenige, der in Schweden das Bergsteigen populär machte und Abenteuer für Jedermann öffnete, da er nicht die Leistung in den Vordergrund setzte, sondern das Erlebnis.


Copyright: Herbert Kårlin