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Samstag, 13. Februar 2016

Der schwedische Künstler Georg von Rosen

Georg von Rosen kam am 13. Februar 1843 als Sohn des Generalkonsuls Adolf Eugène von Rosen in Paris zur Welt, wo er auch die ersten Lebensjahre verbrachte. Während der Februarrevolution im Jahre 1848 floh die Familie jedoch nach Schweden. Im Alter von zwölf Jahren schrieb sich von Rosen bereits an der Kunstakademie in Stockholm ein, wo er bis 1861 die klassische Kunst studierte. Ein Jahr später besuchte von Rosen die Weltausstellung in London und entdeckte dort die Arbeiten des belgischen Künstlers Hendrik Leys, die ihn nachhaltig beeindruckten und ihn auch bei seinen eigenen Werken stark inspirierten.

Zurück in Schweden entstand dann das erste bedeutende Werk Georg von Rosens, das historische Gemälde Sten Sture d.ä. intåg i Stockholm, das dem Künstler die königliche Medaille einbrachte. Bereits bei diesem Werk Rosens zeigt sich eine enorme Detailtreue des Künstlers bei der man selbst das Kopfsteinpflaster noch deutlich erkennen kann. Rosen folgte in diesem Punkt den künstlerischen Vorstellungen des Königs Oscar II. Während seines gesamten Lebens sollte sich von Rosen gegen neue Strömungen wehren und nur die akademische klassische Malerei akzeptieren.

Die folgenden fünf Jahre verbrachte Georg von Rosen mit Studienreisen in zahlreichen Länder. Erst 1871 kehrte der Künstler nach Schweden zurück und vollendete das in München begonnene Gemälde mit Erik XIV. und Karin Månsdotter. Nur ein Jahr später wurde von Rosen in die Kunstakademie gewählt um dort ab 1874 als Vizeprofessor zu arbeiten, was 1880 zu einer Professur in Malerei und im Zeichnen führte. Als von Rosen 1893 auch Direktor der Ausbildungseinrichtung wurde, galt er als der härteste Kämpfer gegen die modernen Maler, die eine Reform der Ausbildung forderten. Werke des Künstlers findet man in den bedeutendsten Museen Schwedens, unter anderem in Stockholm und Göteborg.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 10. Juli 2015

Die finnlandschwedische Künstlerin Helene Schjerfbeck

Helene Schjerfbeck kam am 10. Juli 1862 in einer finnlandschwedischen Familie im finnischen Helsingfors (Helsinki) zur Welt. Da der Vater der späteren Künstlerin bereits 1876 an Tuberkulose starb, musste die Familie ab dieser Zeit von der Pension der Mutter leben. Da Schjerfbeck nach einem Sturz als Vierjährige auch etwas hinkte und mit gewissen Schmerzen leben musste, schien ihre Zukunft bereits in jungem Alter wenig gesichert. Mit nur elf Jahren entdeckte das Mädchen dann jedoch die Kunst und begann an der finnischen Kunstvereinigung Malen zu lernen.

Helene Schjerfbeck war vor allem an der Geschichtsmalerei interessiert und hatte mit 18 Jahren damit ein so hohes Ansehen gewonnen, dass sie ein Stipendium für einen Studienaufenthalt in Frankreich erhielt. Diesem Stipendium folgten weitere, die ihr Studienreisen nach Rom, Florenz, Wien, Sankt Petersburg und in andere Kunstzentren der Zeit erlaubten. Nach ihrer Rückkehr nach Finnland wurde Schjerfbeck Lehrerin an der Malereischule der Kunstvereinigung der finnischen Hauptstadt, was sie jedoch zu einer Außenseiterin machte, da sie weiterhin geschichtliche Motive im klassischen Stil malte, obwohl um diese Zeit die Nationalromantik ihren Durchbruch im Norden hatte.

Nach ihrem Umzug mit der Mutter nach Hyvinge (Hyvinkää), einer Kleinstadt nördlich von Helsingfors, begann sich Helene Schjerfbeck für Impressionisten und Symbolisten zu interessierten und ging von der Geschichtsmalerei auf eine neue Form über, die der Künstlerin ein Comeback ermöglichte. Die heute bekanntesten Gemälde Schjerfbecks stammen allerdings aus der dritten künstlerischen Epoche der Künstlerin, denn mit nahezu 80 Jahren begann sie sehr persönliche und ausdrucksstarke Selbstporträts zu malen, die nicht nur als ihre Meisterwerke gelten, sondern 1991 auch als Vorlage für eine finnische Briefmarke benutzt wurden.


10. Juli 1735: Die schwedische Künstlerin Ulrika Pasch
10. Juli 1877: Die erste Straßenbahn rollt auf Schwedens Straßen
10. Juli 1894: Elov Persson und Familie Kronblom
10. Juli 1942: Viran Rydkvist und das schwedische Theater
10. Juli 1970: Der Weg der schwedischen Sängerin Helen Sjöholm

Copyright: Herbert Kårlin